Klaus Grünberg

Gastbühnenbildner/ Gastlichtdesigner
Klaus Grünberg stammt aus Hamburg, studierte Bühnenbild bei Erich Wonder in Wien und arbeitet seitdem als freier Bühnenbildner und Lichtdesigner an Theatern und Opernhäusern in Europa sowie in Kuwait und Buenos Aires - unter anderen mit den Regisseuren Tatjana Gürbaca, Barrie Kosky, Sebastian Baumgarten, André Wilms, Thilo Reinhardt, Antoine Gindt, Heiner Goebbels und Christof Nel. Mit Tatjana Gürbaca erarbeitete er u. a. Turandot und Rigoletto am Opernhaus Graz, Strawinskys Mavra auf einem Lastwagen für die Berliner Staatsoper, Dido and Aeneas am Festspielhaus Baden Baden, die Uraufführung von Philippe Hersants Der schwarze Mönch an der Oper Leipzig und Le Grand Macabre am Theater Bremen.

Er entwarf die Bühnenbilder für Barrie Koskys Inszenierungen von L 'Orfeo an der Berliner Staatsoper, Die Hochzeit des Figaro, Iphigenie auf Tauris und Kiss me, Kate  an der Komischen Oper Berlin, Lohengrin an der Wiener Staatsoper und Der Fliegende Holländer sowie Tristan und Isolde am Aalto Theater Essen.

Regelmäßig erarbeitet Klaus Grünberg mit dem Komponisten und Regisseur Heiner Goebbels Musiktheaterproduktionen, z. B. Max Black, Hashirigaki, Landschaft mit entfernten Verwandten, »eraritjaritjaka« und »Stifters Dinge«, die weltweit zu sehen waren. 1999 eröffnete er in Hamburg das MOMOLMA (museum of more or less modern art).
An der Komischen Oper Berlin entwarf Klaus Grünberg bisher die Bühnenbilder für Barrie Koskys Inzenierungen von Die Hochzeit des Figaro, Iphigenie auf Tauris, Kiss me, Kate; Rusalka, Ball im Savoy und Moses und Aron.
Berliner Zeitung
Martin Wilkening, 17.10.2017
Im Uhrwerk einer Familientragödie
»Barrie Koskys Inszenierung an der Komischen Oper überrascht durch ihren strengen Minimalismus. Sie stellt die Figuren in einen leeren Raum, den sie allein mit ihrem Agieren und Ausphantasieren füllen. … Klaustrophobische Enge verschränkt sich [in Klaus Grünbergs Bühnenbild] auf paradoxe Weise mit innerer Distanz, denn unter den feststehenden Wänden ist der Boden in ständiger Bewegung … Jordan de Souza, der in der letzten Spielzeit als Studienleiter an die Komische Oper gekommen und jetzt zum Kapellmeister aufgestiegen ist, gelingt mit dem Orchester eine Darstellung, die vom Geist der skrupulös-genauen Sprachvertonung Debussys durchdrungen ist, die lebt und atmet, und im zweiten Teil große dramatische Steigerungen zu entfesseln versteht. «
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