12.06.2019

Pianist Rudolf Buchbinder als Solist und Dirigent im letzten Sinfoniekonzert der Saison an der Komische Oper Berlin / 21.6.

Freitag, 21. Juni 2019 | 20 Uhr Konzert |
19 Uhr: Singalong im Rahmen der Fête de la musique | 19:15 Uhr Einführung

Zum Sommerkonzert am Ende der Spielzeit begrüßt das Orchester der Komischen Oper Berlin den österreichischen Pianisten Rudolf Buchbinder zu einem Abend, der ganz der Wiener Klassik gewidmet ist. Auf dem Programm stehen Werke für Klavier und Orchester von Mozart und Beethoven. Buchbinder, der auf eine über 60-jährige Bühnenkarriere zurückblicken kann, ist regelmäßiger und gern gesehener Gast im Haus an der Behrenstraße.

Die erste Konzerthälfte widmet Buchbinder dem Salzburger Wunderkind, dessen Oeuvre stolze 27 Klavierkonzerte fasst. Mozarts neuntes und bis dato virtuosestes Klavierkonzert, auch unter dem Titel Jeunehomme bekannt, eröffnet den Konzertabend. Von allen Regeln befreit, setzt darin das Klavier bereits inmitten der Orchesterexposition ein und bietet viel Raum für die Virtuosität des Solisten. Der zweite Satz gilt als erster Moll-Konzertsatz in Mozarts Schaffen und lässt atmosphärisch bereits seine späteren Werke erahnen. Sein Klavierkonzert Nr. 27, das an diesem Abend ebenfalls erklingt, stellte der Komponist im Jahr 1791 – zur gleichen Schaffenszeit wie seine Oper Die Zauberflöte und in seinem Todesjahr – als letztes seiner Gattung fertig. Die reduzierte und liedhaft schlichte Orchestrierung bildet einen Kontrast zur hohen Virtuosität des Jeunehomme-Konzerts.

Nach der Pause widmet sich Rudolf Buchbinder dem Komponisten Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag im kommenden Jahr gefeiert wird. Ganz unkonventionell lässt Beethoven sein Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 in G-Dur durch ein unbegleitetes Solo des Pianisten eröffnen. Auch der zweite Satz sticht in Kürze und kompositorischem Aufbau aus dem üblichen Formenkanon seiner Zeit heraus. Hier zeigt die Klavierstimme Sanftheit, das Orchester strotzt vor aggressiver Stärke und Disput.

Beethoven – gepaart mit Paul Abraham – gibt es bereits vor dem Konzert: zum Mitsingen! Für alle Konzertbesucher*innen bietet die Komische Oper Berlin im Rahmen der Fête de la Musique Berlin ein besonderes Erlebnis: Chordirektor David Cavelius dirigiert um 19 Uhr im Foyer einen Singalong mit Beethovens »Ode an die Freude« und »Es ist so schön, am Abend bummeln zu gehen« aus Ball im Savoy.
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