SPIELZEIT 2021/22

Barrie Kosky präsentiert eine pralle Abschiedssaison zum Ende seiner Intendanz


Von Musiktheaterklassikern über einen griechischen Mythos im Gewand der Oper des 20. Jahrhun-derts und eine jiddische Musiktheaterrevue bis hin zu neuen Werken: In seiner letzten Saison als Intendant serviert Barrie Kosky ein üppiges Menü mit 11 Neuproduktionen, 8 Sinfoniekonzerten und rekordverdächtigen 14 Wiederaufnahmen, darunter einige der markantesten Inszenierungen seiner Intendanz.

»Diese Spielzeit ist meine letzte als Intendant und Chefregisseur. Wie eine Aufführung so kommt auch meine Intendanz langsam zu einem Ende. Das ist kein Grund für Melancholie, für Nostalgie oder Beweihräucherung, sondern ein ganz natürlicher und notwendiger Vorgang. Aufführungen müssen enden, damit neue, spannende Theateraugenblicke entstehen können. Intendanzen müssen enden, damit neue künstlerische Wege eingeschlagen werden können. So freue ich mich auf diese letzte Spielzeit wie auf eine letzte Szene – ohne Wehmut, sondern mit Neugier und erfüllt von den besonderen Momenten der letzten Jahre. Und ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, drei wichtige Neuproduktionen, die durch die Pandemie in den vergangenen Monaten abgesagt werden mussten, in meine Abschiedssaison zu verschieben«, sagt Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky.


Premieren

Bei den Neuproduktionen der Spielzeit dominiert das Musiktheater des 20. und 21. Jahrhunderts: Bevor Barrie Kosky seine brandneue Lesart von Kurt Weills und Bertolt Brechts Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (1930) mit Allan Clayton als Jim Mahoney präsentiert, überlässt er die Saisoneröffnung Evgeny Titov. Titov debütiert mit einem weiteren einzigartigen Werk des 20. Jahrhunderts: Œdipe (1936) aus der Feder des rumänischen Komponisten George Enescu, Leigh Melrose übernimmt die Titelpartie. Mit der Kinderoper Die Zaubermelodika des finnischen Jazzkomponisten Iiro Rantala kommt im Herbst erneut ein Auftragswerk der Komischen Oper Berlin zur Uraufführung, dicht gefolgt von Jetske Mijnssens Neuinszenierung von Katja Kabanowa (1921) mit Annette Dasch in der Titelpartie. In Zusammenarbeit mit der türkischen Musikgruppe Kardeş Türküler entsteht mit dem szenischen Brecht-Konzertprojekt Üçüncü mevki – Im Wagen dritter Klasse ein weiteres neues Werk. Ex-Intendant Andreas Homoki bringt die spätromantische Musiktheaterkomödie Schwanda, der Dudelsackpfeifer (1927) auf die Bühne. Die Blume von Hawaii (1931) bildet den Abschluss der Paul-Abraham-Reihe bei den konzertanten Operettenproduktionen.
Drei »Klassiker« und eine absolute Wiederentdeckung in Revue-Form runden das Programm ab: Im Dezember ist endlich die Salzburger Kosky-Operetten-Erfolgsproduktion Orpheus in der Unterwelt in Berlin zu erleben. Das neue Jahr eröffnet schließlich mit der Rückkehr von Regisseur Damiano Michieletto und einem weiteren Werk zum Orpheus-Mythos: Glucks Orfeo ed Euridice. Zum Saisonfinale präsentiert Noch-Hausherr Barrie Kosky dem Berliner Publikum neben Verdis Falstaff mit Scott Hendricks in der Titelpartie eine ganz besondere Delikatesse: In Barrie Kosky’s All-Singing, All-Dancing Yiddish Revue lässt er gemeinsam mit Wegbegleiter*innen wie Dagmar Manzel, Katharine Mehrling, Max Hopp, Helmut Baumann, den Geschwistern Pfister und Ruth Brauer-Kvam die jüdisch-amerikanische Kultur der Nachkriegszeit auferstehen – natürlich auf Jiddisch!

Konzerte

Ainārs Rubiķis dirigiert in seiner letzten Spielzeit als Generalmusikdirektor insgesamt vier der acht Sinfoniekonzerte mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin und begrüßt dazu unter anderem renommierte Solist*innen wie die Violinistinnen Viviane Hagner und Baiba Skride, den Pianisten Tzimon Barto und die Akkordeonistin Ksenija Sidorova. Das Neujahrskonzert stellt Ainārs Rubiķis unter das Motto »Cinema!«. Die Konzertsaison eröffnet im September der finnische Pianist und Komponist Iiro Rantala, dessen Kinderoper Die Zaubermelodika ab November als Uraufführung zu erleben sein wird, mit seinem Landsmann Tarmo Peltokoski am Pult. Die Trompeterin Tine Thing Helseth kehrt an die Komische Oper Berlin zurück, die Dirigent*innen Xian Zhang und Joshua Weilerstein geben ihre Hausdebüts, ebenso wie der Cellist Daniel Müller-Schott unter der Leitung von Axel Kober. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Violinist Daniel Hope.

Repertoire und Wiederaufnahmen

In Barrie Koskys letzter Spielzeit als Intendant kehren viele seiner erfolgreichen Inszenierungen der letzten neun Jahre zurück, einige nach längeren Pausen, darunter Orpheus aus der »Monteverdi-Trilogie«, mit der er 2012 seine Amtszeit eröffnete; Ball im Savoy, Die schöne Helena mit FAUST-Preisträgerin Nicole Chevalier in der Titelpartie, Die Nase, Jewgeni Onegin sowie Les Contes d’Hoffmann. Das weitere Repertoire reicht von Anatevka über Die Perlen der Cleopatra, Don Giovanni und Der »Zigeuner«baron bis zur Zauberflöte. Und natürlich steht auch die Kinderopern-Erfolgsproduktion der Saison 2019/20 wieder auf dem Spielplan: Michael Endes »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer«.

Vorverkaufsbeginn und neue Vorverkaufsregelung

Der offizielle Vorverkauf startet am Sonntag, 15. August 2021, 11 Uhr.

Um bei Bedarf besser auf aktuelle Gegebenheiten in der Pandemie reagieren zu können, wird der Vorverkauf in der kommenden Saison vorerst nur monatsweise möglich sein und beginnt jeweils am 15. eines Monats für den Folgemonat. Abhängig von der allgemeinen Entwicklung wird die Regelung gegebenenfalls im Laufe der Spielzeit angepasst.

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