Selam Opera!

Das interkulturelle Projekt der Komischen Oper Berlin
Ring frei für Helena ... in einen Box-Club an der Potsdamer Straße!
Ring frei für Helena ... in einen Box-Club an der Potsdamer Straße!
Oper trifft auf Stadt und umgekehrt
Bei der Pop-up-Opera werden ausgesuchte Szenen aus unserem aktuellen Opernrepertoire in urbane Kulissen Berlins getragen, um im Vorfeld und im Nachhinein mit den Einwohner*innen über das Gesehene, Gehörte und Erlebte ins Gespräch zu kommen. Die Auftritte im Alltag werden von einem Filmteam begleitet und als kurze Video-Clips über Social-Media-Kanäle einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. #KOBPopUp

© Robert Recker
© Robert Recker
Im Jahr 2011 rief die Komische Oper Berlin das interkulturelle Projekt »Selam Opera!« ins Leben. »Selam Opera!« nimmt das Selbstverständnis der Komischen Oper Berlin als »Opernhaus für alle« ganz wörtlich und möchte Anlässe zur Begegnung zwischen Stadtgesellschaft und Oper schaffen. Langfristig sollen so die Netzwerke zwischen dem Opernhaus und den Menschen in der Stadt gestärkt und dadurch auf eine verbesserte Kultur des Zusammenlebens hingearbeitet werden.

Die Sensibilisierung für das »Eigene« und das »Andere« regt dazu an, eingefahrene Muster zu verlassen und sich für eine erweiterte Auffassung von kultureller Bildung zu öffnen. Dabei steht nicht der klassische »Bildungsauftrag« im Mittelpunkt, der häufig auf die »Anhebung« des Gegenübers auf ein »höheres Niveau« abzielt, sondern das gemeinschaftliche Probieren und Tun. Dieses kulturelle Selbstverständnis zeigt sich nicht nur auf der Bühne des Opernhauses, sondern ebenso in der Zusammensetzung des Künstlerpersonals und kultursensiblen Mitarbeiter*innen. Auch das Publikum ist eingeladen, diesen Weg mitzugehen.

»Öffnung hin zur Stadt« heißt für die Komische Oper Berlin nicht nur, die Tore der Oper, ihre Musik und ihre ganz besondere Kunstform für jeden und jede unabhängig vom kulturellen, sozialen oder finanziellen Hintergrund weit aufzustoßen, sondern auch selbst die Schwelle des Hauses zu überschreiten, unter anderem mit dem Projekt des »Operndolmuş«.

Auch in der Arbeit auf der Bühne spiegeln sich die Ergebnisse der fortgeführten Auseinandersetzung mit dem Thema »Multikulturelle (Stadt-)Gesellschaft«, sei es im in der vergangenen Spielzeit veranstalteten »Türk Müzik Festivali« mit dem umjubelten Auftritt der renommierten Gruppe Kardeş Türküler und Superstar Candan Erçetin, sei es die Uraufführung der Kinderoper Die Bremer Stadtmusikanten (Bremen Mızıkacıları) aus der Feder des in Antalya lebenden Komponisten Attila Kadri Şendil. Hier hat nicht nur ein zeitgenössischer türkischer Komponist ein auch in der Türkei beliebtes deutsches Märchen vertont, hier wird auch nebeneinander auf Türkisch und Deutsch gesungen – und zwar ganz selbstverständlich. 

Eine Opernreise. Auf den Spuren der Gastarbeiterroute

Der Operndolmuş der Komischen Oper Berlin ging auf eine mehr als 3000 km lange Reise entlang jener Strecke, die viele als »Gastarbeiter« in West-Deutschland tätige Arbeitsmigranten seit den 1960er Jahren alljährlich nutzten, um im Urlaub für einige Wochen in ihre ursprünglichen Heimatorte zurückzukehren. In einer eigens für diese Reise entstandenen 45-minütigen Musiktheaterrevue wurde den äußeren Beweggründen und seelischen Bewegungen nachgespürt, die die Menschen zu allen Zeiten dazu antrieb, ihr Glück in der Ferne zu suchen, wenn auch zum Preis der Sehnsucht nach der verlassenen Heimat.

Übersetzungsanlage – Oper für alle

Nahezu jeder Sitzplatz in der Komischen Oper Berlin ist mit einem individuellen Untertitel-Display ausgestattet, auf dem der Text optional mitgelesen werden kann – und das in mehreren Sprachen (außer bei Konzerten, konzertanten Aufführungen und Kinderopern). Während die Übersetzungen ins Englische und Französische die Bedeutung Berlins für den internationalen Kulturtourismus unterstreichen, soll die Übersetzung ins Türkische auch als ein wichtiges Signal in die Stadt hineinwirken. Schließlich ist Berlin weltweit die Stadt mit der größten türkeistämmigen Gemeinde außerhalb der Türkei. Auch hier versteht sich die Komische Oper Berlin als »Opernhaus für alle«.


Operndolmuş

Seit der Spielzeit 2012/13 besucht der »Operndolmuş« (der Name spielt auf die in der Türkei üblichen Sammeltaxis an), ein Kleinbus voll besetzt mit Sänger*innen und Musiker*innen der Komischen Oper Berlin, regelmäßig Einrichtungen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Bürger*innen unterschiedlichster Kulturkreise und präsentiert vor Ort eine szenisch-musikalische Reise durch 500 Jahre Operngeschichte im Miniformat. Im Jahr 2014 wurde ergänzend der »Operndolmuş für Kinder« ins Leben gerufen, dessen Programm auf eine junge Zuhörerschaft (und deren Familien) abgestimmt ist und in Schulklassen, Elterncafés und interkulturellen Familienzentren aufgeführt wird.







Workshops

Im Rahmen von »Selam Opera!« bietet die Komische Oper Berlin ein umfangreiches Vermittlungsprogramm rund um die aufregende Welt des Musiktheaters an. Zu allen Produktionen können Workshops besucht werden, in denen die Opern spielerisch erkundet werden. Auch interkulturelle Themen stehen dabei im Fokus. Die Workshops richten sich an alle Altersgruppen von jung bis alt.

Kinderchor

Chorsingen verbindet: Etwa 80 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 6 und 16 Jahren singen im Kinderchor der Komischen Oper Berlin. Sie bekommen kostenlos professionellen Schauspiel- und Gesangsunterricht und sind in zahlreichen Opernaufführungen auf der Bühne zu erleben. Zur Spielzeit 2012/13 konnten 25 Kinder mit türkischen Wurzeln in den Kinderchor aufgenommen werden.







Förderer

Um auch zukünftig türkeistämmige Kinder, Jugendliche, Erwachsene für die faszinierende Welt des Musiktheaters zu begeistern, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen: Engagieren Sie sich als Förderer bei diesem Projekt, das wir langfristig fortsetzen und ausweiten möchten.

DANKE
SERAP DOLU-LEIBFRIED

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Kontakt »Selam Opera!«
Projektleiter »Selam Opera!«
Mustafa Akça 
T +49 (0)30 20260 492
m.akca@komische-oper-berlin.de


Referent PR & Interkulturelle Kommunikation
Oliver Brandt
T +49 (0)30 20260 386
o.brandt@komische-oper-berlin.de


Szenische Leitung
Anisha Bondy
a.bondy@komische-oper-berlin.de

Danke! Danke! Danke!