15.05.2019

Paul Abrahams Fußball-Operette »Roxy und ihr Wunderteam« | Premiere: 31.5.

Die Geschwister Pfister sind zurück an der Komischen Oper Berlin | Im bewährten Team mit Regisseur Stefan Huber und Dirigent Kai Tietje
Premiere: Freitag, 31. Mai 2019 | 19:30

Die Mannschaft von Kapitän Gjurka Karoly feiert gerade den Sieg über das englische Team, da platzt die selbstbewusste Roxy ins Hotelzimmer der Fußballer – eine Braut auf der Flucht vor ihrer Hochzeit. Kurzerhand wird Roxy im Gepäck verstaut und mit ins ungarische Trainingslager genommen. Doch Ex-Bräutigam Bobby und Onkel Sam Cheswick – die personifizierte schottische Sparsamkeit – heften sich an ihre Fersen. Der eine, weil er seiner zukünftigen Ehegattin hinterhertrauert, der andere, weil er die aussichtsreiche Verbindung zum Sohn eines einflussreichen Automatenbuffets-Herstellers flöten gehen sieht. Doch auch Mannschaftskapitän Gjurka Karoly sieht sich vor Herausforderungen gestellt: Zum einen gilt es die Mannschaft für die Revanche gegen das englische Team fit zu machen – was nicht leichter wird, als sich ein Mädchenpensionat im gleichen Landhaus wie die Fußballer einnistet. Zum anderen entdeckt Gjurka ungeahnte Gefühle für die neue Teamkameradin ...

Paul Abrahams Operette wurde unter dem Titel 3:1 für die Liebe 1936 in Budapest uraufgeführt, also nur wenige Jahre nach seinem Durchbruch in Berlin mit den drei Operetten Viktoria und ihr Husar, Blume von Hawaii und Ball im Savoy und nach Abrahams unfreiwilliger Rückkehr in seine ungarische Heimat im Zuge der Machtübernahme der Nationalsozialisten. 1937 bringt Abraham sein neustes Werk als Roxy und ihr Wunderteam in Wien zur deutschsprachigen Erstaufführung, stilecht im Beisein der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft. Die von den Nationalsozialisten propagandistisch genutzte Austragung der Olympischen Spiele 1936 geben Abraham und seinen Librettisten Alfred Grünwald und Hans Weigel reichlich Stoff für eine parodistische Sportoperette mit Sitte und Moral als ergiebigem Ziel für unterhaltsamen Spott!

Verwandlungen und das Spiel mit »Sitte und Moral« sind Markenzeichen der Geschwister Pfister, und so darf man gespannt sein auf Ursli Pfister (Christoph Marti) als Roxy, die 11 Männer zum Tanzen bringt, auf Toni Pfister (Tobias Bonn) als singenden und tanzenden Fußball-Kapitän und auf Fräulein Schneider (Andreja Schneider) als resolute Pensionatsleiterin. Regisseur Stefan Huber und Dirigent und Arrangeur Kai Tietje bringen das Trio nach den Erfolgen Clivia und Heute Nacht oder nie nun zum dritten Mal gemeinsam auf die Bühne der Komischen Oper Berlin.
12.04.2019

Moritz Eggerts neue Oper »M – Eine Stadt sucht einen Mörder«: Barrie Kosky inszeniert erstmals in Berlin ein Auftragswerk / Premiere: 5.5.

Musiktheater zwischen Oper, Hörspiel und Großstadtsinfonie nach Fritz Langs Film | Uraufführung unter der Leitung von Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis
Premiere: Sonntag, 5. Mai 2019 | 19 Uhr

Fritz Langs berühmter Kriminalfilm M – Eine Stadt sucht einen Mörder aus dem Jahre 1931 wird zum Ausgangspunkt einer neuen, ungewöhnlichen Oper. Die Vertonung des mehrfach ausgezeichneten Pianisten und Komponisten Moritz Eggert basiert auf einem Libretto, das Textpassagen des Drehbuchs mit Kinderliedern und Gedichten von Walter Mehring kombiniert. Anders als im Film steht im Zentrum des Werks der Mörder. Und auch Eggerts Partitur will neue Wege beschreiten: Sprache, Geräusche und Musik vereinigen sich zu einem irisierenden Klanggemälde, das die Opernbesucher*innen mithilfe eines elektronisch verstärkten und teilweise verfremdeten Surround-Klangs in den Kopf des Mörders entführt. Eine wilde Mischung aus liedartigen Melodien, sphärischen Klangräumen, Drehorgeln, Jazz und Synthesizern ergeben ein Stadt-Klangbild, das gleichermaßen die bedrohlich empfundene Außenwelt schildert wie es inneres Seelengemälde des Gejagten ist.
09.01.2019

Barrie Kosky inszeniert Puccinis »La Bohème«

Ensemblemitglied Nadja Mchantaf debütiert als Mimì | Dirigent: Jordan de Souza
Premiere: Sonntag, 27. Januar 2019 | 19 Uhr (mit Live-Stream auf www.OperaVision.eu)

Lebenslust im Angesicht des Todes – La Bohème ist eine bewegende Hommage an die Kunst, das Leben und seine Flüchtigkeit. Puccinis 1896 uraufgeführtes Meisterwerk schildert große Gesellschaftsbilder in realistischen Klangfarben, kontrastiert Momente zwischen Armut und Vergnügen im Pariser Großstadt-Leben mit Augenblicken zarter Innerlichkeit und überwältigender Gefühlsausbrüche, aber auch mit der egoistischen Kälte der Jugend.

