01.05.2019

Tine Thing Helseth trifft auf Kristiina Poska / 10.5.

Krzysztof Penderecki trifft auf Joseph Haydn und Johannes Brahms
Freitag, 10. Mai 2019 | 20 Uhr Konzert | 19:15 Uhr Einführung

Ein Trompetenkonzert, das als Initialwerk der Gattung gilt, trifft sich zum Rendezvous mit einem Pendant aus der jüngsten Vergangenheit, das sich spielerisch mit der Tradition der Gattung auseinandersetzt. Im ersten Teil des Sinfoniekonzertes des Orchesters der Komischen Oper Berlin unter der musikalischen Leitung von Kristiina Poska, ehemals Erste Kapellmeisterin am Haus, erklingen zwei Pole einer Gattung. Mehr als zwei Jahrhunderte trennen  Joseph Haydns Konzert und Krzysztof Pendereckis Concertino für Trompete und Orchester. Haydn schrieb sein Konzert 1796 als Bravourstück für die erste Klappentrompete, die den Übergang zum modernen Ventilinstrument markiert, Penderecki stellt der Trompete 2015 die rhythmischen Impulse eines Arsenals von Perkussionsinstrumenten gegenüber. Die Solo-Parts der beiden Werke interpretiert die junge norwegische Trompeterin Tine Thing Helseth, die im Februar 2017 als spontane Einspringerin das Konzertpublikum der Komischen Oper Berlin im Sturm eroberte und inzwischen weltweit gastiert. Indem sie Pendereckis  Fassung der Solokadenz  von Haydns Konzert spielt,  verbindet sie auf charmante Weise beide Werke miteinander.

In der zweiten Konzerthälfte erklingt ein Werk, das gleichsam zur Halbzeit zwischen den beiden Trompetenkonzerten entstanden und seinerseits ein Meisterwerk seiner Gattung ist: Im Oktober 1885 erlebte Johannes Brahms 4. Sinfonie in e-Moll unter der Leitung des Komponisten mit der Herzoglichen Hofkapelle in Meiningen ihre Uraufführung.  Sie ist seine wohl persönlichste Sinfonie und stellt zugleich ein visionäres Unikat dar, das während der Entstehungszeit Vertraute und Weggefährt*innen irritierte, dann aber schnell seinen Weg ins Repertoire fand und schließlich selbst noch Arnold Schönberg beeindruckte. In der Vierten kombiniert Brahms eine großartige Architektur aus kleinsten motivischen Bestandteilen mit großen, kompositorisch klug konstruierten Entwicklungen und verbindet ehrfurchtsvoll musikhistorische Traditionen mit individuellem, romantischem Ausdruck.
28.03.2019

Gabriela Montero trifft auf Mozart und Schostakowitsch

Debüt von Dirigent José Luis Gomez beim Orchester der Komischen Oper Berlin
Freitag, 12. April 2019 | 20 Uhr Konzert | 19:15 Uhr Einführung

Zwei Klavierkonzerte, wie sie kaum unterschiedlicher sein können: Dmitri D. Schostakowitsch hat sein 1933 entstandenes erstes Klavierkonzert einmal als »spöttische Herausforderung an den konservativ-seriösen Charakter des klassischen Konzertgestus« beschrieben. Seine anarchisch-subversive Auseinandersetzung mit der Gattung, in der sich Fetzen und Versatzstücke unterschiedlichster Herkunft zu einem frechen und teilweise irritierendem Patchwork zusammenfügen und eine Trompete dem Klavier den Solopart streitig macht, erscheint fast wie eine Parodie auf die klassische Form, für die Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert Nr. 14 in Es-Dur ein Vertreter par exellence ist: ein perfekt austariertes Wechselspiel zwischen Klavier und Orchester, ausgewogen und klar strukturiert. Das Sinfoniekonzert des Orchesters der Komischen Oper Berlin bietet am 12. April Gelegenheit, diese beiden so unterschiedlichen Vertreter der Gattung in der Interpretation einer Pianistin zu erleben, die sich wie kaum eine andere gleichermaßen einen Namen als Interpretin des Repertoires und – durch ihr herausragendes Improvisationstalent – als Erneuerin der klassischen Konzertaufführung gemacht hat: Gabriela Montero.

