Les Contes d'Hoffmann

(Hoffmanns Erzählungen)
Jacques Offenbach
Opéra fantastique in fünf Akten [1881]
Libretto von Jules Barbier nach dem gleichnamigen Drama von Jules Barbier und Michel Carré. Herausgegeben von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck. Bariton-Fassung dieser Oper rekonstruiert von Michael Kaye. Mit freundlicher Genehmigung von Schott Music.
Deutsch, Französisch
3h inkl. Pause
In Barrie Koskys skurril-bizarren Inszenierung von Les Contes d’Hoffmann verliert sich der titelgebende Künstler in einem verstörenden Albtraum seiner eigenen Fantasien. Mozarts Don Giovanni wird in Hoffmanns übersteigertem Empfinden zum Ausgangspunkt einer vom Wahnsinn getriebenen Reise durch bizarre Welten; die abgöttische Bewunderung für die Sängerin der Donna Anna gebiert immer neue Frauenbilder: die seelenlose Puppe Olympia, die todkranke Sängerin Antonia, die herzlose Kurtisane Giulietta. Von den eigenen Dämonen verfolgt, gibt es für Hoffmann keinen Weg mehr zurück in die Realität. »Tödliche Schwärze, grelles Entertainment halten sich die Waage: ein irres, wirres Hoffmann-Spektakel, perfekt serviert.« [FAZ]

Im Repertoire seit 2. Oktober 2015
Ein grandioser Theaterabend!
Deutschlandfunk
Stream-on-Demand
Verfügbar bis 27. Jan 2021

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Selected Performance:
Stab
Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Dramaturgie
Licht
Besetzung
Hoffmann 1
Hoffmann 2
Hoffmann 3
Stella / Olympia / Antonia / Giulietta
La Muse / La mère d’Antonia
Lindorf/Coppélius/Le docteur Miracle/ Dapertutto
Andrès/Spalanzani/ Pitichinaccio
Cochenille/Crespel/Peter Schlémil
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin, Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.


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A tale of three Hoffmanns: Kosky’s Komische Oper production a triumph

»A musically satisfying evening, Kosky’s Tales of Hoffmann was often exhilarating, occasionally exasperating, but above all, gloriously entertaining.«
bachtrack.com
Mark Pullinger, 08.10.2015

Unbedingt hingehen, das sollte man nicht verpassen!

»… ein grandioser Theaterabend, der die Obsessionen dieses Hoffmann herausstellt, wie besessen er diesen verschiedenen Frauenfiguren hinterherirrt und sich dort verirrt in seiner eigenen Phantasie …«
Deutschlandfunk Kultur heute
Uwe Friedrich, 03.10.2015

Übertrieben schön

»Gespielt wird gewissermaßen E.T.A. Hoffmanns „Don Juan“ mit der großen Parenthese „Hoffmanns Erzählungen“. Diese Ausgangsidee ist durchaus gewitzt – und gewitzt ist auch die ganze Produktion. Katrin Lea Tag hat ein frei schwebendes, bewegliches und stimmungsvoll ausgeleuchtetes Quadrat, einen fliegenden Teppich der Hoffmann'schen Fantasien, schräg in den Raum gehängt, auf, vor und unter dem sich ein hochgradig geschickt und gefällig arrangiertes Treiben entfaltet. … Das ist hochunterhaltsame Hochglanz-Oper, wogegen nichts und wofür einiges spricht.«
die-deutsche-Buehne.de
Wolfgang Behrens, 03.10.2015

Es lebe der tönende Torso

»… Barrie Kosky … präsentiert … die amourösen Hirngespinste des frühromantischen Schriftstellers E. T. A. Hoffmann … als fragmentarisches und düster-kausalitätsfreies Gestammel eines schmierigen Promillefreaks, auf den sich jeder im Publikum selbst seinen hochprozentigen Reim machen musste. Das ist vom ersten, bannenden Bild eines sabbernden Künstlerwracks zwischen einem Friedhof der Schnapsflaschen auf schwankendem Bühnenboden bis zu einem letzten … teilweise so brillant theatralisch anzusehen wie für den Ignoranten hermetisch unerklärlich.«
Die Welt
Manuel Brug, 06.10.2015

Berlins kleinstes Opernhaus ist inzwischen das innovativste

»… Kosky … erfindet eine ingeniöse, überrumpelnde Collage. … Dort agiert Protagonist Hoffmann gleich dreifach, mit exzellenten Darstellern des Schwarzkomischen: als Bariton (Dominik Köninger), als Tenor (Edgaras Montvidas) und als Schauspieler (Uwe Schönbeck). … Chortableaux mit dem frisch gekürten "Opernchor des Jahres" werden zu hinreißenden Revuenummern umfunktioniert und vom Ensemble mit der an diesem Haus vertrauten Bravour hingepfeffert.«
Süddeutsche Zeitung
Wolfgang Schreiber, 06.10.2015

In der Kifferhöhle

»… ein wenig antisemitisch war Hoffmann, nichtsdestotrotz hat die Komische Oper mit ihm den Premierenlauf eröffnet. Blitzgescheit hat ihm Barrie Kosky eine Sprechrolle in Offenbachs »Les Contes d’Hoffmann« geschrieben, die das chaotische Fragment zu einer neuen, endlich spielbaren Oper macht.«
Taz. die tageszeitung
Niklaus Hablützel, 06.10.2015