Oper in drei Akten von Leoš Janáček

Das schlaue Füchslein

Libretto vom Komponisten
Deutsche Textfassung von Werner Hintze
Ca. 1,5 Stunden (ohne Pause)
Einführung ... 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer
02.10.2011

Eine Oper, deren Titelgestalt eine Füchsin ist, die unter Grillen, Fröschen, Hühnern, Hunden, Dachsen und allerlei anderem Getier spielt und mit diesem Personal auch noch eine sehr ernstgemeinte, ja philosophische Geschichte erzählen will – eine solche Oper ist in jeder Hinsicht ein Ding der Unmöglichkeit. So hätte zumindest jeder routinierte Theaterfachmann geurteilt und Janáček dringend davon abgeraten, sich auf ein solches Unternehmen einzulassen. Aber zum Glück dachte der Komponist anders und machte sich einfach an die Arbeit. Was dabei herauskam und allzu oft als putzige Kinderoper missverstanden und inszeniert wird, ist eine tief berührende Meditation über das menschliche Dasein mit seinen Höhen und Tiefen, den kurzen Augenblicken des Glücks, seiner unstillbaren Traurigkeit über die Vergänglichkeit alles Lebenden und den tiefen Trost, den der siebzigjährige Komponist im Wissen um die Kraft des sich immer wieder erneuernden Lebens fand.

Stab

Musikalische Leitung
Alexander Vedernikov
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Dramaturgie
Chöre
Licht
Rosalia Amato

Besetzung

Füchsin Spitzohr
Der Förster
Die Försterin/Die Eule
Der Schulmeister/Der Hahn
Der Pfarrer/Der Dachs
Frank van Hove
Der Fuchs
Der Dackel
Die Wirtin