Regisseur Barrie Kosky erzählt La Bohème als eine zeitlose Geschichte in einem abstrakt-historischen Paris um 1850, der Entstehungszeit von Henri Murgers Scènes de la vie de bohème, die die Grundlage der Oper bildeten. Dabei wird die kurz zuvor entwickelte Technik der Daguerreotypie, einer frühen Form der Fotografie, zum zentralen Gestaltungselement der Ausstattung von Rufus Didwiszus (Bühne) und Victoria Behr (Kostüm). Ihr visueller Charakter zeichnet sich durch metallische Oberflächen und eine grau-schwarze Farbigkeit aus. Die einst so überraschend lebensnahen, heute aber stark verblassten Abbilder werden in Koskys Inszenierung zum Sinnbild für Vergänglichkeit: ein vergängliches Leben, eine vergängliche Jugend, eine vergängliche Liebe …

Ein junges Ensemble verkörpert Leben, Liebe und Leiden der Figuren zwischen Lebenslust und Überlebenskampf: Ensemblemitglied Nadja Mchantaf gibt nach ihren großen Erfolgen als Rusalka, Cendrillon und Tatjana ihr Rollendebüt als Mimì, an der Seite des österreichisch-australischen Tenors Gerard Schneider als Rodolfo. Als Musetta und Marcello sind die Ensemblemitglieder Vera-Lotte Böcker und Günter Papendell zu erleben. Ab 14. Februar 2019 singt die Premierenbesetzung im Wechsel mit Heather Engebretson (Mimì), Huw Montague Rendall (Marcello), Hera Hyesang Park (Musetta) sowie Jonathan Tetelman (Rodolfo, ab 30.4.)

Musikalisch spüren Barrie Kosky und Jordan de Souza am Pult des Orchesters der Komischen Oper Berlin in der fünften La-Bohème-Inszenierung in der Geschichte des Hauses – der ersten in italienischer Sprache – unter den Aufführungstraditionen und -routinen den ursprünglichen Intentionen von Puccinis Musik nach. Jenseits von inflationär eingesetzten Rubati und langgezogenen Tempi, die sich bei der musikalischen Interpretation vielfach eingebürgert haben, legen sie den Schwerpunkt auf den erzählerischen Charakter der Partitur, auf das musikalisch Konkrete der dramatischen Handlung und der geschilderten Gefühle.

Die Premiere von La Bohème wird als zweiter Stream der laufenden Spielzeit über www.OperaVision.eu live übertragen und ist dort nach der Premiere noch 6 Monate abrufbar. Die letzte geplante Übertragung dieser Saison ist die Uraufführung von Moritz Eggerts M – Eine Stadt sucht einen Mörder (Regie: Barrie Kosky) am 5. Mai 2019.
Mehr Musik, weniger verstrickte Handlung, aber garantiert voller Unterhaltungswert: Seit 2012 präsentiert die Komische Oper Berlin jedes Jahr um die Weihnachtstage eine Operette im unvergleichlichen Kompaktformat – konzertant, von erfahrenen Dramaturgen auf den musikalischen und inhaltlichen Punkt gebracht und packend moderiert von einem Gast, der einen Ausflug in die Welt der Operette wagt. Nachdem fünf Jahre lang Werke von Emmerich Kálmán zu erleben waren, startete im letzten Jahr mit Märchen im Grand-Hotel überaus erfolgreich ein Paul-Abraham-Zyklus. Mit Viktoria und ihr Husar steht in diesem Jahr am 23. und 30. Dezember nun das Stück von Abraham auf dem Spielplan, mit dem der Komponist jüdisch-ungarischer Herkunft 1930 vom Berliner Metropol-Theater, der heutigen Komischen Oper Berlin, aus seine leider nur kurz währende Weltkarriere startete. Als Moderator in diesem Jahr mit von der Partie: Der bekannte Schauspieler Gerd Wameling, der es sich nicht nehmen lässt, die eine oder andere musikalische Nummer selbst zu singen. Professionell-musikalische Unterstützung erhält er dabei unter anderem von den Ensemblemitgliedern Johannes Dunz, Vera-Lotte Böcker, Alma Sadé und Peter Renz sowie den Chorsolisten und dem Orchester der Komischen Oper Berlin unter der Leitung von Operettenspezialist Stefan Soltész.

