Flucht II - Vom Einwandern

Eine Konzert-Trilogie
So, 26. Januar 2O2O, 19 Uhr, auf der Bühne

In drei Konzerten erzählen Musiker*innen mit unterschiedlichsten Fluchthintergründen, aus unterschiedlichen Ländern kommend, in unterschiedlichen Ländern lebend, anhand ihrer Geschichten und durch Musik von ihren jeweiligen Lebenswegen.
Deutschland war und ist Ziel vieler Geflüchteter – doch nicht nur aus den bekannten Kriegs- und Krisengebieten und nicht erst seit 2015. In Flucht II treten Musiker*innen auf, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten sowohl von der arabischen Halbinsel oder aus Nordafrika, aber auch z. B. aus Osteuropa nach Deutschland geflohen sind. So wird das Thema Nr. 1 in der politischen Diskussion der letzten Jahre – Flucht – an der Komischen Oper Berlin zum zweiten Mal Gegenstand von ganz unterschiedlichen musikalischen Begegnungen.


Flucht II – Vom Einwandern
Safar – Eine kulinarisch-musikalische Reise
Ein Barkeeper und ein Koch verlassen ihre syrische Heimat auf der Suche nach einem Leben ohne Bürgerkrieg. Ihre Flucht führt sie auf verschiedenen Wegen bis nach Kiel, wo die beiden nicht nur über ihre gemeinsame Leidenschaft für Kulinarik, sondern auch musikalisch in der Band Safar (dt. für Reise) zusammenfinden. Gemeinsam mit dem syrischen Sänger Hani Zeada und dem deutschen Saxofonisten Martin Seusing bewegen sich Saad Alsayed und Weiam Issa mit ihrer Band Safar quer durch das weite musikalische Feld arabischer Kulturen und der Musiktraditionen Europas.

Alexander Maria Schnabel – Kriegsopfer Kreativität
Als einer von tausenden Leidtragenden des Zweiten Weltkrieges muss der deutsch-baltische Komponist Alexander Maria Schnabel erst seine Heimatstadt Riga verlassen, später aus Posen vor der heranrückenden Roten Armee nach Deutschland fliehen. Notgedrungen lässt er dabei fast sein gesamtes Notenmaterial in Posen zurück. Die letzten Manuskripte, die er noch bei sich trägt, verliert Schnabel auf den Etappen seiner Reise. Seine Flucht rettet ihm das Leben, beendet aber für immer sein kompositorisches Schaffen. Musiker*innen des Orchesters der Komischen Oper Berlin hauchen seinen Stücken – zum Teil zum ersten Mal seit fast 100 Jahren – neues Leben ein.

Babylon Orchestra – Ein Klang der Zeit
Das 2016 in Berlin gegründete Babylon Orchestra hat sich im Zuge der Migrationsbewegung der vergangenen Jahre als Klangkörper zum Ziel gesetzt, einen künstlerischen und durch seine Zusammensetzung einen praktischen Beitrag zur interkulturellen Zusammenarbeit und zum gegenseitigen Verständnis zu leisten. Und so schafft das interkulturelle Ensemble mit seinem Repertoire einen mitreißenden neuen Klang, der europäische und nahöstliche Musik mit dem Sound einer Big Band und eines zeitgenössischen Orchesters verbindet.

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