Solist - Mezzosopran
Caren van Oijen
Zitat einfügen oder Element löschen - EN nicht vergessenDas Wichtigste am Singen ist Kommunikation. Man steht auf der Bühne, um etwas mitzuteilen.
Im Ensemble der Komischen Oper
Berlin seit 2003. Davor ab 1987 im Opernstudio
der Komischen Oper Berlin engagiert und bis 2003
ständiger Gast, seit 2015 Vocal-Coach des Opernstudios.
2022 zur Berliner Kammersängerin ernannt.
HEIMAT
Veldhoven/Niederlande
Berlin seit 2003. Davor ab 1987 im Opernstudio
der Komischen Oper Berlin engagiert und bis 2003
ständiger Gast, seit 2015 Vocal-Coach des Opernstudios.
2022 zur Berliner Kammersängerin ernannt.
HEIMAT
Veldhoven/Niederlande
CDs
Kox: The Silent Cry. Der Wechsel menschlicher Sachen unter Erik Iotichius; Lieder und Chansons, mit Alessandro Misciasci (Klavier); Schönberg: Moses und Aron unter Pierre Boulez; Schnittke: Life with an Idiot unter Mstislaw Rostropowitsch
WICHTIGE DIRIGENT:INNEN
Pierre Boulez, Hartmut Haenchen, Eduardo Mata, Paul McCreesh, Kirill Petrenko, Mstislaw Rostropowitsch, Simone Young, Vladimir Jurowski
WICHTIGE REGISSEURE
David Alden, Pierre Audi, Calixto Bieito, Willy Decker, Andreas Homoki, Richard Jones, Barrie Kosky, Harry Kupfer, Uwe Eric Laufenberg, Christof Loy, Hans Neuenfels, Boris Pokrovsky
WICHTIGE PARTIEN AN DER KOMISCHEN OPER BERLIN
Mrs. Sedley (Peter Grimes), Suzuki (Madame Butterfly), Leocasta (Giustino), Irene (Tamerlano), Bradamante (Alcina), Olga (Jewgeni Onegin), Försterin/Eule (Das schlaue Füchslein), Sonjetka (Lady Macbeth von Mzensk), Rosenkranz (Hamlet), Wirtin (Boris Godunow), Dryade (Ariadne), Margret (Wozzeck), Gottesanbeterin (Mikropolis), Marcellina (Die Hochzeit des Figaro), Clarice (Die Liebe zu drei Orangen), Annina (Der Rosenkavalier), Paulina (Pique Dame), Die alte Gräfin (Die Nase), Mama/Die Tasse/Die Libelle (L'Enfant et les Sortilèges), Dritte Dame (Die Zauberflöte), Annina (La traviata), Frau Waas/Frau Mahlzahn (Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer)
AUSFLÜGE
Hamburgische Staatsoper, Aalto-Musiktheater Essen, Deutsche Oper am Rhein, Oper Köln, Oper Bonn, De Nederlandse Opera, Salzburger Festspiele, Bergen Festival, Händelfest-spiele Halle, Holland Festival, Gewandhausorchester Leipzig, Dresdner Philharmonie, Rotterdams Philharmonisch Orkest, Concertgebouw Orkest u. a.
Von eisernen Vorhängen hat sich Caren van Oijen noch nie einschüchtern lassen. Europa war noch in Ost und West geteilt, als die junge Niederländerin 1987 von Harry Kupfer an die Komische Oper Berlin geholt wurde. »Es war eine aufregende Zeit.« Noch heute bekommt sie eine Gänsehaut, wenn sie an einen Vorstellungsbesuch an der Semperoper Dresden zurückdenkt: Fidelio in der Regie von Christine Mielitz – eine Woche vor dem Mauerfall. »Der Gefangenenchor sang hinter Stacheldraht, und jeder verstand, worum es ging. Da brodelte es – und die Oper war mittendrin.«
Die Oper trat vergleichsweise spät in ihr Leben. »Gesang hat mir immer Spaß gemacht, aber eigentlich hatte ich mit der Harfe und der Geige geliebäugelt.« In Amsterdam sah sie ihre erste Oper: Jewgeni Onegin. »Die Rolle der Olga hat mir gefallen! Das war später auch die erste Partie, die ich auf der Bühne gesungen habe.« Aber Blut geleckt hatte sie noch nicht. »Ich fand Oper manchmal ein bisschen langweilig.« Doch dann sah sie in Amsterdam eine Aufführung, die ihr Leben veränderte: Harry Kupfers Inszenierung von Boris Godunow. »Das war ein Wendepunkt für mich und hat mich sehr beeindruckt.« Sie rief Harry Kupfer an. Der lud sie zum Vorsingen ein – und holte sie an die Spree!
In der ungewohnten Umgebung von Ost-Berlin fand sich Caren van Oijen bald zurecht. Gewohnt hat sie damals in Hohenschönhausen und später am Frankfurter Tor, in einer kleinen Wohnung samt Kakerlaken. Viel Freizeit blieb ihr nicht neben ihren Verpflichtungen am Opernstudio der Komischen Oper. »Das war eine harte, aber großartige Schule. Wir hatten von morgens bis abends Unterricht, ein ziemliches Pensum.« Unvergessen: ihre Lehrerin Marianne Fischer-Kupfer. »Bei ihr habe ich viel gelernt.« Seit 2014 fördert Caren van Oijen nun ihrerseits als Coach den Sängernachwuchs des Opernstudios der Komischen Oper Berlin.