Viktoria und ihr Husar ist ein Weltstück: Die Handlung führt von Sibirien über Tokyo und St. Petersburg bis in das ungarische Dörfchen Doroszma. Gleich zu Beginn flieht der Husarenrittmeister Stefan Koltay aus russischer Gefangenschaft nach Japan, wo er seine große Liebe Viktoria wiedertrifft. Die war ihm während des Krieges abhandengekommen und ist nun wohl endgültig weg, da samt Ehering an den amerikanischen Botschafter John Cunlight (Wameling) vergeben. Allerlei Liebes- und Paarverwicklungen nehmen ihren Lauf, vor allem aber diplomatische Bemühungen raffiniertester Natur, die von Tokyo nach St. Petersburg führen, tief in den Rachen des russischen Geheimdienstes hinein. Ob Viktoria ihren Husar wohl kriegt? Nur so viel sei verraten: Am Ende treffen sich alle Beteiligten in Ungarn wieder. Und wo, wenn nicht in der emotionalen Heimat der Operette, könnten die Herzen endlich ihre ultimativen Partner fürs Leben finden?

In Paul Abrahams Musik trifft nostalgisches Operettentimbre auf fetzigen Charleston und pulsierenden Jazz. Das ist einer der Gründe, warum Barrie Koskys Inszenierung von Abrahams Ball im Savoy auch über fünf Jahre nach ihrer umjubelten Premiere 2013 ein absoluter Kracher ist und im Frühjahr 2019 auf den Spielplan zurückkehrt. Auch musikalisch lädt Viktoria und ihr Husar zu einer Reise kreuz und quer über den Globus und präsentiert eine weitere Facette von Abrahams schillernden Œuvre: Dank der farbenreichen Klänge werden die Schauplätze in der Musik greifbar. In Japan mischen sich exotische fernöstliche Töne in die Partitur, in Russland seufzen schwermütige Chöre, in Ungarn blitzt der Csárdás auf.

Weitere Informationen zu Besetzung, Terminen und Ticketpreisen sowie zum Werk auf den folgenden Seiten
02.11.2018

Barrie Kosky inszeniert Leonard Bernsteins »Candide« / Premiere: 24.11.

Allan Clayton, Nicole Chevalier und Anne Sofie von Otter | Dirigent: Jordan de Souza
Premiere: Samstag, 24. November 2018 | 19.30 Uhr

Knall auf Fall muss der nicht ganz so wohlgeborene Candide nach der Enthüllung seiner Liebe zur adligen Kunigunde die geliebte Heimat verlassen. Er begibt sich auf eine Reise durch die alte und die neue Welt, von Bulgarien bis Lissabon, von Brasilien bis Venedig, wo ihm nichts anderes als haarsträubende Grausamkeit von Natur und Mensch begegnet – Mord, Krieg, Erdbeben … Angetrieben durch den unverwüstlichen Optimismus seines Lehrers Pangloss lässt sich Candide von nichts in seinem Glauben an das Gute und an die Liebe zu Kunigunde beirren. Er bleibt fest davon überzeugt, er lebe »in der besten aller möglichen Welten«. Als er schließlich Kunigunde in die Arme schließen darf, heißt es für ihn »Wir bau’n ein Haus und pflanzen Mut, bis unser Garten blüht!«

Also Ende gut, alles gut – oder?

Nach dem durchschlagenden Erfolg seiner von aller Patina befreiten West Side Story widmet sich Barrie Kosky einem weniger bekannten Werk Leonard Bernsteins, das lange zwiespältig aufgenommen wurde. Während Bernstein mit der 1957 uraufgeführtenWest Side Story vor allem die amerikanische Musiktradition in all ihren Formen feierte, konzipierte er Candide hingegen fast zeitgleich als ähnlich vielschichtige Hommage an die europäische Musik. Er wählte eine ungewöhnlich anspruchsvolle Vorlage: Voltaires satirische Novelle Candide ou l’Optimisme von 1759, ein Meilenstein der europäischen Aufklärung, vereint eine Vielzahl literarischer Genres zu einer absurden Abenteuergeschichte mit doppeltem Boden. Scharfzüngig, stets mit der Wirklichkeit im Blick, kritisierte Voltaire hier die weltbejahenden Lehren deutscher Philosophen wie Gottfried Wilhelm Leibniz. Während West Side Story von Anfang an ein Erfolg war, galt Candide seit der Uraufführung 1956 erst einmal als Flop. Dies lag weniger an der Musik, in der Bernstein kongenial eine Vielzahl von Stilen und Genres kombinierte, sondern am Libretto. Mehrfach wurde es überarbeitet – mit verhaltenem Erfolg. Seit 1999 liegt eine Version vor, die sich mit dem scharfen Humor ihrer Dialoge am Voltaireschen Original orientiert und so Bernsteins oft nicht minder ironisch-parodistische Musik und deren Vielfalt voll zur Geltung bringt. Die deutsche Übersetzung von 2017 bildet die Grundlage für die Berliner Neuproduktion.

