Johann Strauss

Der Zigeunerbaron

Operette in drei Akten [1885]
Deutsch
12 – 98 € 12 – 94 € 12 – 74 € 12 – 94 € 12 – 84 € 12 – 94 € 12 – 84 € 12 – 84 € 12 – 94 € 12 – 94 € 12 – 84 € 12 – 94 €
Jan 2021
Apr 2021
Mai 2021
Jul 2021
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Siebzig Jahre nach Walter Felsensteins Zigeunerbaron, dem einzigen in der Geschichte der Komischen Oper Berlin, inszeniert der für seinen Bayreuther Tannhäuser gefeierte Regie-Star Tobias Kratzer eine der berühmtesten Strauss-Operetten als Parabel auf die Konflikte einer multikulturellen Gesellschaft und wird dabei mit Stefan Soltesz am Pult von einem ausgewiesenen Experten für die Wiener Operette unterstützt.
Ein mittelloser, junger Emigrant, der in seine Heimat zurückkehrt und den elterlichen Besitz nur mehr als Ruine vorfindet; ein reicher Schweinezüchter, der sich eben dieses Besitzes bemächtigt hat; ein königlicher Kommissär, der sich als konservativer Sittenwächter aufspielt, und eine unterprivilegierte Volksgruppe, die kollektiv als »Zigeuner« bezeichnet wird es ist eine explosive Mischung, die Ignaz Schnitzer in seinem Libretto zum Zigeunerbaron vereint. Und das nicht aus Zufall: Als Reflexion des österreichisch-ungarischen Ausgleichs von 1867 geschrieben, thematisiert die Operette in unterhaltsam spielerischer Form das Selbstverständnis und den Selbstfindungsprozess des k. u. k. Vielvölkerstaates. Für Regisseur Tobias Kratzer eine willkommene Vorlage, um mit Situationskomik und Freude am Absurd-Komischen die verhandelten Konflikte vor dem Hintergrund aktueller ähnlicher Auseinandersetzungen zur Disposition zu stellen.
Ungewöhnlich lange komponierte Johann Strauss an seinem Zigeunerbaron. Dass für die Uraufführung des Werkes zeitweise die Wiener Hofoper im Gespräch war, merkt man der Operette an, die sich im musikalischen Gestus und in den groß angelegten Finali immer wieder der Oper annähert. Neben der Fledermaus und Eine Nacht in Venedig zählt Der Zigeunerbaron zu Strauss’ populärsten Operetten. Mit ihrer meisterhaften Vermischung von Wiener und ungarischen Klängen gehört die Partitur zum Besten aus der Feder des Walzerkönigs.
Text von Ignaz Schnitzer nach der Novelle Saffi von Mór Jókai

Im Header: Nadja Mchantaf | Foto: Jan Windszus Photography, 3D Art: Sven Windszus
Sa., 3. April 2021, 19:30 Uhr

Stab

Musikalische Leitung
Inszenierung
Bühnenbild und Kostüme
Rainer Sellmaier
Dramaturgie
Licht
Bernd Purkrabek

Besetzung

Graf Peter Homonay
Conte Carnero, königlicher Kommissär
Sándor Barinkay
Thomas Blondelle
Kálmán Zsupán, ein reicher Schweinezüchter
Arsena, seine Tochter
Mirabella, ihre Erzieherin
Ottokar, ihr Sohn
Saffi, Zigeunermädchen
Czipra, alte Zigeunerin
Jasmin Etezadzadeh
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin u. a.
Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.

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