Claude Debussy

Pelléas et Mélisande

Drame lyrique in fünf Akten [1902] 
Barrie Kosky inszeniert das symbolistische Meisterwerk des Fin de Siècle

Presseinformation 2017/18 | acr
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Die fragile Geschichte der verbotenen Liebe der weltverlorenen Mélisande und des naiven Prinzen Pelléas gewahrt einen tiefen Blick in die Verstrickungen der entzündeten menschlichen Seele am Rande eines neuen Zeitalters. Hochsensibel für das leise mitschwingende Grauen und stets auf Tuchfühlung mit dem rätselhaft-mehrdeutigen Text Maurice Maeterlincks tritt Claude Debussys Vertonung in einen musikalisch vielschichtigen Dialog mit dem psychologischen Märchendrama des belgischen Symbolisten.

Der 30-jahrige Debussy hatte 1893 die Pariser Uraufführung von Maeterlincks Bühnenstück besucht und war sich nach langem, ergebnislosen Suchen endlich sicher: Dies war der Stoff für seine erste Oper. Maeterlinck, der von sich selbst sagte, er stünde »vor einer Beethoven-Sinfonie wie ein Blinder im Museum«, ließ Debussy freie Hand. Debussy, der stets darunter litt, nur in der genau passenden Stimmung an einem Werk arbeiten zu können, brauchte neun Jahre, ehe das Werk 1902 auch als Oper seine Uraufführung feiern konnte. Debussy war ein Werk gelungen, das in seiner großen Delikatesse der Sprachbehandlung ganz in der Tradition der französischen Oper stand und gleichzeitig durch und durch modern war. Jede seelische Regung aufs Genauste dem Text abhorchend, die Gesangslinien akribisch an der Wortmelodie ausgerichtet und in die feinsten Klangfarben übertragen, die Lücken des Ungesagten mit kunstvoll gesetzten Momenten der Stille beantwortend, war ihm ein Jahrhundertwerk gelungen. Es sollte Debussys einzige vollendete Oper bleiben.

Barrie Kosky blickt in die ahnungsvollen Abgründe der menschlichen Seele und nimmt sich eines der symbolistischen Meisterwerke des Fin de Siècle an. Nadja Mchantaf, die als Cendrillon, Tatjana und Rusalka die Herzen im Sturm eroberte, ist als Mélisande an der Seite von Publikumsliebling Dominik Köninger zu erleben. Koskys Inszenierungsansatz folgt ganz dem Prinzip der Reduktion auf das Wesentliche. Er will seine Figuren dem Blick und dem Ohr des Publikums preisgeben und die Aufmerksamkeit auf den Menschen legen, der – kaum mehr in der Lage, seine hervorbrechende verdrängte Lust und zügellose Brutalität im Griff zu halten – seiner innerlichen Verworrenheit ganz und gar ausgeliefert ist.
Termine
Premiere: So, 15. Okt 2O17, 18 Uhr
Einführungsmatinee
So, 1. Okt 2O17, 12 Uhr (ab 10 Uhr Opernfrühstück)

Weitere Vorstellungen:
21. / 28. Okt; 17. Nov; 2. / 14. / 23. Dez 2017
12. Jul 2017

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