Menschenhandel und Prostitution, Krieg und Gewalt, Armut und Reichtum, Flucht und Heimat, Liebe und Glauben – die Themen, die Candide mal beißend ironisch oder zynisch, mal rührend oder einfach nur absurd aufgreift, sind zeitlos. In einer wilden Achterbahnfahrt mit mehr als 800 Kostümen auf fast leerer Bühne schlägt Barrie Kosky in seiner Inszenierung von Candide – für ihn »die große amerikanische Operette des 20. Jahrhunderts« – einen Bogen von Voltaire bis in unsere Gegenwart. Neben Choreograph Otto Pichler, Bühnenbildnerin Rebecca Ringst und Kostümbildner Klaus Bruns unterstützt ihn dabei eine Reihe außergewöhnlicher Sängerdarsteller*innen, darunter Franz Hawlata (Dr. Pangloss), Allan Clayton (Candide) und Nicole Chevalier (Kunigunde). Als Die alte Frau wird Anne Sofie von Otter zu erleben sein. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Jordan de Souza.

Weitere Informationen zu Team, Besetzung, Terminen und Ticketpreisen sowie zum Werk in der vollständigen Pressemeldung
Premiere der Berliner Fassung: Sonntag, 28. Oktober 2018 | 16 Uhr

Mit Der Zauberer von Oz kommt in diesem Herbst die neue Kinderoper von Pierangelo Valtinoni an die Komische Oper Berlin und erzählt den Märchenklassiker von Lyman Frank Baum als farbenfrohe Musiktheaterreise für kleine und große Opernbesucher ab 6 Jahren.

Ein Wirbelsturm über der Steppe von Kansas entführt das Häuschen mitsamt der kleinen Dorothy und ihrem Hündchen Toto in das weit entfernte Land Oz. Hier leben sprechende Mäuse, fliegende Affen, gute und böse Hexen und ein geheimnisvoller Zauberer. Nur er, so heißt es, kann Dorothy den Weg zurück nach Kansas zeigen. In ihren silbernen Zauberschuhen und in Begleitung dreier liebenswerter neuer Freunde macht sich Dorothy auf den Weg zur sagenhaften Smaragdstadt. Wird der Zauberer helfen und tatsächlich die größten Wünsche der vier Freunde erfüllen? Schenkt er der vorlauten Vogelscheuche endlich ein Gehirn, dem melancholischen Blechmann ein liebendes Herz und dem feigen Löwen den lang ersehnten Mut? Und weiß der Zauberer wirklich einen Weg nach Hause, heim zu Dorothys Onkel und Tante?
Mit jeder Menge Köpfchen, Herz und Mut besteht der charmante Freundeskreis gefährliche Abenteuer im magischen Reich des Zauberers von Oz: die Vogelscheuche (Christoph Späth), der Blechmann (Tom Erik Lie), der Löwe (Carsten Sabrowski) und Dorothy (Alma Sadé im Wechsel mit Talya Lieberman). L. Frank Baums Märchenerzählung erschien erstmals 1900 und wurde weltbekannt – nicht nur durch seine Hollywood-Musical-Verfilmung, die Judy Garland mit ihren hier Dank revolutionärem Technicolor knallroten Schuhen und Songs wie »Somewhere over the Rainbow« unsterblich machten, sondern auch durch seine zahlreichen literarischen Fortsetzungen, Theaterfassungen und Nachdichtungen, darunter Alexander Wolkows Der Zauberer der Smaragdenstadt.

Nach Pinocchio und Die Schneekönigin präsentiert die Komische Oper Berlin mit Der Zauberer von Oz bereits die dritte Kinderoper aus der Feder des italienischen Komponisten Pierangelo Valtinoni, die 2016 in Zürich uraufgeführt wurde und nun in Berlin in einer erweiterten Fassung, mit großem Chor und großer Streicherbesetzung, zu erleben ist. Ein Musiktheaterabenteuer zwischen Jazz und großer Oper, weitab vom berühmten Hollywood-Musical-Film, das unter der musikalischen Leitung von Ivo Hentschel, ehemaliger Kapellmeisters der Komischen Oper Berlin, in die fantastischen Welten von Regisseur Felix Seiler und seinem Team führt. Auf der Bühne verschmelzen Bühnenraum und Videoprojektion miteinander, hier treffen Dorothy und ihre Begleiter – natürlich samt Toto, dem Hund – nicht nur auf Smaragdstadt, Hexenpaläste und die Welt der Munchkins, sondern auch auf einen veritablen Wirbelsturm.

Seit 2004 Kinderoper auf der Großen Bühne

Die Komische Oper Berlin blickt auf eine im deutschsprachigen Raum einzigartige Tradition zurück: Seit nunmehr 14 Jahren präsentiert sie als einziges deutsches Opernhaus in jeder Spielzeit eine neue große Opernproduktion für Zuschauer*innen ab 6 Jahren auf der Hauptbühne, gleichwertig neben den übrigen Produktionen – darunter regelmäßig Uraufführungen. In der Spielzeit 2018/19 steht neben der neuen Kinderoper ab 20. Februar 2019 wieder die deutsch-türkische Kinderoper Die Bremer Stadtmusikanten (Bremen Mızıkacıları) von Attila Kadri Şendil als Wiederaufnahme auf dem Spielplan, ein Auftragswerk aus dem Jahr 2017.