Gerahmt werden die beiden Klavierkonzerte von jeweils verwandten Orchesterwerken. Das Libretto zu Schostakowitschs Ballettmusik Das goldene Zeitalter erzählt eine absurde Geschichte mit einfacher politischer Botschaft: Arbeiter aller Länder, vereinigt euch! Der Komponist schildert 1930 einen turbulenten Klassenkampf in Form eines Pasticcios aus den unterschiedlichsten Tänzen, von Cancan über Tango bis hin zur Pas-de-Deux-Parodie – humorvoll, voller Energie und Farben. Wie auch sein erstes Klavierkonzert trafen die durch Leichtigkeit und Humor geprägten Werke nicht den Geschmack des linientreuen »Sozialistischen Realismus«. Das goldene Zeitalter überlebte nur in Form einer Suite, Schostakowitschs erstes Klavierkonzert wurde erst spät wiederentdeckt. Mozarts Sinfonie Nr. 40 in   g-Moll, die vier Jahre nach dem ebenfalls im Konzert zu hörenden Klavierkonzert Nr. 14 entstand und im zweiten Konzertteil erklingt, zählt zu seinen bekanntesten Werke, obwohl – oder gerade weil – seine Stimmung kaum greifbar ist. Sie pendelt zwischen besorgter Unruhe und freudiger Erwartung, schlägt von einem Moment zum nächsten in die andere Richtung um – mit einer anarchischen Leichtigkeit, wie es nur die Musik vermag. Die musikalische Leitung des Konzerts liegt in den Händen des im Heimatland von Gabriela Montero, Venezuela, geborenen spanischen Dirigenten José Luis Gomez. Den Trompeten-Solopart übernimmt Michael Stodd
11.02.2019

Midori interpretiert Schumanns Violinkonzert / 22.2.

Im Sinfoniekonzert unter der Leitung von Hermann Bäumer trifft Robert Schumann auf Jean Sibelius und Felix Mendelssohn Bartholdy
Freitag, 22. Feb 2019 | 20 Uhr Konzert | 19:15 Uhr Einführung

Robert Schumanns einziges Konzert für Violine und Orchester blickt auf eine wechselvolle Geschichte zwischen Scheitern und Vergessen, propagandistischer Instrumentalisierung, musikalischer Verfälschung und später Renaissance. Nun interpretiert die seit mehr als 30 Jahren weltweit gefeierte japanische Geigenvirtuosin und UN-Friedensbotschafterin Midori Schumanns letztes Orchesterwerk gemeinsam mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin unter der Leitung von Hermann Bäumer, flankiert von Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy und Jean Sibelius.

Robert Schumanns Violinkonzert entstand aus der engen künstlerischen Freundschaft des Ehe-paars Schumann mit dem jungen Geigenvirtuosen Joseph Joachim. Dieser bat Schumann um ein Solokonzert. Zwei geplante Uraufführungstermine 1853 und 1854 scheiterten, weil man doch dem Beethoven-Violinkonzert den Vorzug gab bzw. weil sich Joachim als Dirigent und Solist in Personalunion wohl überschätzte. Nach Schumanns Selbstmordversuch im März 1854 wurde es still um das Violinkonzert. Als der Komponist zwei Jahre später verstarb, wanderte das Manuskript über Joseph Joachim ins Archiv und geriet bis in die 1930er Jahre in Vergessenheit. Die nationalsozialistische Kulturpolitik grub es wieder aus, nachdem Mendelssohns Violinkonzert als »entartet« von den Konzertspielplänen verbannt wurde. Ein prominenter Ersatz sollte etabliert werden. Der Geiger Georg Kulenkampff und die Berliner Philharmoniker unter Karl Böhm sicherten sich 1937 – 84 Jahre nach Schumanns Tod – eine propagandistisch inszenierte Uraufführung. Um das Werk für Kulenkampff spielbar zu machen, hatte man allerdings starke Eingriffe in der angeblich unspielbaren Solostimme vorgenommen. Nur wenige Wochen später widerlegte Yehudi Menuhin die behauptete Unspielbarkeit, indem er das Werk in der Originalfassung in den Vereinigten Staaten spielte. Seit den 1950er Jahren setzten sich zahlreiche Geiger für das Violinkonzert ein und es erlebte eine Renaissance, die 2009 mit einer umfassend recherchierten Urtextausgabe bekräftigt wurde.

