Jörg Halubek

Gastdirigent
Mit Poros in der Regie von Harry Kupfer debütiert Jörg Halubek an der Komischen Oper Berlin. Er ist einer der vielversprechenden Spezialisten für Alte Musik, nicht nur als Dirigent, sondern auch als Cembalist und Organist. Für die im Dezember 2018 aufgeführte Marienvesper von Monteverdi am Mannheimer Nationaltheater, in der Regie von Calixto Bieito, erfuhr er große Beachtung. Die Inszenierung ist der dritte Teil des 2017 begonnenen Mannheimer Monteverdi-Zyklus, für den Jörg Halubek mit dem von ihm gegründeten Barockorchester »il Gusto Barocco« musikalisch verantwortlich zeichnet. Ebenfalls 2018/19 gestaltet er am Staatstheater Kassel ein Programm mit szenischen Bachkantaten. Im Juli beschließt sein Engagement mit il Gusto Barocco als Festivalorchester der Ansbacher Bachwoche 2019 die Saison.

Als Gast dirigierte Jörg Halubek in den letzten Jahren u. a. die Eröffnungspremiere der Händel-Festspiele Halle 2018, bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2017, bei einer szenischen Umsetzung von Bachs Johannespassion am Opernhaus Wuppertal 2015 und der Uraufführung von Giuseppe Antonio Brescianellos Pastoraloper La Tisbe in Stuttgart 2012. Am Staatstheater Kassel ist er als Gastdirigent seit 2012 regelmäßig für Opernproduktionen verantwortlich, so leitete er u. a. Mozarts Lucio Silla, Glucks Iphigenie und Händels Saul. Sein Interesse gilt besonders der dramatischen Aktualität der alten Stoffe und er macht sich dafür stark, die Freiheiten der Alten Musik interpretatorisch voll auszuschöpfen.

Neben seiner Tätigkeit als Dirigent ist Jörg Halubek seit dem Gewinn des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig 2004 als Cembalist und Organist im In- und Ausland tätig. Seine Expertise im Umgang mit Alter Musik belegen die preisgekrönten Einspielungen von Werken für Tasteninstrumente und Violine Johann Sebastian Bachs (2016) und Carl Philipp Emanuel Bachs (2014) mit der Barockgeigerin Leila Schayegh. Dieses Jahr erscheint die Ersteinspielung der Barockoper Flavio von Johann David Heinichen mit Il Gusto Barocco. Neben seinen Opernengagements erarbeitet er derzeit eine Gesamteinspielung der Orgelwerke Johann Sebastian Bachs an Originalinstrumenten.

Der Professor für Historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule Stuttgart studierte Kirchenmusik, Orgel und Cembalo in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill. An der Schola Cantorum Basiliensis spezialisierte er sich bei Jesper Christensen und Andrea Marcon auf die historische Aufführungspraxis.

Seine Produktionen ...