Nicole Chevalier

Sängerin - Sopran
© Jan Windszus Photography
© Jan Windszus Photography
HEIMAT
Chicago/USA

STUDIUM
Indiana University School of Music, The Juilliard School

PREISE
Der Faust 2016 (anlässlich der  vier Damen in Les Contes d’Hoffmann in Barrie Koskys Inszenierung an der Komischen Oper Berlin)

WICHTIGE REGISSEUR*INNEN
Benedict Andrews, Calixto Bieito, David Bösch, Werner Fritsch, Reinhild Hoffmann, Richard Jones, Peter Konwitschny, Barrie Kosky, David McVicar, Kirill Serebrennikov, Benedikt von Peter, Peter Sellars, Dmitri Tcherniakov, Krzysztof Warlikowski

WICHTIGE DIRIGENTEN
Christian Curnyn, Teodor Currentzis, Titus Engel, Gabriel Feltz, Antonio Fogliani, Gottfried von der Goltz, Thomas Hengelbrock, Manfred Honeck, Kent Nagano, Kirill Petrenko, Jérémie Rhorer, Stefan Soltesz

FESTE ENGAGEMENTS
Theater Freiburg, Staatstheater Kassel, Staatsoper Hannover, Komische Oper Berlin

WICHTIGE PARTIEN ANDERSWO
Violetta Valéry (La traviata), Elettra (Idomeneo), La Contessa di Almaviva (Le nozze di Figaro), Olympia, Giulietta, Antonia, Stella (Hoffmanns Erzählungen), Titelpartien in Maria Stuarda und Lucia di Lammermoor, Manon, Blanche (Dialogues des Carmélites), Margarethe (Faust), Konstanze (Entführung aus dem Serail), Vitellia (La clemenza di Tito), Donna Elvira (Don Giovanni), Eudoxie (La Juive), Thaïs, Leornore (Fidelio 1805 + 1806) u. a. bei den Salzburger Festspielen, Bregenzer Festspielen, beim Musikfest Bremen, Festival d’Aix-en-Provence, Festival des Pâques d’Aix, an der La Monnaie Brussels, Opera Vlaanderen Antwerp-Ghent, Wiener Volksoper, Hamburgische Staatsoper, Oper Stuttgart, am Theater an der Wien, Royal Opera House Covent Garden

WICHTIGE PARTIEN AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Titelpartien in Medea, Semele, und Die schöne Helena, Olympia, Giulietta, Antonia, Stella (Hoffmanns Erzählungen), Télaïre (Castor et Pollux), Donna Elvira (Don Giovanni), Fiordiligi (Così fan tutte), Poppea (Die Krönung der Poppea)