In der zweiten Konzerthälfte erklingt die Sinfonie Nr. 5 in Es-Dur von Jean Sibelius – eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit den Strömungen der Moderne, in die Sibelius Natureindrücke seiner finnischen Heimat hat einfließen lassen. Den Konzertauftakt bildet die Konzertouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt von Felix Mendelssohn Bartholdy. Dieser ließ sich dafür von Gedichten seines Freundes Goethe inspirieren.
17.01.2019

Ainārs Rubiķis und Daniel Lozakovich im Sinfoniekonzert | 1.2.

Beethoven trifft auf Respighi
Bei seiner Uraufführung im Jahr 1806 fiel Beethovens Violinkonzert bei Publikum und Presse durch. Unter anderem wurde über »unendliche Wiederholungen« geklagt – zu ungewohnt waren noch die Länge des Konzerts und die kompositorische Struktur voller dramatischer Kontraste. Erst als der junge Geigenvirtuose Joseph Joachim es 1844 unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy in London gespielt hatte, wurde es vom gattungsbildenden Prototyp zu einer festen Größe im Konzertrepertoire und gilt inzwischen als Idealfall eines Solokonzertes. Der 17jährige schwedische Violinist Daniel Lozakovich, der bereits mehrfach mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin gastiert hat, nimmt sich jetzt dieses herausragenden Werks an.

Mit diesem dritten Sinfoniekonzert beendet Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis seine Drei-Konzertreihe zum Auftakt seiner Berliner Amtszeit. Er rahmt das Violinkonzert mit zwei Werken, die jeweils Brücken zwischen Gegenwart und Vergangenheit schlagen: Die Kunstfertigkeit, mit der Beethoven in seiner Großen Fuge B-Dur op. 133 kontrapunktische Techniken des Barockzeitalters mit formalen Gestaltungsprinzipien seiner Tage zu vereinbaren wusste, erwies sich als zukunftsweisend. Auf der Basis eines überschaubaren motivisch-thematischen Bestands förderte er so eine nahezu unbegrenzte Vielfalt musikalischer Ausdruckswerte zu Tage. Komponisten wie Johannes Brahms oder Arnold Schönberg scheinen ohne das Vorbild von Beethovens Großer Fuge, die in Felix Weingartners zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstandenen Bearbeitung für Streichorchester erklingt, kaum denkbar.