Die Produktion Der Zauberer von Oz wurde finanziell unterstützt durch die Berliner Sparkasse, die Heinz und Heide Dürr Stiftung, die Karl Schlecht Stiftung sowie den Förderkreis Freunde der Komischen Oper Berlin e.V..
13.09.2018

Saisoneröffnungs-Premiere »Die tote Stadt« – Hausdebüt von Starregisseur Robert Carsen und Einstand von Ainārs Rubiķis als neuer GMD / 30.9.

Musikalischer Psychothriller von Erich Wolfgang Korngold mit Sara Jakubiak und Aleš Briscein in den Hauptpartien | Livestream der Premiere
Premiere: Sonntag, 30. September 2018 | 19 Uhr

Als Die tote Stadt 1920 ihre Uraufführung feierte – zeitgleich in Köln und Hamburg – gelang dem 23jährigen Erich Wolfgang Korngold ein Sensationserfolg, der binnen weniger Jahre fast alle wichtigen Opernbühnen der Welt eroberte, von der Wiener Staatsoper (1921) über die New Yorker Metropolitan Opera (1921) sowie Prag und Zürich (1923) bis Berlin (1924).
Mit diesem Musiktheater-Psychothriller gibt der kanadische Star-Regisseur Robert Carsen an der Seite des neuen Generalmusikdirektors Ainārs Rubiķis sein Debüt an der Komischen Oper Berlin. Das Haus präsentiert damit – nach Franz Schrekers Die Gezeichneten in der letzten Spielzeit– eine weitere erfolgreiche Oper aus den auch künstlerisch so bewegten Jahren zwischen den beiden Weltkriegen, von einem Komponisten, dessen Werk nach 1933 verdrängt wurde und lange in Vergessenheit geriet. In den Hauptrollen sind die amerikanische Sopranistin Sara Jakubiak, die in der letzten Saison an der Deutschen Oper Berlin in der Titelpartie von Korngolds Das Wunder der Heliane triumphierte, und Aleš Briscein, am Haus zuletzt als Lenski in Jewgeni Onegin gefeiert, zu erleben. Die Partien des Frank/Fritz übernimmt Ensemblemitglied Günter Papendell.
Tief hinein ins undurchdringbare Gewirr des Unterbewusstseins führt die um Tod, Trauer und daraus resultierende Obsessionen kreisende Handlung, die auf dem 1892 erschienenen Roman Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach basiert. Gemeinsam mit seinem Vater zeichnet Erich Wolfgang Korngold unter Pseudonym auch für das Libretto verantwortlich und liefert mit seiner spätromantischen Musik einen vielschichtigen Soundtrack zu dem Seelendrama rund um die zentrale Figur Paul. Dieser lebt nach dem Tod seiner geliebten Frau Marie fast vollkommen isoliert und trauert der Vergangenheit nach. Als er sich in die Tänzerin Marietta, die Marie bis aufs Haar zu gleichen scheint, verliebt, gerät sein prekäres psychisches Gleichgewicht aus den Fugen. Er verfängt sich zunehmend zwischen der idealisierenden Erinnerung an Marie und der Realität von Marietta – mit dramatischen Folgen.
Den kanadischen Regisseur und Lichtdesigner Robert Carsen interessiert wie in vielen seiner Regiearbeiten die Psychologie von Werk und Figuren. Gemeinsam mit Bühnenbildner Michael Levine und Kostümbildnerin Petra Reinhardt verlegt er die Handlung in die Entstehungszeit der Oper. Er seziert die Tiefe von Pauls (Alb-)Traum und fragt: Was ist noch Traum, was schon Wirklichkeit? In Berlin präsentierte zuletzt 2004 die Deutsche Oper eine Neuproduktion dieses Schlüsselwerks der 1920er Jahre.

Premiere im Live-Stream auf www.OperaVision.eu
Die Premiere von Die tote Stadt wird als erster Stream der laufenden Spielzeit über www.OperaVision.eu live übertragen und ist dort nach der Premiere noch 6 Monate abrufbar. Die nächste geplante Übertragung in der Saison 2018/19 ist die Uraufführung von Moritz Eggerts M – Eine Stadt sucht einen Mörder (Regie: Barrie Kosky) am 5. Mai 2019.
OperaVision baut auf dem Erfolg von The Opera Platform auf – die Plattform, die von Opera Europa mit Geldern von Creative Europe betrieben wurde und die mit über 3 Millionen Besucher*innen innerhalb von zweieinhalb Jahren ein treues Publikum gewinnen konnte. Durch die Anschlussfinanzierung von Creative Europe ist der Betrieb des Portals bis Dezember 2020 gesichert.
30.05.2018

Barrie Kosky und Ainārs Rubiķis präsentieren Schostakowitschs »Die Nase« / Premiere: 16.6.