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Christiane Tewinkel, 27.11.2018
Weltverriss im Walzertakt!
»Jordan de Souza am Pult ließ das verkleinerte Orchester in diesem Sinne so lebenslustig und zugleich kontrolliert klingen, dass es schon in der Ouvertüre zu einer phantastischen Koexistenz von Coolness einerseits und Gepflegtheit in Timbre und Intonation andererseits kam. Einfühlsam passte er den Klang an die Solisten auf der Bühne an, nirgends besser als in der berühmten Nummer „Glitter and be gay“, die Nicole Chevalier als Candides Jugendliebe Kunigunde beim Stangentanz zeigte, derweil sie ihren Sopran in unendliche Höhen und haarsträubende Koloraturen schraubte. Nicole Chevalier zur Seite standen hervorragende Sängerinnen und Sänger, zum Beispiel der brillante Franz Hawlata in Personalunion als Dr. Pangloss und Voltaire selbst, der die Geschichte nacherzählte und damit ein distanzierendes Moment einbrachte, das auf der oft leer bleibenden Bühne von Rebecca Ringst umso deutlicher wirken konnte. So sehr trug Hawlata den Abend auf seinen Schultern, dass man fast um seine Kraft fürchtete – wären da nicht auch Anne Sofie von Otter in der Rolle der Alten Frau oder Tom Erik Lie als Martin gewesen, die ebenfalls mit Höchstleistung glänzten. Vor allem aber Allan Clayton als Candide, der, mit goldener Tenorstimme und anrührender körperlicher Präsenz begabt, der Geschichte Konstanz und Integrität verlieh …«
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Deutschlandfunk - Kultur heute
Julia Spinola, 25.11.2018
Barrie Kosky inszeniert Bernsteins Operetten-Musical
»Barrie Kosky erklärt die Widersprüche und die Brüche des Stücks zur Hauptsache und inszeniert ein brillantes Chaos. … Kosky inszeniert ein Stück über die Widersprüche dieser Welt, über die allgegenwärtige Suche nach Glück und Zufriedenheit in einer vollständig beschädigten Welt und nicht zuletzt ein Stück über Heimatlosigkeit und Getriebenheit. All das sind Themen, die heute wieder hochaktuell sind.« ... »Virtuos gelingt die Überlagerung verschiedener Zeiten, wechselnder Schauplätze, jäh umschlagender Stimmungen und Bilder vor allem im ersten Teil des Abends. Irre Komik und schwarze Satire wechseln einander manchmal innerhalb einer einzelnen musikalischen Nummer ab.« ... »Der eklektische Reichtum von Bernsteins Musik liegt bei Jordan de Souza in den besten Händen.«
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Der Tagesspiegel
Udo Badelt, 25.11.2018
Sternschnuppenleuchten
»Die gewohnt fulminante Nicole Chevalier als Kunigunde lässt keine Sekunde aus, Hysterie in all ihren Facetten zu beleuchten, und kann natürlich vor allem in der berühmten, barocke Vorbilder karikierenden Turbo-Koloraturarie „Glitter And Be Gay“ punkten ... Den puren Zynismus dieses Augenblicks, der mit Glücklichsein so viel zu tun hat wie Donald Trump mit Klimapolitik, ist vielleicht von noch keinem Regisseur so bitter und wahrhaftig gezeigt worden: Chevalier singt auf einem Tisch, angelehnt an einen Dancepole. Denn sie ist Hure, für zwei Herren gleichzeitig.« ...
»Kapellmeister Jordan de Souza treibt das Orchester in der Ouvertüre zunächst zu einem knackig-krachledernen Sound an, der sich aber später rundet und sanfter wird, viel Raum lässt für Stimmen, Stimmungen, Gefühle. [Die Beteiligten geben] ihr Äußerstes: der von David Cavelius einstudierte, zugkräftig singende und spielende Chor, eine von Otto Pichler hervorragend choreografierte Tänzergruppe, Anne Sofie von Otter als in ihrer Zerbrechlichkeit starke alte Frau, Tom Erik Lie als Martin, Candides grundpessimistischer Begleiter im zweiten Akt. «
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Süddeutsche Zeitung
Wolfgang Schreiber, 26.5.2017
Eine Fremde - keine Zauberin
»Nicole Chevalier verkörpert Medea, ihr Unglück des Verlassenwerdens, der Ausweglosigkeit mit einer flammenden Glut, die über zwei Stunden zu erschüttern vermag. Und sing die von Reimann mit aller Expressivität der Koloraturen und gellenden Klagen, der Empörungs- und Schreiorgien ausgestatte Sopranpartie mit einem aus Körper und Seele explosiv herausgeschleuderten Aufruhr, der den Zuhörer schier überwältigt.«
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bachtrack.com
Zenaida des Aubris, 23.5.2017
Torfgräber: Reimanns Medea an der Komischen Oper Berlin
»Nicole Chevalier ist die perfekte Wahl für diese komplexe Musik und das Wesen der Medea ... Alles in allem war es eine Aufführung, die die Darsteller und das Publikum zweieinhalb Stunden fesselte, ein mächtiges, aufwühlendes und ergreifendes Musiktheater.«
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Der Tagesspiegel
Frederik Hanssen, 23.5.2017
Entsetzliche, wo gehst du hin?
»Grandios auch, wie Dirigent Steven Sloane die Kommunikation mit den Solisten koordiniert, das auf den ersten Höreindruck scheinbar Unvereinbare zusammenzwingt, zwei volle Stunden lang ... In der Titelrolle leistet Nicole Chevalier Übermenschliches.«
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