Ottorino Respighis 1926 entstandene, ebenso opulent wie farbenreich instrumentierte Vetrate di chiesa stellen eine Folge musikalischer Stimmungsbilder dar, die von den gregorianischen Chorälen der mittelalterlichen Musik inspiriert sind, versinnbildlicht durch die titelgebenden Kirchenfenster. Respighi gehört zu einer um 1880 geborenen Gruppe italienischer Komponisten, die der Meinung waren, dass die reine Instrumentalmusik in ihrer Heimat seit dem kometenhaften Aufstieg der Oper vernachlässigt worden sei. Während Beethoven mit seinem op. 133 aus dem 18. bereits ins 19. Jahrhundert weist, so wendet Respighi mit seinen Vetrate di chiesa in spätromantisch verklärender Weise den Blick zurück auf einer lange zurückliegende Musikepoche.
Leonard Bernstein, Meister des US-amerikanischen Musiktheaters, begnadeter Komponist und Dirigent zugleich, hätte in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass würdigt die Komische Oper Berlin diesen facettenreichen Künstler und sein Œuvre rund um die Premiere von Candide in der Inszenierung von Barrie Kosky ein verlängertes Wochenende lang im Rahmen des Festivals »Bernstein 100«. Höhepunkte sind zwei Konzertprogramme mit Bernsteins 2. Sinfonie The Age of Anxiety, deren vom türkischen Starpianisten Fazıl Say interpretierter Klavierpart das Werk eher zu einem Solokonzert werden lässt, und mit seiner Musik zum Marlon-Brando-Klassiker On the Waterfront (Die Faust im Nacken), die Filmmusikspezialist Frank Strobel live zur Filmvorführung (im Original mit Untertiteln) erklingen lässt. Kammerkonzerte, ein Lunch Talk zu den gesellschaftspolitischen Dimensionen von Bernsteins Werk und ein Dinner mit Live-Musik, Tischansprachen von Wegbegleiter*innen und Verehrer*innen sowie den Lieblingsgerichten des Maestros runden die dreitägige Geburtstagsparty ab. Als weitere Gäste begrüßt die Komische Oper Berlin dazu unter anderem die beiden Bernstein-Töchter, Nina Bernstein Simmons und Jamie Bernstein, die Mezzo-Sopranistin Fredrika Brillembourg, den Kulturwissenschaftler und ehemaligen Präsidenten der American Academy Michael Steinberg sowie die Literaturwissenschaftlerin Ethel Matala de Mazza.

Neben der Neuproduktion Candide und dem Festival steht anlässlich des 100. Geburtstags an der
Komischen Oper Berlin ab 10. Februar auch wieder die Erfolgsproduktion West Side Storyvon Barrie Kosky und Otto Pichler auf dem Spielplan.
21.09.2018

Der neue GMD Ainārs Rubiķis gibt seinen Konzert-Einstand mit Percussion-Star Martin Grubinger / 12.10.

Ravel und Holst treffen auf John Coriglianos Schlagwerkbeschwörung »Conjurer«
Freitag, 12. Oktober 2018 | 20 Uhr Konzert | 19:15 Uhr Einführung

Mit Martin Grubinger eröffnet einer der profiliertesten Multipercussionisten unserer Tage als Solist die Konzertsaison des Orchesters der Komischen Oper Berlin. Unter der Leitung des frischgebackenen Generalmusikdirektors Ainārs Rubiķis hat er eines der wenigen Solo-Konzerte für Schlagzeug im Gepäck, welches das klangliche und rhythmische Spektrum von Trommeln, Holz- und Metallschlagwerk in seinem ganzen Reichtum erkundet. John Coriglianos 2008 uraufgeführtes Werk Conjurer erfordert in Hinblick auf technische Perfektion und musikalische Vielfältigkeit einen wahren Hexenmeister – so die deutsche Übersetzung des Titels. Martin Grubinger war schon 2011 Solist der deutschen Erstaufführung des Werks und interpretiert es seitdem regelmäßig, so auch im vergangenen Winter gemeinsam mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Ainārs Rubiķis, als der lettische Dirigent dort kurzfristig einsprang.
Im ersten Teil der Konzerts lässt das Orchester der Komischen Oper Berlin unter der Leitung seines neuen Chefs zwei Dauerbrenner des Orchesterrepertoires erklingen: Das vielleicht raffinierteste Crescendo der Konzertliteratur – Maurice Ravels 1928 ursprünglich als Ballettmusik uraufgeführter Boléro – führt hin zu Gustav Holsts klangmächtigen Die Planeten, die nur rund ein Jahrzehnt zuvor entstandene Hommage an das damals bekannte Sonnensystem. In Holsts Suite für großes Orchester und Frauenchor unterstützen die Damen der Berliner Singakademie das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Das erste Sinfoniekonzert bildet den Auftakt zu einer Reihe von drei aufeinanderfolgenden Konzertterminen, mit denen sich Ainārs Rubiķis auf dem Konzertpodium als neuer Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin dem Publikum vorstellt. Es folgen am 23. November 2018 ein Konzert mit Fazıl Say im Rahmen des Festivals »Bernstein 100« mit Leonard Bernsteins Sinfonie Nr. 2 The Age of Anxiety und Anton Bruckners Sinfonie Nr. 7 E-Dur sowie am 1. Februar 2019 ein Programm mit Werken von Ludwig van Beethoven und Ottorino Respighi.
14.06.2018

Daniel Hope und Sebastian Knauer im Sinfoniekonzert / 29.6.