Gefeierte Koproduktion mit London, Sydney und Madrid feiert Berlin-Premiere

Premiere: Samstag, 16. Juni 2018, 19 Uhr

Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky wählte für seine Debüt-Inszenierung am Royal Opera House Covent Garden Dmitri Schostakowitschs selten gespielte Oper Die Nase, die auf Nikolai Gogols 1836 erschienener gleichnamigen Erzählung basiert und vom absurd-grotesken Nasenverlust des eitlen Kollegienassessors Platon Kusmitsch Kowaljow erzählt. Der erst 21-jährige Schostakowitsch vertonte 1927/28 die absurde Geschichte als bizarr-verrücktes Musiktheater. In einer Mischung aus Albtraum und verrückt überzogener Satire inszeniert Barrie Kosky fahrende Rikscha-Tische, karikaturesk überzeichnete Protagonisten und steppende Nasen (Choreographie: Otto Pichler). Knallbunte Kostüme zwischen Folklore und Historismus von Buki Shiff bevölkern einen kühlen, trotz seiner Größe klaustrophobisch wirkenden Raum von Klaus Grünberg und Anne Kuhn. Die surrealistische Geschichte um die Verlustängste und die Paranoia des kleingeistigen Emporkömmlings Kowaljow wird zu einem absurden revueartigen Kaleidoskop der Eitelkeiten, eine verstörende Mischung aus Wozzeck und Alice im Wunderland, die ihre ganz eigene »sinnlose« Logik besitzt. Nach einer Zwischenstation in Sydney ist die Produktion, die 2016 in London ihr umjubelte Premiere feierte, nun unter der musikalischen Leitung von Ainārs Rubiķis, in einer neuen deutschen Textfassung von Ulrich Lenz und in größtenteils neuer Besetzung in Berlin zu erleben.

Mit der letzten Neuproduktion der Saison stellt sich auch der zukünftige Generalmusikdirektor des Hauses vor: Der lettische Dirigent Ainārs Rubiķis, der mit Beginn der Spielzeit 2018/19 Generalmusikdirektor an der Komischen Oper Berlin wird, übernimmt die musikalische Leitung und gibt damit an der Seite von Barrie Kosky seinen vorgezogenen Einstand in der Hauptstadt, bevor er im Herbst die Saisoneröffnungspremiere Die tote Stadt leiten wird. In der Hautpartie als Kowaljow wird Ensemblemitglied Günter Papendell zu erleben sein, der zuletzt als Don Giovanni, Jewgeni Onegin und Golaud (Pelléas et Mélisande) im Haus an der Behrenstraße gefeiert wurde. Die verbleibenden 77 Partien teilt sich ein Ensemble bestehend aus Mitgliedern und regelmäßigen Gästen der Komischen Oper Berlin sowie aus Gästen, die in die Rollen zurückkehren, die sie bereits in London übernommen haben. Auf der einen Seite unter anderen Jens Larsen, Mirka Wagner, Ivan Turšić und Ursula Hesse von den Steinen, auf der anderen Seite Rosie Aldridge, Alexander Kravets sowie Alexander Lewis.

16.04.2018

Fortsetzung der Barockserie: Barrie Kosky inszeniert Georg Friedrich Händels »Semele« / Premiere: 12.5.

Laura Scozzi musste aus gesundheitlichen Gründen die Inszenierung abgeben
Premiere: Samstag, 12. Mai 2018, 19.30 Uhr (mit Live-Stream)

Die Komische Oper Berlin setzt mit Georg Friedrich Händels Semele ihre Serie von Barockopern-Produktionen fort. Ein hochkarätiges Ensemble unter der Leitung von Barockspezialist Konrad Junghänel ist in einer Inszenierung von Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky – anstatt der erkrankten Laura Scozzi – zu erleben. Das Oratorium in englischer Sprache gehört, wenngleich in Deutschland selten gespielt, weltweit zu den populärsten Werken des Komponisten.

Barockoper im Gewand eines Oratoriums

Jupiter entführt an ihrem Hochzeitstag seine Geliebte, die Königstocher Semele. Juno, die eifersüchtige Gattin des Göttervaters, setzt alles daran, der hemmungslosen Affäre ein Ende zu setzen. Getarnt als deren jüngere Schwester Ino überredet sie Semele, Jupiter dazu zu bringen, sich in seiner wahren göttlichen Gestalt zu zeigen. Nur so könne Semele die ersehnte Unsterblichkeit erlangen. Semeles Ehrgeiz ist schließlich stärker als Jupiters Widerstand und ihr Schicksal besiegelt: In den sengenden Strahlen des Gottes verbrennt sie zu Staub.

