Katja Kabanowa

(Káťa Kabanová)
Leoš Janáček
Oper in drei Akten [1921]
Libretto vom Komponisten nach Aleksandr N. Ostrowskis Schauspiel Das Gewitter

Tschechisch
1 h 40 min, keine Pause
30 min vor jeder Vorstellung findet eine Stückeinführung im Foyer statt (außer vor Premieren, Kinderopern, konzertanten Aufführungen, Silvester- und Sonderveranstaltungen)
Die international erfolgreiche Sopranistin Annette Dasch interpretiert Leoš Janáčeks meisterhaft-beklemmendes Porträt einer jungen Frau, die gegen ihre Lebensumstände aufbegehrt. Ein Shootingstar leitet die Produktion am Dirigentenpult: die litauische Dirigentin Giedrė Šlekytė. Regisseurin Jetske Mijnssen kehrt an ihre einstige Wirkungsstätte zurück und wirft einen neuen Blick auf die Tragödie einer außergewöhnlichen Frauenfigur.

Große Sehnsucht, biedere Moral und hartherzige Zeitgenossen – auf der Suche nach einem erfüllten Leben durchbricht die junge Katja die Ehekonvention. Ihr ganzes Leben schon ringt sie mit sich, ihrer Welt, ihrer Außenwelt. Getrieben und geplagt von unerfüllten Leidenschaften, ist Katjas Kampf gegen alle anderen letztlich ein Aufbegehren gegen die eigene Verbitterung. So endet ihr Sprung ins vermeintliche Glück im tragischen Untergang: Ihrer lebenslangen Flucht vor sich selbst setzt Katja mit ihrem Freitod ein Ende.

Unter den Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts ist der Tscheche Leoš Janáček ein Ausnahmekünstler. Hingebungsvoll lauschte er den Menschen, ihren Sprechweisen, den Innenwelten im Klang ihrer Stimmen und entwickelte daraus einen ganz eigenen Kompositionsstil. In Katja Kabanowa verbindet Janáček musikalische Sprachanalyse mit expressiver Klangfarbgebung und feingliedriger Motivarbeit im Dienste der Figurenpsychologie zu einem bezwingenden Charakterporträt, einem ebenso meisterhaften wie modernen Musikdrama.
#KOBKatja
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Selected Performance:
Stab
Musikalische Leitung
N.N.
Inszenierung
Jetske Mijnssen
Dramaturgie
Licht
Mark van Denesse
Besetzung
Sawjol Prokofjewitsch Dikoj, ein Geschäftsmann / Boris Grigorjewitsch / Marfa Ignatjewna Kabanowa, genannt Kabanicha
N.N.
Tichon Iwanitsch Kabanow
Stephan Rügamer
Katherina, genannt Katja / Wanja Kudrjasch, Lehrer / Varvara / Kuligin / Glascha / Fekluscha / Eine Frau / Ein Vorbeigehender
N.N.
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin, Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.
u. a.


Hell is where the home is ...

»Kátya was portrayed by soprano Annette Dasch with an acting and vocal perfection that was almost frightening. ... Janáček imbues his characters with an emotional speechlessness on stage, which instead finds expression in his music. The highs and lows of Kátya's entire range of despair, as well as those of the other characters, find expression in the score. Lithuanian conductor Giedrė Šlekytė understand Janáček‘s intentions and translates them, leading the Komische Oper orchestra with a direct dynamic and transparency that allowed the opera to unfold its full emotional force.«
bachtrack.com
Zenaida des Aubris, 30.11.2021

Das Drama eines Ehebruchs

»Der Druckkessel einer familiären Tristesse wird von Mijnssen eindrucksvoll dargestellt … Ausgefeilte Personenregie ... [und] eine sehr konzentrierte, … anregende Auseinandersetzung mit einer intimen und doch zugleich von gesellschaftlichen Widersprüchen durchzogenen Tragödie. Musikalisch ist sie überaus sorgfältig gearbeitet: Am Pult des Orchesters der Komischen Oper steht mit Giedrė Šlekyte eine Dirigentin, die die leitmotivischen Schichten deutlich herausarbeitet und die emotionalen Wirkungen genau dosiert… Großartige Besetzung.«
Berliner Zeitung
Peter Uehling, 29.11.2021

Neues über Schwiegermütter

»Diese Produktion ist voller Frauenpower, was dem Stück gut tut. … Karolina Gumos als Pflegetochter Varwara … weiß ihren Mezzosopran in unbedarfter voller Frische einzusetzen. …Das Solistenensemble ist darstellerisch wie sängerisch überzeugend. Magnus Vigilius verleiht dem Boris jungmännlichen Charme, was Katja den Ehebruch erleichtert. Timothy Oliver singt den jungen Lehrer Wanja. Eindrucksvoll ist Jens Larsen als tyrannischer Geschäftsmann Dikoj ...«
Berliner Morgenpost
Volker Blech, 29.11.2021

Katja Kabanowa

»Annette Dasch singt die Partie bravourös. Die Stimmungen der Figur, ihre Ängste und Sehnsüchte, all das kann man bei ihr hören und – sehen. ... Es ist hochbewegend – psychologisch dichtes Musiktheater, gut gesungen und gespielt, nicht nur von Starsopranistin Annette Dasch, sondern auch vom Rest des Ensembles. Sehenswert.«
rbb kultur
Oliver Kranz, 29.11.2021

Mit weiten Schwingen

»... das psychologisch fein austarierte Kammerspiel einer desaströs konventionellen Dorffamilie... Leoš Janáčeks schroffe Musik, von Giedrė Šlekytė soghaft modelliert, beherbergt Menschenliebe und Verstörung.«
Süddeutsche Zeitung
Wolfgang Schreiber, 30.11.2021

Im Seelengefängnis

»Für Katja gibt es keine Hoffnung, nirgends. Szenisch ist das eindringlich und sehenswert. … Drei Frauen prägen diese Premiere: Neben der Regisseurin auch die Berliner Sopranistin Annette Dasch in der Titelrolle, die zugleich ihr Hausdebüt ist. Dritte Frau des Abends ist die junge lettische Dirigentin Giedre Slekyte, die sich einer gewissen maßvollen Ausgeglichenheit verschrieben hat, sie glättet und puffert ab, scheint die grellen Spitzen und tiefen Schründe dieser dem Duktus des Tschechischen folgenden Partitur umschiffen, lindern zu wollen.«
Der Tagesspiegel
Udo Badelt, 29.11.2021


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