Mozart trifft auf Schulhoff, Schreker und Weinberg
Freitag, 29. Juni 2018 | 20 Uhr Konzert | 19:15 Uhr Einführung

Zum letzten Konzert der Spielzeit begrüßt das Orchester der Komischen Oper Berlin zwei alte Bekannte, die bereits mehrfach als Solisten mit dem Klangkörper konzertierten: Die beiden Starmusiker Daniel Hope und Sebastian Knauer gestalten gemeinsam einen Abend als Solisten. Der in Berlin lebende Geiger und der Hamburger Pianist präsentieren ein vielfältiges Programm, das einen der wohl bekanntesten Komponisten der Musikgeschichte drei Komponisten des 20. Jahrhunderts gegenüberstellt, die als politisch Verfolgte fast aus der Musikgeschichtsschreibung getilgt wurden und die seit einigen Jahren eine verdiente Renaissance erleben.

Im Zentrum der ersten Konzerthälfte steht Wolfgang Amadeus Mozart, unter anderem mit dem bekannten Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488, einem der herausragenden Werke dieser Gattung aus seiner Feder, sowie mit einer Rarität, einem nur fragmentarisch überlieferten Konzert für Violine, Klavier und Orchester in D-Dur. Die zweite Konzerthälfte ist nahezu vergessenen Komponisten des 20. Jahrhunderts gewidmet, die durch die Regime des Nationalsozialismus bzw. der Sowjetunion teils bis in den Tod verfolgt wurden und deren Werke so fast in Vergessenheit gerieten. Franz Schreker, der 1934 – als »entartet« eingestuft und in den Zwangsruhestand versetzt – an den Folgen eines Herzinfarktes starb, eröffnet mit dem Intermezzo op. 8 den zweiten Teil. Der 1919 geborene Mieczysław Weinberg floh 1941 vor den Nazis aus seiner Heimatstadt Warschau in die UdSSR, doch auch hier wurde er wenige Jahre später diskriminiert und in seinem künstlerischen Schaffen eingeschränkt. Das 1948 entstandene Concertino op. 42 für Violine und Streicher legt Zeugnis von seinen Bemühungen ab, eine Gratwanderung zwischen der Einhaltung parteioffizieller ästhetischer Vorgaben und der Wahrung seiner künstlerischen Integrität zu vollziehen. Erwin Schulhoff, wie Weinberg und Schreker jüdischer Abstammung, war als Kommunist in den Augen der Nazis gleich doppelt suspekt. Eine Flucht in die UdSSR scheiterte, er wurde verhaftet und verstarb 1942 in einem NS-Internierungslager. Sein Doppelkonzert op. 63 in einer Fassung für Violine, Klavier und Orchester beschließt das Konzert.

Sowohl Daniel Hope als auch Sebastian Knauer haben sich über Jahre jeweils Namen durch ihre vielseitige Kreativität in der Programmgestaltung und darüber hinaus gemacht, auch als langjährige Duopartner in zahlreichen gemeinsamen Projekten. Ob in Europa, den USA oder in Japan – das befreundete Duo erlebt durchweg Begeisterung bei Publikum und Presse. Ihr gemeinsam eingespieltes Projekt »East meets West« wurde 2005 sogar mit einer Grammy-Nominierung belohnt. Die musikalische Leitung übernimmt die 1. Konzertmeisterin Sophie Heinrich vom Konzertmeister-Pult aus.
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