23.05.2019

Richard Strauss’ Meisterwerk über Liebe und Vergänglichkeit: Ainārs Rubiķis dirigiert »Der Rosenkavalier«

Wiederaufnahme: Samstag, 8. Juni 2019 | 18 Uhr

Im Jahr 2006 feierte Richard Strauss’ Der Rosenkavalier in der Inszenierung von Andreas Homoki seine gefeierte Premiere in der Komischen Oper Berlin. Seitdem kehrt die ebenso feinfühlige wie zeitlose Produktion in regelmäßigen Abständen auf den Spielplan zurück. Zuletzt war sie 2013 in Barrie Koskys erster Spielzeit zu erleben. Nun markiert der neue Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis mit dieser letzten Wiederaufnahme der Saison 2018/19 das Finale seiner ersten Spielzeit im Haus an der Behrenstraße.

Rubiķis liebt es, Extreme in den Partituren zu erkunden. »Manchmal lasse ich auch einfach die Zügel locker«, gibt der lettische Dirigent zu. Und das bietet sich bei Strauss’ 1911 uraufgeführtem Meisterwerk über Liebe und Vergänglichkeit, Weisheit und Verwirrungen auch musikalisch besonders an. Vom Wiener Walzer bis hin zu scharfkantig expressionistischen Passagen – Strauss spielt mit den Stilen verschiedener Musikepochen. Für Rubiķis ein Rahmen, den es mit musikalischen Farben auszufüllen gilt. Die Inszenierung Homokis, die diesen Klassiker bewusst nicht ins Hier und Jetzt verlegt hat, gibt dafür ausreichend Raum. Die Handlung rund um das Liebesdreieck zwischen der verheirateten Marschallin, ihrem jungen Liebhaber Octavian und der ebenfalls blutjungen Sophie, in die sich Octavian über beide Ohren verliebt, steht ohnehin außerhalb aller logischen Zeitordnungen.

Für die Partie der Feldmarschallin kehrt das ehemalige Ensemblemitglied Johanni van Oostrum an die Komische Oper Berlin zurück. Nach Erfolgen hier als Micaëla (Carmen) und Eva (Die Meistersinger von Nürnberg) gastiert sie inzwischen weltweit, u. a. an der Bayerischen Staatsoper und am Bolschoi Theater, und hat sich insbesondere im Strauss-Fach einen Namen gemacht. An ihrer Seite sind unter anderem die Ensemblemitglieder Karolina Gumos (Octavian), Vera-Lotte Böcker (Sophie) und Jens Larsen (Baron Ochs) zu erleben.
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