28.12.2018

Positive Jahresbilanz 2018 | Ausblick auf Januar 2019

Die Komische Oper Berlin blickt zum Jahresende auf ein facettenreiches und erfolgreiches 2018 zurück – und das, obwohl es in der ersten Jahreshälfte einige organisatorische Schwierigkeiten zu meistern galt: von der Premierenverschiebung (Blaubart) über den kurzfristigen krankheitsbedingten Austausch einer Regisseurin (Semele) bis hin zur vorläufigen Absage einer kompletten Produktion (Ich wollt’, ich wär’ ein Huhn!). Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky präsentierte mit dem kurzfristig von Laura Scozzi übernommenen Händel-Oratorium Semele, der schrägen Schostakowitsch-Oper Die Nase in einer neuen deutschsprachigen Fassung und dem selten gespielten Bernstein-Musical Candide drei von Publikum und Kritikern gleichermaßen bejubelte Neuproduktionen. Mit Robert Carsen, Stefan Herheim und Calixto Bieito steuerten drei international renommierte Regisseure selten gespielte Werke von Erich Wolfgang Korngold (Die tote Stadt), Jacques Offenbach (Blaubart) und Franz Schreker (Die Gezeichneten) als Neuproduktionen bei. Paul Abrahams Viktoria und ihr Husar setzte zuletzt die Serie konzertanter Operetten-Raritäten erfolgreich fort. Und die neue Kinderopern-Produktion Der Zauberer von Oz begeisterte kleine und große Besucher*innen. Auch die Besucherzahlen, bei denen das Haus gegenüber dem Vorjahr erneut einen Zuwachs verbuchen kann, geben Anlass zur Freude.

Im Kalenderjahr 2018 lag die Gesamtauslastung bei 88,7% (gegenüber 87,4% in 2017). Mehr als 220.000 Menschen besuchten die 239 Vorstellungen (213.379 bei 241 Vorstellungen in 2017). Neuproduktionen und Repertoire waren gleichermaßen beliebt, mehr als die Hälfte aller Produktionen kamen auf 90% Auslastung oder mehr. Regelmäßig (nahezu) ausverkauft waren die Produktionen Die Nase, Die Zauberflöte, Anatevka, Xerxes, My Fair Lady, Candide, Der Zauberer von Oz sowie mit Die Liebe zu drei Orangen auch die älteste Produktion im Repertoire aus dem Jahr 1998. Im Konzertbereich punktet der neue Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis in seiner ersten Spielzeit mit zwei restlos ausverkauften Sinfoniekonzerten im Oktober und November.

Im Januar stehen in der Komischen Oper Berlin nach dem traditionellen Neujahrskonzert unter der Leitung von Ainārs Rubiķis ein neuer Salon zum Thema Energie (7.1.), Wiederaufnahmen der beiden Erfolgsproduktionen My Fair Lady (5.1.) und Eine Frau, die weiß, was sie will! (13.1.) auf dem Spielplan sowie die Premiere La Bohème am 27. Januar, in einer Neuinszenierung von Barrie Kosky. Im Februar folgt das dritte Sinfoniekonzert unter Ainārs Rubiķis mit dem jungen Violinisten Daniel Lozakovich und Werken von Beethoven und Respighi (1.2.) – und ab 10. Februar gibt es ein Wiedersehen mit der legendären West Side Story von Barrie Kosky und Otto Pichler.
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