Otto Pichler

Gastchoreograph
Der gebürtige Österreicher erhielt seine Ausbildung an der Ballettschule des Landestheaters Salzburg sowie am Studio des Theaters an der Wien und ist seit 2000 ausschließlich als Choreograph und Regisseur tätig.
Als Choreograph arbeitete er u.a. am Theater Linz (Die Großherzogin von Gerolstein, Im weißen Rössl), Staatstheater Hannover (Anatevka, My Fair Lady, Das Rheingold), Staatstheater Wiesbaden (Orpheus und Eurydike), Schauspielhaus Wien (Das Schloss), an der Semperoper Dresden (Die Fledermaus, Penthesilea) sowie bei den Schwetzinger Festspielen (Ezio) und bei den Salzburger Festspielen (Mitridate). An der Oper Köln entwickelte er die Choreographien zu Turandot,Jonny spielt auf,Das schlaue Füchslein,Kiss me, Kate sowie Krieg und Frieden. Außerdem war er der Choreograph der Neuproduktion von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen unter der Regie von Günter Krämer an der Opéra Bastille in Paris. 
Mit Barrie Kosky entstanden weiters die Arbeiten Saul beim Glyndebourne Festival, Der Feurige Engel an der Bayerischen Staatsoper München sowie The Nose am Royal Opera House London.
Eigene Regiearbeiten: Jesus Christ Superstar, Jekyll and Hyde und Zwei Herzen im Dreivierteltakt (Landestheater Coburg), Hello Dolly (Landestheater Linz) sowie Csardasfürstin (Theater Augsburg, Theater Magdeburg).
An der Komischen Oper entwarf er die Choreographien für Kiss me Kate, Orpheus, Die sieben Todsünden, Ball im Savoy, Die schöne Helena sowie West Side Story, wo er auch für die Co-Regie verantwortlich zeichnete.

Deutschlandfunk
Julia Spinola, 04.12.2017
Eine Metapher für die ganze Menschheitsgeschichte
»Das Orchester der Komischen Oper wirft sich unter Koen Schoots mit Schwung, Witz und mit viel Schmelz in die Musik. Großartig sind auch die stilisiert russische und chassidische Traditionen aufgreifenden Tanzchoreografien von Otto Pichler, die weit über das Dekorative hinausgehen.«
Zur Radio-Kritik
Der Tagesspiegel
Frederik Hanssen, 04.12.2017
Gott sei Schrank
»Hopp und Manzel sind eine Idealbesetzung für dieses „Anatevka“-Ehepaar. Weil Kosky das von vielen langen Dialogen geprägte Stück als Schauspiel mit Musik betrachtet. Einerseits. Andererseits holt er – und ist dabei so charmant inkonsequent wie sein Hauptdarsteller – den Broadway an die Behrenstraße, entfesselt mit Hilfe seines Leib-und-Magen-Choreografen Otto Pichler grandiose Massenszenen. ... Fantastisch, wie flexibel das Orchester der Komischen Oper ist, wie stilsicher sie den Klezmer-Sound treffen. Grandios, wie sich das Geschehen auf der Szene atmosphärisch dazu fügt, wie die Ensemblemitglieder in diesen folkloristischen Genrebildern noch die allerkleinste Nebenrolle durch ihre darstellerische Detailgenauigkeit veredeln … Barrie Kosky hat keine Angst vor der großen Geste, wenn er diese Geschichte erzählt, die ihm so nah ist. Er wagt es, ganz offen rührselig zu sein, ja den Kitsch zu streifen...«
Zur Kritik