Œdipe

George Enescu
Tragédie lyrique in vier Akten und sechs Bildern [1936]
Französisch
Ein einzigartiges Stück Musiktheater des 20. Jahrhunderts ist nach über 20 Jahren erstmals wieder in Berlin zu erleben, inszeniert vom aufstrebenden russischen Regisseur Evgeny Titov, der mit seiner Inszenierung von Gorkis Sommergästen bei den Salzburger Festspielen 2019 für Furore sorgte. Die Titelpartie übernimmt der britische Bariton Leigh Melrose, der als einer der neuen Spezialisten für die Opern des 20. Jahrhunderts gilt.

Unausweichliche Prophezeiung: Aufgrund eines schrecklichen Orakelspruchs von seinen Eltern ausgesetzt, bei Pflegeeltern ohne das Wissen über seine wahre Herkunft aufgewachsen, stemmt sich Ödipus mit all seiner Kraft gegen das scheinbar ausweglose Schicksal und kann doch nicht anders, als eben dieses Schicksal zu erfüllen: Wie vom Orakel angekündigt, tötet er seinen (ihm unbekannten) Vater und schläft mit seiner Mutter. Als er schließlich die schreckliche Wahrheit erfährt, handelt er unerwartet: Statt die Schuld von sich zu weisen, blendet er in einem Akt gewaltsamen Verzichts die gesamte Welt aus und bekräftigt damit seine zuvor der Sphinx trotzig entgegengeworfene Antwort auf deren Frage: »Was ist größer als das Schicksal?« – »Der Mensch!«

Fast 20 Jahre arbeitete der rumänische Komponist George Enescu, der u. a. in Paris bei Jules Massenet und Gabriel Fauré studiert hatte, an seinem Opus magnum. Entstanden ist ein Meisterwerk, das es verdient, in einer Reihe mit Alban Bergs Wozzeck oder Claude Debussys Pelléas et Mélisande genannt zu werden, auch wenn es nicht den Bekanntheitsgrad der Vorgenannten erlangt hat. In seiner theatralen Form zwischen packendem Drama und mystischem Oratorium schwebend, oszilliert die Komposition auf faszinierende Weise zwischen musikalischer Moderne mit vierteltönigen Passagen und impressionistischen, aber auch volkstümlich rumänischen Klängen.

Dichtung von Edmond Fleg nach Sophokles
Im Header: Leigh Melrose | Foto: Jan Windszus Photography, 3D Art: Sven Windszus
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Selected Performance:
Stab
Musikalische Leitung
Inszenierung
Evgeny Titov
Bühnenbild
Mitarbeit Bühnenbild
Charlotte Spichalsky
Kostüme
Eva Dessecker
Dramaturgie
Besetzung
Œdipe
Leigh Melrose
Tirésias
Créon
Le grand prêtre
Vazgen Gazaryan
Le berger
Laios, Vater des Œdipe
Jokaste, Mutter des Œdipe
La Sphinge
Antigone
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin Vocalconsort Berlin u. a.
Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Gefördert von
Gefördert von Dr. Marshall E. Kavesh und Martin Laiblin