Gastvorträge und After Show Lounge zu den Wiederaufnahmen

»Jede Aufführung eine Premiere!« lautete das Credo von Komische Oper-Gründer Walter Felsenstein. Deshalb feiern wir auch die Wiederaufnahme einer Produktion wie eine Premiere: mit Gastvorträgen ausgewiesener Wissenschaftler passend zum Thema jeweils 45 Minuten vor der Aufführung und in der After Show Lounge als Wiederaufnahmeparty im Anschluss daran.
Fr, 12. September | Die Zauberflöte
»Zauberflöten in Serie, oder Der kalkulierte Erfolg der Zauberflöte«?
Prof. Dr. Melanie Unseld (Musikwissenschaftlerin, Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg)

Sa, 13. September | Ein Sommernachtstraum
»Queer Dreams: Britten erträumt sich Shakespeare«
Prof. Dr. Ruth Mayer (Anglistin/Amerikanistin, Leibniz Universität Hannover)

Sa, 20. September | Clivia
»Clivia – eine Nazi-Operette?«
Dr. Kevin Clarke (Musikwissenschaftler, Operetta Research Center Amsterdam)

Fr, 7. November | West Side Story
»Verona? New York? Puerto Rico? Die West Side Story zwischen Nord und Süd«
Prof. Dr. Ruth Mayer (Anglistin/Amerikanistin, Leibniz Universität Hannover)

Do, 18. Dezember | Die Fledermaus
»Ratten, Seitensprünge und Sexpartys«
Dr. Kevin Clarke (Musikwissenschaftler, Operetta Research Center Amsterdam)

Sa, 10. Januar | Ball im Savoy
»Feministische Emanzipation in der Operette«
Dr. Kevin Clarke (Musikwissenschaftler, Operetta Research Center Amsterdam)

Sa, 14. Februar | Orpheus
»Orpheus und die Unbekannte«
Prof. Dr. Thomas Macho (Kulturwissenschaftler, Humboldt-Universität Berlin)

Do, 23. April | Odysseus
»Singen oder schweigen die Sirenen?«
Prof. Dr. Thomas Macho (Kulturwissenschaftler, Humboldt-Universität Berlin)

Fr, 1. Mai | Così fan tutte
»Liebestoll, liebesklug: Zur Modernität des Rokoko«
Prof. Dr. Thomas Macho (Kulturwissenschaftler, Humboldt-Universität Berlin)

Mi, 6. Mai | Carmen
»Un-Ordnungen. Don José und Carmen«
Prof. Dr. Melanie Unseld (Musikwissenschaftlerin, Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg)