Als Händel im Februar 1744 dem Publikum in Covent Garden sein neuestes Oratorium, Semele, präsentierte, zeigte sich selbst die liberale Londoner Bürgerschaft ob des schlüpfrigen Sujets leicht irritiert. Erwartet hatte es an dieser Stelle einen biblischen Stoff – der Fastenzeit entsprechend. Letztlich ließ sich das Publikum aber von der saftigen Handlung und Händels mit reichen Chören durchwirkten Musik überzeugen. Semele ist allerdings weit mehr als erotischer Mythos und witzige Kritik an einer fehlerbehafteten Götterwelt. Anmaßung, blinder Ehrgeiz und ungehemmte Eitelkeit werden hier als fatale menschliche Schwächen aufgezeigt. Die Götterwelt zeigt sich selbst als menschlich – allzu menschlich – ist den Sterblichen aber qua definitionem überlegen und macht letztere zu ihren Spielbällen. Obwohl vom Komponisten als Oratorium bezeichnet, erfüllt Semele alle Kriterien einer Oper, wenn auch keiner im starren Opera-seria-Korsett.
Konrad Junghänel, der zuletzt zur Wiederaufnahme von Stefan Herheims gefeierter Händel-Inszenierung Xerxes an der Komischen Oper Berlin den Taktstock schwang, legt als versierter Kenner und Könner Alter Musik ein weiteres zentrales Werk aus Händels Feder in seiner musikalischen Lesart vor. Ihm zur Seite steht ein herausragendes Ensemble an Sänger*innen: Faust-Preis-Gewinnerin Nicole Chevalier als Semele kann einmal mehr ihre vielseitige Schauspiel- und Gesangskunst unter Beweis stellen. Die Mezzo-Sopranistin Katarina Bradić, bereits als Amastris in Xerxes gefeiert und inzwischen international gefragt, wird als jüngere Schwester Ino zu erleben sein. Tenor und Barock-Experte Allan Clayton, zuletzt an der Komischen Oper Berlin an der Seite von Nicole Chevalier in Castor et Pollux bejubelt, verkörpert einen jugendlich-frischen Jupiter, während Ezgi Kutlu als dessen betrogene Ehefrau Juno aus tiefster Seele auf Rache sinnt.

Barrie Kosky übernimmt für Laura Scozzi

Die Regisseurin Laura Scozzi, die mit Semele ihr Regiedebüt an der Komischen Oper Berlin geben sollte, konnte aus gesundheitlichen Gründen kurz nach Probenbeginn die Arbeit nicht weiter fortsetzen. Kurzfristig übernahm Barrie Kosky die Regie und arbeitet so erstmals mit dem von Laura Scozzis für diese Produktion vorgesehenen Team: Bühnenbildnerin Natacha Le Guen de Kerneizon, Kostümbildnerin Carla Teti und Lichtdesigner Alessandro Carletti. Der Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin konnte bereits 2015 sein Geschick für Händels Oratorien unter Beweis stellen: Seine Inszenierung von Saul für das Glyndebourne Festival wurde von Presse und Publikum gleichermaßen gefeiert und eröffnete als Gastspiel zudem das Adelaide Festival 2017. Gemeinsam mit Konrad Junghänel und dem Ensemble setzt Barrie Kosky in seiner Lesart von Semele auf das menschliche Drama hinter den göttlichen Ränkespielen, denn »wen die Götter strafen möchten, dem erfüllen sie seine Wünsche«.

Statements zum Wechsel der Regie

Barrie Kosky, Intendant und Chefregisseur: »Es ist sehr schwierig, in so kurzer Zeit einen Ersatzregisseur zu finden, aber – den Theatergöttern sei Dank! – habe ich aufgrund der Verschiebung des Anne Sofie von Otter-Projektes Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn! Zeit, Semele umzusetzen. Gemeinsam mit Laura Scozzis ursprünglichem Team und dem fantastischen Ensemble realisiere ich ein neues Konzept. Mit einer verbleibenden Probenzeit von rund sechs Wochen seit der Übernahme haben wir eine gute Ausgangsposition. Wir alle wünschen Laura, dass sie bald wieder vollständig gesund wird.«

Laura Scozzi, Regisseurin: »Wegen gesundheitlicher Probleme sehe ich mich bedauerlicherweise gezwungen, die Inszenierung von Semele abzugeben. Ich war darüber sehr betrübt, denn das Projekt liegt mir sehr am Herzen und ich habe sehr viel Zeit und Liebe darin investiert. Seit ich jedoch weiß, dass Barrie Kosky die Regie übernimmt, bin ich ungeheuer erleichtert: Ich bin mir sicher, dass das Projekt nun einen guten Weg nehmen wird, und wünsche Barrie und dem Team alles Gute.«

03.04.2018

Die Spielzeit 2018/19

1 neuer Generalmusikdirektor. 1 Uraufführung. 7 Premieren. 14 Wiederaufnahmen von »Der Rosenkavalier« bis »West Side Story«. 3 Festivals, die Leonard Bernstein, den Tango und die Komische Oper Berlin feiern.
Am heutigen Dienstag stellen Intendant Barrie Kosky, der designierte Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis und die Geschäftsführende Direktorin Susanne Moser Medienvertreter*innen und Publikum die Spielzeit 2018/19 an der Komischen Oper Berlin vor. Auf dem Programm stehen acht Neuproduktionen, darunter eine Uraufführung, 14 Wiederaufnahmen, drei Festivals und vieles mehr.

