Allan Clayton

Tenor
HEIMAT
England

STUDIUM
St. John’s College Cambridge, Royal Academy of Music in London, Associate of the Royal Academy of Music

PREISE
2018 Whatsonstage Award for Excellence in Opera, Der 2018 Royal Philharmonic Society Singer Award, The Queen’s Commendation for Excellence, Sir Elton John Scholarship für die RAM, John Christie Award für das Debüt als Albert Herring beim Glyndebourne Festival, Borletti-Buitoni Trust Fellowship, BBC New Generation Artist

CDs
Liszt: The Complete Songs Vol. 5 (Hyperion), Handel: Acis and Galatea (Early Opera Company), Where’er you walk: Arias for Handel’s favourite tenor (Classical Opera), Verdi: Otello (LSO Live), Händel: Messiah (EMI), Britten: Complete Songs Volume 2 (Onyx), Händel: Joshua (Somm), Lukasewski: Via Crucis (Hyperion), Händel: Messiah (Hyperion), Britten: St. Nicolas Cantata (Hyperion), Mendelssohn: Elijah (New York Philharmonic)

DVDs
Dean, Brett: Hamlet (Opus Arte), Britten: The Rape of Lucretia (Opus Arte), Benjamin: Written on Skin (Opus Arte), Händel: Messiah (EMI), Dove: The Adventures of Pinocchio (Opus Arte)

WICHTIGE DIRIGENTEN
William Christie, Bernard Labadie, Colin Davis, Mark Elder, Andrew Davis, Alan Gilbert, Markus Stenz, Ed Gardner

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Hamlet (Hamlet) at Glyndebourne; David (Die Meistersinger von Nürnberg) at the Royal Opera House Covent Garden, Ferdinand (Miranda) for Opera Comique, Angel 3 (Written on Skin) beim Festival Aix-en-Provence, an der De Nationale Opera Amsterdam, am Théâtre du Capitole Toulouse, am Royal Opera House, bei den Wiener Festwochen und an der Bayerischen Staatsoper; Ferrando (Così fan tutte) an der New York City Opera, am Royal Opera House, der Opera North und beim Glyndebourne Festival; Bénédict (Béatrice et Bénédict) an der Opéra Comique Paris; Castor (Castor et Pollux), Lysander (Ein Sommernachtstraum) an der English National Opera; Belmonte (Die Entführung aus dem Serail), Lampwick (The Adventures of Pinocchio), Camille de Rosillon (Die lustige Witwe) an der Opera North, Titelpartie in Albert Herring beim Glyndebourne Festival und an der Opéra Comique Paris; Titelpartie in Belshazzar mit Les Arts Florrisants, Septimius (Theodora) mit Les Violons du Roy in Quebec

AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Jupiter (Semele), Tamino (Die Zauberflöte), Pollux (Castor et Pollux)

IN DIESER SPIELZEIT
Titelpartie in Candide
TAZ Berlin
Katharina Granzin, 14.5.2018
Jupiter lässt’s krachen
»[In] Jupiters Liebesarie vor der Pause [besingt] Tenor Allan Clayton … seine geliebte Semele so zart und [führt sie] in einem dezent choreografierten Pas de deux so innig über die Bühne, dass im Saal auf einmal zu spüren ist, wie man kollektiv den Atem an- und den Augenblick festhalten möchte. Im zweiten Teil der über dreistündigen Aufführung schließlich erhöht sich die Dichte solch zauberischer Momente hin zu ungebrochen reinem Opernglück. Es ist ein ausnahmslos großartiges Ensemble, das dafür sorgt – angefangen bei Nicole Chevalier als Semele, die … sich … mit makelloser Bravour und großem körperlichen Einsatz durch ihre hochvirtuose Partie singt und spielt. In der Rolle ihrer göttlichen Gegenspielerin als Jupiters eifersüchtige ­Gattin Juno brilliert die dabei auch noch fantastisch komische Ezgi Kutlu, bei der man das Gefühl hat, eine leibhaftige Wiedergängerin von Walt Disneys Cruella de Vil auf der Bühne zu sehen.«
Zur Kritik
DeutschlandFunk
Julia Spinola, 13.5.2018
Schillernder Erotik-Thriller
»Barrie Koskys Inszenierung reißt die verschiedenen Bedeutungsaspekte dieses Stücks auf und schillert raffiniert zwischen Tragik und Komik. … Allan Clayton hat einen perfekt fokussierten, stilsicheren, farbenreichen Tenor, singt ganz einfühlsam, man glaubt ihm jede Note.«
Zur Radio-Kritik
Berliner Morgenpost
Georg Kasch, 14.5.2018
Arien, die unter die Haut kriechen
»Die Gattung allerdings zeigt sich vor allem in den ausufernden Chören, oft hochemotionale Kommentare des Geschehens – eine tolle Vorlage für die Chorsolisten der Komischen Oper, die hier so fein nuancieren, als würden sie nichts anderes als Barockmusik singen. … Barrie Koskys Figurenführung der hervorragenden Sängerriege ist grandios: Allan Claytons Jupiter besitzt einen honigweichen Tenor, den er betörend sicher einsetzt, damit lockt und preist – und die Zeit stillstehen lässt, als ihm aufgeht, dass er Semele töten wird. Er tänzelt im Frack auf violetten Socken virtuos über die Bühne, wirft eitel seine Löwen-Lockenpracht in den Nacken, nähert sich Semele aber äußerst zärtlich. Kein Wunder, dass sie ihn haben will und keinen anderen. Ezgi Kutlus Juno zieht alle Racheregister einer eifersüchtigen Ehefrau. Wenn sie den Schlafgott Somnus aufweckt – Evan Hughes führt seinen sonoren Prachtbass ebenso selbstbewusst spazieren wie seinen Waschbrettbauch –, dann verschmelzen beider Stimmen zu purem Sex.«
Zur Kritik