In den Folgejahren erarbeitete sie sich ein großes Repertoire, entdeckte ihre Liebe zu slawischer und spanischer Musik, sang viel Barock und Zeitgenössisches, darunter mehrere Uraufführungen. »Ich singe alles gerne! Das Wichtigste am Singen ist Kommunikation. Man steht auf der Bühne, um etwas mitzuteilen.« Dabei kann es gelingen, mit Gesang Wände zu durchbrechen – die »vierte Wand« zum Publikum etwa. Und manchmal durchbricht man damit sogar einen eisernen Vorhang!
Nächste Termine und Besetzung
Magazin
11. September 2026
Welt ohne Mütter
Regisseur Barrie Kosky im Gespräch über Patriarchen, männliche Arroganz und das verhängnisvolle Nichts
#KOBLear
4. September 2026
Archaisches Elementartheater
Mich fasziniert, wie Reimann mit diesen zeitlosen Themen des Stoffs umgeht: eine dysfunktionale heteronormative Familie als Metapher für die ganze Welt, Macht, Machtmissbrauch, Krieg, Wahnsinn. In Lear geht es um enge zwischenmenschliche Beziehungen. Deshalb konzentriere ich mich auf die Körper, die Emotionen, die Stimmen. […] Es wird ein archaisches Elementartheater: konzentriert, ohne Schnickschnack. Der Hangar 4 ist das Bühnenbild. Wenn nur zwei Menschen in Hysterie und voller Angst über diese große Fläche laufen – das alleine ist schon Theater.
Barrie Kosky, Regisseur Lear, in: Siegessäule 09/26, Ecki Ramón Weber: Sturm in Hangar 4
#KOBLear
28. August 2026
Innenarchitektur des Infozentrums UdL 41 nominiert
Ein Stück vom tiefroten Bühnenvorhang, samt bezogene Sitzbänke, mit Aufklebern übersäte Spinde der Bühnenmitarbeiter:innen, Uhren ohne Lauf: wie eine Art Ensemble angehaltener Zeit erinnern sie an unser Stammhaus in der Behrenstraße. Im ehemaligen Souvenirgeschäft Unter den Linden 41 sind sie als Zeitkapseln vergangener Opernabende zu bewundern und rahmen gleichzeitig die Bühne für die Zukunft des Opernhauses: Seit 2024 gastiert hier das Infozentrum UdL41 mit Einblicken zur Sanierung des Haupthauses der Komischen Oper Berlin.
Entworfen hat das ausgefeilte Konzept aus Erinnerungstücken und Zukunftsblick die Innenarchitektin Hella Schindel. UdL41 ist nun Begegnungsort mit unserer vielleicht kleinsten Bühne für Vorträge und Konzerte und Startpunkt für Baustellenführungen. Zusammen mit Sitzmöblierung für unserer Interimsspielstätten ist die Gestaltung des Infozentrums nominiert für den Deutschen Innenarchitekturpreis 2026.
Foto: © Philipp Funke
Entworfen hat das ausgefeilte Konzept aus Erinnerungstücken und Zukunftsblick die Innenarchitektin Hella Schindel. UdL41 ist nun Begegnungsort mit unserer vielleicht kleinsten Bühne für Vorträge und Konzerte und Startpunkt für Baustellenführungen. Zusammen mit Sitzmöblierung für unserer Interimsspielstätten ist die Gestaltung des Infozentrums nominiert für den Deutschen Innenarchitekturpreis 2026.
Foto: © Philipp Funke
#KOBSanierung
26. August 2026
IN MEMORIAM
Anny Schlemm
22. Februar 1929 – 20. August 2026
22. Februar 1929 – 20. August 2026
Die Komische Oper Berlin trauert um ihr Ehrenmitglied Anny Schlemm. Sie verstarb am 20. August 2026 im Alter von 97 Jahren in Graz.
26. Juni 2026
Ambur Braid für DER FAUST nominiert
Ambur Braid ist für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert in der Kategorie »Darsteller:in Musiktheater«. Ihr eindrucksvolles Rollendebüt als Katerina Lwowna Ismailowa in Barrie Koskys Lady Macbeth von Mzensk sei jederzeit authentisch, ziehe das Publikum in ihren Bann, fordere zum Miterleben und Mitleiden heraus – niemand im Saal bliebe teilnahmslos zurück, lobt die Jury Ambur Braids stimmliche Wucht und ihre starke Bühnenpräsenz:
»In dem überwältigenden Farbenreichtum ihres Spiels sind Auflehnung und Verletzlichkeit ebenso nachfühlbar wie die verzweifelte Einsamkeit ihrer Figur.« Jury-Begründung
»In dem überwältigenden Farbenreichtum ihres Spiels sind Auflehnung und Verletzlichkeit ebenso nachfühlbar wie die verzweifelte Einsamkeit ihrer Figur.« Jury-Begründung
10. Mai 2026
Unserer Touren hinter die Bühne der Komischen Oper Berlin zeigen unseren Gästen, welche Detailliebe hinter jeder Arbeit steckt. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Menschen auf unseren Führungen Kultur erst richtig zu schätzen lernen – weil sie sehen, wie viel Herzblut und Überlegung in jedes Detail fließt, wenn aus Darsteller:innen Bühnenfiguren werden. Das liebe ich an meinen Job.
Anna Ponnath, Tour Guide, in: Peeking Behind the Curtain an Inside Look at Komische Oper's Backstage Tours, the-berliner.com
