Flucht I - Vom Auswandern

Eine Konzert-Trilogie
Wie lässt sich das Thema Flucht musikalisch fassen? Wie aus der Perspektive eines Komponisten, einer Musikerin – oder gar eines Werkes darstellen? Zuschauer*innen und Musiker*innen kommen auf der Bühne der Komischen Oper Berlin zusammen, um sich diesem vielschichtigen Thema im engen Austausch von ganz unterschiedlichen Seiten zu nähern. Neben der Musik spielt auch das Gespräch mit den Mitwirkenden eine wesentliche Rolle. Es geht um die eigenen (Flucht-)Geschichten eben dieser Mitwirkenden, aber auch um die der gespielten Komponisten und Werke. Das Auftakt-Konzert des auf drei Teile angelegten Projekts handelt »Vom Auswandern«. Die folgenden Konzerte widmen sich dem Einwandern und dem Bleiben.

Ein Blick auf die letzten 200 Jahre deutsche Geschichte genügt, um zu begreifen, dass Deutsch-land zu verschiedenen Zeiten auch ein Emigrationsland war. Und dies nicht nur zwischen 1933 und 1945, sondern beispielsweise auch nach der Märzrevolution Mitte des 19. Jahrhunderts oder in der DDR in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Unter den Flüchtenden waren auch Künstler*innen und ihre Kunst.

Im Sommer vor 30 Jahren gastierte die Komische Oper Berlin in London mit Der verkauften Braut, Orpheus und Eurydike und Ritter Blaubart im Gepäck. Obwohl im Laufe der 1980er Jahre nur wenige Ensemblemitglieder aus der Enge der DDR geflohen waren, kehrten ausgerechnet von diesem Gastspiel gleich vier Musiker*innen nicht wieder nach Ost-Berlin zurück. Gemeinsam mit dem Kammerorchester der Komischen Oper Berlin spielen drei dieser vier Geflüchteten Musik von Bedřich Smetana, Christoph Willibald Gluck und Jacques Offenbach – Ausschnitte aus den Werken des damaligen Gastspiel-Repertoires. Die beiden anderen Teile des Konzerts widmet sich der Person Richard Wagners, der seine Wesendonck-Lieder im Schweizer Exil komponierte, und der Musik des jüdischen Schellack-Platten-Labels Semer, das in Berlin immerhin bis 1938 überlebte. Neben Ensemblemitglied Karolina Gumos und Dirigent Stefan Sanderling ist das Semer-Enemble unter der Leitung von Alan Bern und mit dem Diskografen und Jazz-Historiker Rainer Lotz an diesem besonderen Abend zu erleben.

Schirmherrin der Konzertreihe ist Katrin Göring-Eckardt, Mitglied des Bundestages und Frakti-onsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

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