Fr, 12. Juni | Rigoletto
»Gestürzter Engel«
Prof. Dr. Thomas Macho (Kulturwissenschaftler, Humboldt-Universität Berlin)
Prof. Dr. Melanie Unseld (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Melanie Unseld ist seit 2008 Professorin für Kulturgeschichte der Musik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Sie studierte Musik- und Literaturwissenschaft sowie Philosophie und Angewandte Kulturwissenschaft in Karlsruhe und Hamburg. 1999 wurde sie mit Man töte dieses Weib! Tod und Weiblichkeit in der Musik der Jahrhundertwende an der Universität Hamburg promoviert. Ihre Habilitation zum Verhältnis von Biographie und Musikgeschichte folgte 2013 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Weitere Publikationen u.a. zum Werk Aleksandr Borodins, zur Verbindung von Musik- und Kulturgeschichte sowie im Bereich der Gender-Forschung. Melanie Unseld war Mitinitiatorin des Promotionsprogramms Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung.Musikwissenschaft als Geisteswissenschaft (2009–2012) und ist Co-Herausgeberin der Reihe Europäische Komponistinnen.
Prof. Dr. Ruth Meyer (Leibniz Universität Hannover)
Die Anglistin und Amerikanistin Ruth Meyer lehrt seit 2001 als Professorin für Amerikanische Literatur und Kultur an der Leibniz Universität Hannover. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Ästhetik und Praxis von Serialität, der Diaspora und Globalisierung sowie der Kultur und Literatur des 19. Jahrhunderts. Nach Studien an der LMU München, dem University College London und der FU Berlin promovierte sie 1994 zum Thema Selbsterkenntnis, Körperfühlen. Medizinische und philosophische Körperkonzeptionen und Romane Herman Melvilles und Nathaniel Hawthornes. Anschließende Stationen waren das Dartmouth College und die New York University. 2000 habilitierte sich Ruth Meyer über Artificial Africas. Images of Colonialism in the Times of Globalization an der Universität zu Köln. 2013 publizierte sie die Monographie Serial Fu Manchu. The Chinese Super-Villain and the Spread of Yellow Peril Ideology.
Dr. Kevin Clarke (Operetta Research Center Amsterdam)
Kevin Clarke gründete 2006 das Operetta Research Center Amsterdam, dessen Leitung er seither innehat. An der FU Berlin sowie an der Università degli Studi di Milano studierte er Musikwissenschaft und Literaturgeschichte. 2007 erschien seine Dissertation mit dem Titel Im Himmel spielt auch schon die Jazzband. Emmerich Kálmán und die transatlantische Operette 1928–1932. Kevin Clarke publizierte außerdem über die Zusammenhänge zwischen Musiktheater und Nationalsozialismus, Homosexualität und Pornographie. Neben seiner Lehrtätigkeit am Konservatorium Tilburg ist er Journalist im Print- und Rundfunkbereich. 2011-2012 war Kevin Clarke Chefredakteur des Lifestyle-Magazins MÄNNER. Im Jahr 2010 kuratierte er die Ausstellung Erik Charell und die schwule Operette für das Schwule Museum Berlin, 2012 Die Welt der Operette. Glamour, Stars und Showbusiness am Theatermuseum in Wien. 
Prof. Dr. Thomas Macho (Humboldt-Universität zu Berlin)
Thomas Macho ist seit 1993 Professor für Kulturgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und Mitbegründer des Hermann von Helmholtz-Zentrums für Kulturtechnik ebendort. Außerdem fungiert er seit 2008 als Co-Direktor des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Sein Studium der Philosophie, Musikwissenschaft und Pädagogik schloss Thomas Macho 1976 mit der Dissertation Zur Dialektik des musikalischen Kunstwerks an der Universität Wien ab. Im Jahr 1983 habilitierte er sich über Metaphern des Todes. Eine Phänomenologie der Grenzerfahrung im Fachbereich Philosophie an der Universität Klagenfurt. Seine Forschungsgebiete erstrecken sich von Ritual- und Chronologiegeschichte über Todeskulte und die Bedeutung von Vorbildern bis zur Beziehung zwischen Mensch und Tier. Im Studienjahr 2013/14 war Thomas Macho Fellow am Internationalen Kolleg Morphomata an der Universität zu Köln.

Kurzeinführungen vor den Vorstellungen

30 Minuten vor Vorstellungsbeginn bieten im oberen Foyer die Kurzeinführungen Hintergründe zu Werk, Entstehung und Autor, geben Anstöße für Lesarten der Inszenierung und stimmen auf das Kommende ein.

Auch vor den Sinfoniekonzerten und den Aufführungen des Staatsballetts berlin erhalten Besucher eine fundierte Einführung in die Werke des Abends. Beginn ist hierfür immer 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung. Diese Einführungen finden auch im oberen Foyer statt. (vor Premieren, Sondervorstellungen und Produktionen des Kinder- und Jugendrepertoires finden keine Einführungen statt.) 

Nachgefragt | Gespräch nach der Vorstellung

Einmal im Monat besteht im Anschluss an eine Aufführung die Gelegenheit, mit Beteiligten der Produktion ins Gespräch über das gerade erlebte zu kommen. Alle sind eingeladen, Fragen zu stellen, Begeisterung zu zeigen oder auch Kritik loszuwerden. Die Termine können in den aktuellen Spielplänen entnommen werden.

Der Premiere von Aribert Reimans Oper Medea gehen 4 Backstage-Termine voran. Gespräche mit Komponist, Dirigent und Künstlern der Produktion! Alle Termine finden Sie hier ...
Wir bieten spezielle Führungen für blinde und sehbehinderte Menschen an. Weitere Informationen ...
»Umwerfend. Überwältigend. Überrumpelnd. Es gibt keine anderen Bezeichnungen, um die Neuproduktion der Komischen Oper in Berlin zu beschreiben.« [Die Welt]
Informationen zu allen Premieren, Wiederaufnahmen, Festivals, Konzerten und Sonderveranstaltungen ... 
Don Juan – der Inbegriff des Verführers inspirierte Mozart zu einer seiner einflussreichsten Opern – frivol, witzig und tiefgründig in einem. Eine Steilvorlage für Herbert Fritsch, den Meister des theatralen Wahnwitzes, dessen hochmusikalischer Inszenierungsstil wie geschaffen ist für dieses »heitere Schauspiel« über tödliche Leidenschaften.
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