17.07.2017

Saisonabschluss 2016/17

Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges (10.9.) eröffnet die neue Spielzeit
Die Komische Oper Berlin blickt auf eine erfolgreiche fünfte Spielzeit unter Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky zurück. Mit herausragenden Neuproduktionen, wie Il barbiere di Siviglia in der Inszenierung von Kirill Serebrennikov, Aribert ReimannsMedea mit der überragenden Nicole Chevalier, Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges – der neuen Produktion der britischen Theatergruppe »1927« – sowie den Barrie-Kosky-Inszenierungen der Raritäten Die Perlen der Cleopatra mit Dagmar Manzel und Der Jahrmarkt von Sortoschinzi, konnte das Haus erneut seine programmatische Vielfältigkeit und sein künstlerisches Facettenreichtum unter Beweis stellen und begeisterte damit Publikum und Kritik gleichermaßen. Mit der gestrigen, ausverkauften Vorstellung von Modest P. Mussorgskis Der Jahrmarkt von Sorotschinzi im Rahmen des traditionellen Komische Oper Festival endete die Spielzeit 2016/17 im Haus an der Behrenstraße. Im Rahmen der Vorstellung wurde der scheidende Generalmusikdirektor Henrik Nánási von Kultursenator Dr. Klaus Lederer und der Leitung des Hauses verabschiedet. Mehrere erfolgreiche Gastspiele runden die Saison ab, unter anderem mit Eine Frau, die weiß, was sie will! in Hamburg und Dresden sowie Die Zauberflöte in Budapest, Moskau und aktuell in Peking.

Die Komische Oper Berlin freut sich auch bei den Zahlen über eine erfolgreiche Bilanz 2016/17. Die Gesamtauslastung lag bei 85,3%, es wurden 205.099 Karten für die 238 Vorstellungen, davon 206 auf der großen Bühne, verkauft. Neuproduktionen und Repertoire waren gleichermaßen gefragt. Zu den erfolgreichsten Produktionen der Spielzeit, die (annähernd) ausverkauft waren, zählen die Neuproduktionen Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges, Die Perlen der Cleopatra, Der Jahrmarkt von Sorotschinzi, Il barbiere di Siviglia und die Kinderoper Peter Pan sowie im Repertoire Die Zauberflöte, My Fair Lady, Ball im Savoy, Carmen und Orpheus.

Am 10. September eröffnet die neue Spielzeit mit der Wiederaufnahme Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges, am 23. September kehrt Eine Frau, die weiß, was sie will! mit Dagmar Manzel und Max Hopp zurück. Am 24. September steht mit der Uraufführung der deutsch-türkischen Kinderoper Die Bremer Stadtmusikanten die erste Premiere auf dem Spielplan, gefolgt von den Neuproduktionen Pelléas et Mélisande (15.10.) in einer Inszenierung von Barrie Kosky und Philip GlassSatyagraha (27.10.), inszeniert von Sidi Larbi Cherkaoui.

Weitere Informationen finden Sie unter der jeweiligen Produktion im Menupunkt »Produktionen A-Z«.
01.07.2017

Spielzeit 2017/18 | Season 2017/18

Vorschau | Preview
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Vor 70 Jahren gründete Walter Felsenstein die Komische Oper als einen Ort, an dem sich Musiktheaterschaffende nicht einfach auf die reiche Operntradition verlassen, sondern sie hinsichtlich ihrer Aktualität und Zukunftsfähigkeit immer wieder aufs Neue befragen. Auch in der Jubiläums-Spielzeit 2017/18 setzen Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky und die Geschäftsführende Direktorin Susanne Moser mit ihrem Team diesen Anspruch wieder in einem vielfältigen Programm um – mit besonderen Akzenten zum 70. Geburtstag. Von Barockoper über Operette und Musical sowie musikalische Meilensteine der Opernliteratur des 20. Jahrhunderts bis hin zur Kinderopern-Uraufführung, mit Werken von Georg Friedrich Händel bis Philip Glass, von Jacques Offenbach bis Jerry Bock, von Claude Debussy bis Dmitri Schostakowitsch, inszeniert von herausragenden Regisseuren unserer Zeit ebenso wie von Regie-Newcomern.

