Wissenschaft & Kunst

Salon der Komischen Oper Berlin
und der Schering Stiftung

Im Foyer der Komischen Oper Berlin treffen seit der Spielzeit 2014/15 Kunst auf Wissenschaft und Theorie auf Unterhaltung. Die Komische Oper Berlin und die Schering Stiftung veranstalten in loser Anbindung an den aktuellen Spielplan abendliche Salongespräche mit renommierten Wissenschaftler*innen zu Themen, die sowohl die Wissenschaft als auch die Opernwelt bewegen. Zu einer lockeren Diskussionssituation, wie sie die Salons des 19. Jahrhunderts prägte, tragen eine variierende Gesprächsdramaturgie und verschiedene künstlerische Interventionen zum Thema des Abends bei.

Seit der Spielzeit 2017/18 wird der Salon der Komischen Oper Berlin und der Schering Stiftung von der Gegenbauer Holding gefördert.

Die Salongespräche in der Spielzeit 2018/19

Mo, 5. November 2018, 19:30 Uhr
Erhebet die Stimme!
Von Kehlen, Klängen und Kommunikation
Die Stimme verleiht dem Gesagten eine Farbe. Sie lässt uns sprechen, schreien, krächzen, singen und ist natürlich integraler Bestandteil der Kunstform Oper. Zwei kleine Muskelstränge, die sich bei jedem Menschen ähneln. Doch wie funktioniert dieses  lebendige und rätselhafte »Instrument« überhaupt? Und warum kann uns der eine Stimmklang betören, während der andere uns in den Wahnsinn treibt? Warum sind manche von der dramatischen Wagner-Sängerin entzückt, während andere den knarzigen Klang eines Tom Waits bevorzugen? Und »stimmt« es überhaupt, dass nur die lautesten Schreie gehört werden? Wie steht es derzeit um die leisen Stimmen in Politik und Gesellschaft? Muss vielleicht gerade die Oper als Ort der differenzierten und nuancierten Stimmbildung fungieren?
Gäste: Prof. Dr. Julia Fischer (Biologin, Primaten- und Verhaltensforscherin), Prof. Dr. Doris Kolesch (Theaterwissenschaftlerin)
Moderation: Simon Berger und Sina Dotzert
Der Salon ist Teil der Berlin Science Week 2018

Mo, 7. Januar 2019, 19:30 Uhr
Lasst es krachen!
Salon über unsichtbare Kräfte in der Physik und auf der Bühne
Energie auf der Bühne und physikalische Energie scheinen zwei verschiedene Phänomene zu sein. Oder ist die theatrale Energie doch mehr als eine Metapher? Worin genau besteht sie? Was verbindet sie mit ihrer physikalischen Begriffsverwandten? Wie lassen sich diese beiden immateriellen Phänomene überhaupt fassen? Und warum wird der Energiebegriff in unseren Breitengraden fast ausschließlich in Diskursen der Ökonomisierung (Energieverschwendung versus Energiesparen) gebraucht? Helfen womöglich Begriffe wie »Chi«, »Ki«, »Prana« weiter, um dem Geheimnis der Energie auf die Schliche zu kommen?
Gäste: Prof. Dr. Klaus Lips (Physiker), Prof. Dr. Barbara Gronau (Theaterwissenschaftlerin)
Moderation: Ulrich Lenz und Rainer Simon

Mo, 15. April 2019, 19:30 Uhr
Platz da!
Salon über Raum und Raumgestaltung
Die Bühne ist zuerst einmal ein leerer Raum, in dem die unterschiedlichsten Räume und Orte entstehen können – realistische, fantastische, psychologische, symbolische,
abstrakte oder aber sehr konkrete. Die nahezu endlosen Gestaltungsmöglichkeiten der Opernbühne rufen ins Bewusstsein, dass jeglicher Raum ein gestaltbarer ist, dass wir auch jenseits der Bühne fantastische Welten schaffen und Utopien realisieren können. Wie könnten diese heute aussehen? In welchen Räumen, in welchen Städten möchten wir leben? Welche Verfahren wenden Bühnenbildner*innen, welche Architekt*innen und welche Stadtplaner*innen an? Und wie wirken sich deren Strategien und Konzepte auf unser Leben aus? Heißt Raum gestalten zugleich auch Gesellschaft gestalten? Anlässlich des 100. Geburtstags des Bauhauses und angesichts diverser Miet-, Wohnraum-, Gentrifizierungs- und Stadtentwicklungsdebatten lohnt es sich, diese alten Fragen neu zu stellen. Denn: Die Revolution geht vom Grundriss aus!
Gäste: Klaus Grünberg (Bühnenbildner und Lichtdesigner), Prof. Dr. Susanne Hauser (Kulturwissenschaftlerin)
Moderation: Simon Berger und Rainer Simon

Mo, 3. Juni 2019, 19:30 Uhr
Das haut euch weg!
Salon über Körperlichkeit und Körperkult im Theater und im Stadion
Oper ohne Körper geht nicht – Fußball ebenso wenig. Auf der Bühne und auf dem Feld singen, spielen, gehen, kriechen und tanzen trainierte Körper – parallel dazu schwitzen, fühlen, denken, wippen, fiebern die Zuschauermassen mit. Was zeichnet die körperliche Erfahrung in der Oper aus? Was zieht so viele Menschen in die Sportstadien? Was verbindet beides mit anderen Aufführungen, Ereignissen und Ritualen? Wie funktioniert kollektives Erleben und wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede zwischen Theater und Stadion im Hinblick auf Emotionen? Seit wann geht es in der Oper so gesittet zu? Wieso singen die Zuschauenden im Stadion mit, in der Oper aber nicht? Und wo lässt es sich schöner jubeln oder weinen?
Gäste: Prof. em. Dr. Dr. h. c. Erika Fischer-Lichte (Theaterwissenschaftlerin), Prof. Dr. Christian von Scheve (Soziologe)
Moderation: Maximilian Hagemeyer und Sina Dotzert

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