Die Spielzeit 2017/18

70 Jahre Zukunft Musiktheater

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© Jan Windszus Photography
© Jan Windszus Photography
Vor 70 Jahren gründete Walter Felsenstein die Komische Oper als einen Ort, an dem sich Musiktheaterschaffende nicht einfach auf die reiche Operntradition verlassen, sondern sie hinsichtlich ihrer Aktualität und Zukunftsfähigkeit immer wieder aufs Neue befragen. Seither begleitet, motiviert und bestimmt diese Neugier die Arbeit der Künstler*innen, die an diesem Haus tätig sind, und führt zu verschiedenen Zeiten zu ganz unterschiedlichen Antworten.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir diesen Geburtstag unter dem Motto »70 Jahre Zukunft Musiktheater« feiern! Insgesamt zehn Premieren stehen auf unserem Jubiläumsspielplan, darunter die beiden Jubiläumsproduktionen Blaubart und Anatevka. Mit einer digitalen Ausstellung, einer Fotostrecke innerhalb dieses Spielzeitheftes, vielen kleinen Aktionen im Verlauf der Saison sowie einer Geburtstagsparty am 3. Dezember (natürlich inklusive Torte!) feiern wir die vergangenen 70 Jahre – und schauen gleichzeitig in die Zukunft.

Der Blick nach vorn gehört zur Tradition des Hauses. Seit 70 Jahren prägt die Komische Oper Berlin die Zukunft der Gattung Musiktheater maßgeblich mit, hier setzen sich Künstler*innen damit auseinander, wie sie die alte Kunstform Oper im Hier und Jetzt lebendig auf die Bühne bringen können.
Jan Windszus hat die Vorabmotive für die zehn Premieren der Spielzeit in Szene gesetzt.
Berliner Morgenpost
Matthias Nöther, 17.3.2017
Das bringt das Jubiläum
»Bis 2022 möchte Barrie Kosky der Komischen Oper erhalten bleiben – nach fünf Jahren ist für den Intendanten somit Halbzeit, und Kosky kann ein von Grund auf gesundes und ideenreiches Haus mit einer Auslastung von durchschnittlich 88 Prozent präsentieren.«
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Brugs Klassiker
Manuel Brug, 16.3.2017
Da sind wir also gespannt.
»Der 70. Geburtstag des Hauses wird nicht nur mit einer großen Geburtstagstorte gefeiert.«
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twitter
@Opernjunkie, 16.3.2017
... echt starkes Programm
#Pelléas und #DieNase von #Kosky, #DieGezeichneten“ von #Bieito und #Glass’ #Satyagraha ein Muss, echt starkes Programm der @Komische_Oper
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rbb online
Maria Ossowski, 16.3.2017
Jubiläums-Stücke an der Komischen Oper
Der 70. Geburtstag der Komischen Oper will gebührend gefeiert werden - Barrie Kosky inszeniert zum Jubiläum besondere Stücke in Erinnerung an Gründer Walter Felsenstein.
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10 Premieren zum runden Geburtstag. Von Barockoper über Operette und Musical sowie musikalische Meilensteine der Opernliteratur des 20. Jahrhunderts bis hin zur Kinderopern-Uraufführung, mit Werken von Georg Friedrich Händel bis Philip Glass, von Jacques Offenbach bis Jerry Bock, von Claude Debussy bis Dmitri Schostakowitsch, inszeniert von herausragenden Regisseuren unserer Zeit ebenso wie von Regie-Newcomern.

2 Jubiläumsproduktionen

Der 70. Geburtstag wird nicht nur mit einer großen Geburtstagstorte am 3. Dezember, sondern auch mit zwei Jubiläumsproduktionen gefeiert: Zwei Werke, die in legendären Felsenstein-Inszenierungen Erfolge feierten, kehren als Neuproduktionen zurück. Barrie Kosky inszeniert Jerry Bocks Musical Anatevka mit Yehuda Almagor und Dagmar Manzel in den Hauptrollen und der Theaterzauberer Stefan Herheim präsentiert Jacques Offenbachs Operette Blaubart in einer deutsch-französischen Neufassung.

4 Meilensteine des 20. Jahrhunderts

Mit Pelléas et Mélisande und Die Nase (beides inszeniert von Barrie Kosky), Die Gezeichneten (inszeniert von Calixto Bieito) und Philip Glass’ Satyagraha (inszeniert von Sidi Larbi Cherkaoui) gehören vier einzigartign und herausragende Werke des 20. Jahrhunderts in den Premierenreigen.
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2 Uraufführungen

Die Bremer Stadtmusikanten, die berühmte Fabel der Brüder Grimm über vier Vertriebene, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wird gleich im September 2017 uraufgeführt. In die Vertonung der deutsch-türkischen Kinderoper von Attila Kadri Şendil fließen Einflüsse aus ganz unterschiedlichen musikalischen Quellen ein.Ich wollt', ich wär ein Huhn! mit Mezzo-Star Anne Sofie von Otter, dem Schauspieler Wolfram Koch und Liedern der 1920er und 30er Jahre, wird die zweite Uraufführung des Saison.

1 konzertante Operette

Märchen im Grand-Hotel (mit Max Hopp unter der Musikalischen Leitung von Adam Benzwi) eröffnet einen fünfteiligen Zyklus konzertanter Operetten von Paul Abraham – und schärft das Profil im Bereich Musiktheater der 1920er und 30er Jahre weiter.

1 Barockoper

Mit Händels Semele wird die Serie von Barockopern fortgesetzt. Heute zählt Semele weltweit zu den beliebtesten Werken aus der Feder Georg Friedrich Händels. Barock-Spezialist Konrad Junghänel und die italienische Regisseurin und Choreographin Laura Scozzi, die mit diesem dramatischen Oratorium ihr Debüt in Berlin gibt, entdecken im Ovidschen Mythos den weiblichen Willen zur Macht.

2 Festivals

Stummfilmfestival – Kino Varieté Nach dem überwältigenden Erfolg in der Spielzeit 2015/16 gehen die Komische Oper Berlin und ZDF/arte mit dem Stummfilmfestival im November 2017 Kino Varieté in die nächste Runde. An zwei Abenden wird der Stummfilm so präsentiert, wie er das große Publikum zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Kinos zog: als wilder, revueartiger Mix aus Wochenschauen, kurzen Reisedokumentationen, Werbe- und Kulturfilmen, live dargebotenen Tanz-, Gesangs- und Musikeinlagen und einem ca. 70-minütigen Hauptfilm.

Komische Oper Festival Am Ende der Saison lädt die Komische Oper Berlin zu einer Woche Festival und lässt die Neuproduktionen der Spielzeit an sechs aufeinanderfolgenden Tagen noch einmal Revue passieren: Semele, Die Gezeichneten, Pelléas et Mélisande, Blaubart, Die Nase und Anatevka. An jedem Abend erwartet die Gäste ein musikalisches und kulinarisches Rahmen­programm sowie ein Einführungsvortrag vor und eine spannende Diskussion mit Beteiligten der Produktion nach der Vorstellung.

Zurückschauen heißt für uns nach vorne blicken. Auf die nächsten 70 Jahre spannendes Musiktheater.
Barrie Kosky