Premieren

Der 70. Geburtstag wird nicht nur mit einer großen Geburtstagstorte am 3. Dezember, sondern auch mit zwei Jubiläumsproduktionen gefeiert: Zwei Werke, die in legendären Felsenstein-Inszenierungen Erfolge feierten, kehren als Neuproduktionen zurück. Barrie Kosky inszeniert Jerry Bocks Musical Anatevka mit Max Hopp (im Wechsel mit Markus John) und Dagmar Manzel in den Hauptrollen und der Theaterzauberer Stefan Herheim präsentiert Jacques Offenbachs Operette Blaubart in einer deutsch-französischen Neufassung. Insgesamt neun szenische Premieren und eine konzertante stehen auf dem Spielplan, darunter mit Pelléas et Mélisande und Die Nase (beides inszeniert von Barrie Kosky), Die Gezeichneten (inszeniert von Calixto Bieito) und Philip Glass’Satyagraha (inszeniert von Sidi Larbi Cherkaoui) eine Serie von vier einzigartigen und herausragenden Werken des 20. Jahrhunderts. Zudem wird es zwei Uraufführungen geben: Die Bremer Stadtmusikanten, eine neue deutsch-türkische Kinderoper, und eine Produktion mit Mezzo-Star Anne Sofie von Otter, dem Schauspieler Wolfram Koch und Liedern der 1920er und 30er Jahre. Märchen im Grand-Hotel (mit Max Hopp unter der Musikalischen Leitung von Adam Benzwi) eröffnet einen fünfteiligen Zyklus konzertanter Operetten von Paul Abraham – und schärft das Profil im Bereich Musiktheater der 1920er und 30er Jahre weiter. Mit Händels Semele wird die Serie von Barockopern fortgesetzt und im November gibt es eine Neuauflage des erfolgreichen Stummfilmfestivals Kino Varieté.

Repertoire und Konzerte

Nach längerer Pause gibt es ein Wiedersehen mit Calixto Bieitos Inszenierung von Die Entführung aus dem Serail und Stefan Herheims Xerxes. Im Repertoire sind u. a. die Erfolgsproduktionen Die Perlen der Cleopatra, Il barbiere di Siviglia und Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges aus der laufenden Spielzeit zu erleben sowie Jewgeni Onegin, Die schöne Helena und natürlich die weltweit gefeierte Zauberflöte. In einer Spielzeit 2017/18 begrüßt das Haus zwei profilierte Kapellmeister: Ivo Hentschel und Jordan de Souza.
Bei den Sinfoniekonzerten freut sich das Orchester der Komischen Oper Berlin auf Solist*innen und Dirigenten wie Fazıl Say, Mischa Maisky, Daniel Hope, Nicola Benedetti, Christoph Eschenbach, Kristjan Järvi sowie Katia und Marielle Labèque.

Projekte »Jung« und »Selam Opera!«

Auch über die deutsch-türkische Kinderopern-Uraufführung hinaus setzen »Komische Oper Jung« und das interkulturelle Projekt »Selam Opera!« ihre erfolgreiche Arbeit fort und bereichern die bestehenden Projekt-Teile u. a. durch den »Berliner Sing Along« und die »Pop-up-Opera«. Jährlich kommen rund 40.000 Kinder und Jugendliche aus Berlin und Brandenburg und aus allen Communities in die Vorstellungen der Komischen Oper Berlin. Der Anteil erwachsener Besucher*innen nicht-deutscher Herkunft liegt bei nahezu 10 %.

Vorverkaufsbeginn und Streamings

Der allgemeine Vorverkauf für die Spielzeit 2017/18 beginnt am 31. März 2017 um 11 Uhr. Auch in der neuen Spielzeit streamt das Haus wieder drei Premieren live und kostenlos im Internet (Pelléas et Mélisande am 15.10.2017, Die Gezeichneten am 21.1.2018 und Blaubart am 17.3.2018). Mehr als 185.000 Menschen konnten bisher mit den Streamings der letzten und der laufenden Spielzeit erreicht werden.
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