Premieren

Wie ein blassroter Faden durchzieht die Stadt in all ihren symbolischen, philosophischen, sozialen und künstlerischen Dimensionen Spielzeit 2018/19. Metropolen treten mal als Metapher für Morbidität wie in Korngolds Die tote Stadt auf, mal als grausamer Protagonist wie in der Uraufführung von M – Eine Stadt sucht einen Mörder von Moritz Eggert, mal ganz konkret als Paris des 19. Jahrhunderts in La Bohème und mal eher im Hintergrund als New York des 20. Jahrhunderts, dem Schaffensort von Leonard Bernstein, dessen 100. Geburtstag mit einem Festival rund um die Premiere von Candide gefeiert wird. Das Berlin der »wilden Zwanziger« war eine der Quellen für das Operettenschaffen von Paul Abraham, der die Metropolenkultur in sein Werk aufsaugte. Gleich zwei seiner Werke stehen mit Viktoria und ihr Husar und Roxy und ihr Wunderteam neben der Wiederaufnahme der Erfolgsproduktion Ball im Savoy neu auf dem Spielplan. Gleichzeitig ist Berlin der Ort, an dem die Komische Oper Berlin steht, an dem sie nicht nur geographisch, sondern vor allem auch künstlerisch verwurzelt und verankert ist. Das Haus versteht sich als Ort, an dem nicht nur Werke wie Bernsteins West Side Story – ursprünglich angesiedelt in New York – oder Die Perlen der Cleopatra von Oscar Straus für das Berlin von heute neu gedeutet werden. Ein Theater, das nicht zuletzt durch Regielegenden wie Harry Kupfer geprägt wurde, der 2019 nach mehr als 15 Jahren zurückkehrt, um sich mit der Inszenierung von Händels Poros einen lange gehegten Traum zu erfüllen.

Einstand Ainārs Rubiķis und Repertoire

Mit der Neuproduktion Die tote Stadt und der Uraufführung M – Eine Stadt sucht einen Mörder sowie den Wiederaufnahmen von Der Rosenkavalier, Die Liebe zu drei Orangen, Cendrillon und Die Zauberflöte stellt sich der neue Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis mit einem vielfältigen Programm im Bereich Musiktheater vor. In den ersten drei Sinfoniekonzerten sowie dem Neujahrskonzert präsentiert er sich dem Berliner Publikum auch als Konzertdirigent und musiziert mit Solist*innen wie Fazıl Say, Martin Grubinger, Daniel Lozakovich und Katharine Mehrling. Das musikalische Spektrum reicht dabei von Ravel und Beethoven über Bruckner und Gustav Holst bis hin zu John Corigliano und – zum 100. Geburtstag – Leonard Bernstein. In der zweiten Hälfte der Konzertsaison begrüßt das Orchester der Komischen Oper Berlin Gäste wie Kristiina Poska, Hermann Bäumer, Rudolf Buchbinder, Midori und Gabriela Montero.
Nach längerer Pause gibt es ein Wiedersehen mit zwei gefeierten Inszenierungen des ehemaligen Intendanten Andreas Homoki: Mit Prokofjews Die Liebe zu drei Orangen (1998) kehrt die älteste sich noch im Repertoire befindende Produktion des Hauses auf die Bühne zurück, und im Juni 2019 leitet der neue Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis die Wiederaufnahme von Strauss’ Der Rosenkavalier. Nach kurzer Pause wieder auf dem Spielplan stehen die Barrie-Kosky-Produktionen West Side Story, Der Jahrmarkt von Sorotschinzi und Ball im Savoy sowie Cendrillon in der Inszenierung von Damiano Michieletto. Wie auch in der laufenden Spielzeit sind unter anderem die Erfolgsproduktionen Die Perlen der Cleopatra, Die Zauberflöte, Anatevka, My Fair Lady und Eine Frau, die weiß, was sie will! zu erleben.

Projekte »Jung« und »Selam Opera!«

Über Kinderopern und -konzerte sowie den Operndolmuş hinaus setzen »Komische Oper Jung« und das interkulturelle Projekt »Selam Opera!« dank zahlreicher Unterstützer ihre erfolgreiche Arbeit fort, u. a. mit dem Willkommensklassen-Projekt Peter und der Wolf, dem kulturellen Bildungsprojekt »Jobs@Opera« und der »Pop-up-Opera«. Jährlich kommen rund 36.000 Kinder und Jugendliche aus Berlin und Brandenburg und aus allen Communities in die Vorstellungen der Komischen Oper Berlin. Der Anteil erwachsener Besucher*innen mit Migrationshintergrund liegt bei rund 10%.

Vorverkaufsbeginn und Streamings

Der allgemeine Vorverkauf für die Spielzeit 2018/19 beginnt am 18. April 2018 um 11 Uhr. Förderkreismitglieder, Abonnent*innen und OpernCard 25-Inhaber*innen können exklusiv bereits ab 4. April, 11 Uhr Tickets erwerben. Auch in der neuen Spielzeit streamt das Haus wieder Premieren live und kostenlos im Internet (Die tote Stadt am 30. Sep 2018 und M – Eine Stadt sucht einen Mörder am 5. Mai 2019). Mehr als 250.000 Zuschauer*innen in über 100 Ländern – vom Ruhrpott bis Rarotonga – erreichten die Streamings seit der ersten Ausgabe im Oktober 2015.
Pressemappe

Pressemappe (0)