Christian Schmidt

Bühnen- und Kostümbildner
Christian Schmidt, der aus Coburg stammt, studierte Bühnenbild in Salzburg und bei Erich Wonder an der Wiener Akademie der Bildenden Künste. Anlässlich der Uraufführung von Jan Müller-Wielands Oper «Das Gastspiel» bei der Münchener Biennale 1992 arbeitete er zum ersten Mal mit Claus Guth zusammen, eine Begegnung, aus der sich eine intensive künstlerische Partnerschaft entwickelt hat. Zahlreiche Inszenierungen Guths hat Schmidt mittlerweile als Bühnen- und Kostümbildner ausgestattet, darunter Glucks «Iphigénie en Tauride» und Mozarts «Le Nozze di Figaro» für die Salzburger Festspiele, Wagners «Der fliegende Holländer» für die Bayreuther Festspiele, Schuberts «Fierrabras», Händels «Radamisto» und Dukas’ «Ariane et Barbe-Bleue» und «Tristan und Isolde» für die Oper Zürich sowie Mozarts «Lucio Silla» bei den Wiener Festwochen 2005. Auch durch massstabsetzende Uraufführungen hat sich das Team einen Namen gemacht, darunter Battistellis «Keplers Traum», Czernowins «Pnima» und Stauds «Berenice» für die Münchener Biennale, Peter Ruzickas «Celan» an der Semper-oper Dresden und Helmut Oehrings «Unsichtbares Land» in Basel. Neben Claus Guth hat Christian Schmidt auch mit Hans Neuenfels gearbeitet, für dessen Inszenierungen von Zemlinskys «Der König Kandaules» an der Wiener Volksoper (1997) und «Die Entführung aus dem Serail» in Stuttgart (1998) er die Ausstattung verantwortete (Auszeichnung als «Inszenierung des Jahres» durch die «Opernwelt»).  2003 kürte ihn die «Opernwelt» zum «Bühnenbildner des Jahres», 2005 zum «Kostümbildner des Jahres». Für das Bühnenbild zu «Simon Boccanegra» an der Hamburgischen Staatsoper (Regie: Claus Guth) erhielt er 2006 den Rolf-Mares-Preis. 2010 arbeitete er für «Die lustige Witwe» in Genf erstmals mit Christof Loy zusammen. Die Ausstattung für Das schlaue Füchslein an der Komischen Oper Berlin ist seine erste Zusammenarbeit mit Andreas Homoki.