Flucht II - Vom Einwandern

Eine Konzert-Trilogie
evtl. Restkarten
Jan 2020
28 €
Zur Zeit gibt es keine Karten im Onlineverkauf.
Es können trotzdem kurzfristig Karten zur Verfügung stehen. Bitte versuchen Sie es später nochmals oder wenden Sie sich an unser Callcenter unter +49 (0)30 47 99 74 00 [Mo-Sa 9-20 Uhr, Sonn- und Feiertags 14-20 Uhr].
Mit etwas Glück gibt es auch Restkarten an der Abendkasse.
19:00 Uhr
In drei Konzerten erzählen Musiker*innen mit unterschiedlichsten Fluchthintergründen, aus unterschiedlichen Ländern kommend, in unterschiedlichen Ländern lebend, anhand ihrer Geschichten und durch Musik von ihren jeweiligen Lebenswegen. Deutschland war und ist Ziel vieler Geflüchteter – doch nicht nur aus den bekannten Kriegs- und Krisengebieten und nicht erst seit 2015. In Flucht II treten Musiker*innen auf, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten sowohl von der arabischen Halbinsel oder aus Nordafrika, aber auch z. B. aus Osteuropa nach Deutschland geflohen sind. So wird das Thema Nr. 1 in der politischen Diskussion der letzten Jahre – Flucht – an der Komischen Oper Berlin zum zweiten Mal Gegenstand von ganz unterschiedlichen musikalischen Begegnungen!

Safar – Eine kulinarisch-musikalische Reise
Ein Barkeeper und ein Koch verlassen ihre syrische Heimat auf der Suche nach einem Leben ohne Bürgerkrieg. Ihre Flucht führt sie auf verschiedenen Wegen bis nach Kiel, wo die beiden nicht nur über ihre gemeinsame Leidenschaft für Kulinarik, sondern auch musikalisch in der Band Safar (dt. für Reise) zusammenfinden. Gemeinsam mit dem syrischen Sänger Hani Zeada und dem deutschen Saxofonisten Martin Seusing bewegen sich Saad Alsayed und Weiam Issa mit ihrer Band Safar quer durch das weite musikalische Feld arabischer Kulturen und der Musiktraditionen Europas.
 
Alexander Maria Schnabel – Kriegsopfer Kreativität
Als einer von tausenden Leidtragenden des Zweiten Weltkrieges muss der deutsch-baltische Komponist Alexander Maria Schnabel erst seine Heimatstadt Riga verlassen, später aus Posen vor der heranrückenden Roten Armee nach Deutschland fliehen. Notgedrungen lässt er dabei fast sein gesamtes Notenmaterial in Posen zurück. Die letzten Manuskripte, die er noch bei sich trägt, verliert Schnabel auf den Etappen seiner Reise. Seine Flucht rettet ihm das Leben, beendet aber für immer sein kompositorisches Schaffen. Musiker*innen des Orchesters der Komischen Oper Berlin hauchen seinen Stücken – zum Teil zum ersten Mal seit fast 100 Jahren – neues Leben ein.
 
Babylon Orchestra – Ein Klang der Zeit
Das 2016 in Berlin gegründete Babylon Orchestra hat sich im Zuge der Migrationsbewegung der vergangenen Jahre als Klangkörper zum Ziel gesetzt, einen künstlerischen und durch seine Zusammensetzung einen praktischen Beitrag zur interkulturellen Zusammenarbeit und zum gegenseitigen Verständnis zu leisten. Und so schafft das interkulturelle Ensemble mit seinem Repertoire einen mitreisenden neuen Klang, der europäische und nahöstliche Musik mit dem Sound einer Big Band und eines zeitgenössischen Orchesters verbindet.

SAFAR

Die Band SAFAR ist eine sechsköpfige Formation, die im Frühling 2016 in Kiel gegründet wurde. Drei Musiker der Band stammen aus Syrien, nämlich der Gitarrist Weiam Issa, der Percussionist Saad Alsayed und der Sänger Hani Zeada. Zusammen mit dem nepalesischen Gitarristen Pranesh Thapa und dem Kieler Saxophonisten Martin Seusing und Julian Isenbürger am Bass schaffen sie einen Sound, der moderne orientalische Musik mit westlichen Klängen verbindet.

BABYLON

Babylon Orchestra, gegründet im Jahr 2016, ist ein urbanes Berliner Fusion Ensemble, das europäische und nahöstliche Musik mit dem Sound einer Big Band und eines zeitgenössischen Orchesters verbindet. Ziel ist, die interkulturelle künstlerische Zusammenarbeit zu fördern und damit den verschiedenen musikalischen Traditionen und Kulturen einen Platz in einer gemeinsamen, neuen und einzigartigen Klangwelt der Gegenwart zu geben.

Dafür entwickelt das Ensemble ein Repertoire, das die traditionelle Musik des Nahen und Mittleren Ostens mit den musikalischen Kulturen Europas, und speziell urbanen Elementen der Berliner Musikszene in einen Dialog setzt. Somit bringt das Babylon Orchestra Menschen mit ihren Geschichten, Traditionen, Instrumenten, Rhythmen und Klängen in ein schöpferisches Miteinander und leistet damit einen Beitrag für ein tieferes Verständnis kultureller Werte, mit dem Wunsch, dass dadurch auch in Zukunft Dialoge der Toleranz und des respektvollen Umgangs miteinander entstehen können. Denn dies ist das zweite große Anliegen: eine persönliche Antwort zu finden auf eine sich verändernde Welt mit immensen gesellschaftlichen Herausforderungen. Das Babylon Orchestra steht für einen lebendigen und zeitgemäßen Transfer zwischen den Kulturen, seine künstlerische Vision steht gleichermaßen für seine Werte: Das Projekt möchte ein Beispiel für einen Dialog zwischen den Kulturen sein und zeigen, dass gemeinsames künstlerisches Schaffen eine Brücke bildet, die einen harmonischen, respektvollen und friedlichen interkulturellen Austausch ermöglicht, bei dem alle Beteiligten voneinander lernen und zugleich einzigartige künstlerische Formen entstehen lassen.

Spendenaktion

In der Pause und am Ausgang bitten wir Sie um eine Spende für das Projekt
»Gestärkt durch Bildung – Nachhilfe für traumatisierte Geflüchtete« des Zentrum ÜBERLEBEN