Komische Oper Festival

11. bis 16. Juli 2017
© Monika Rittershaus
© Monika Rittershaus
Am Ende der Saison laden wir Sie zu einer Woche Festival ein. Lassen Sie die Neuproduktionen der Spielzeit an sechs aufeinanderfolgenden Tagen noch einmal Revue passieren. Wie gewohnt erwartet Sie an jedem Abend ein musikalisches und kulinarisches Rahmenprogramm sowie ein Einführungsvortrag vor und eine spannende Diskussion mit Beteiligten der Produktion nach der Vorstellung. In den Einführungen liefern die Dramaturg_innen Hintergrundinformationen, stimmen auf die Inszenierungen ein und stellen darüber hinaus das jeweilige Werk in einen ­größeren Zusammenhang.

Eine Woche Opernrausch!

Di, 11. Juli 2017, 19:30 Uhr
Petruschka/L’Enfant et les Sortilèges 

18:30 Uhr Einführungsvortrag »Meister und Mutter – von Abhängigkeiten und deren
Überwindung« (Ulrich Lenz, Chefdramaturg)
Im Anschluss an die Vorstellung »Kunst oder Kontrolle? Computer oder Crescendo?« – Gespräch mit Markus Poschner, Tiago Alexandre Fonseca und Nadja Mchantaf; Moderation: Ulrich Lenz


Mi, 12. Juli 2017, 19:30 Uhr
Die Perlen der Cleopatra

18:30 Uhr Einführungsvortrag »Total Control – über Perlen, Flöten und Berliner Bier«
(Simon Berger, Dramaturg)
Im Anschluss an die Vorstellung »Showtime in Berlin!« – Gespräch mit Adam Benzwi, Peter Bording und Johannes Dunz; Moderation: Simon Berger


Do, 13. Juli 2017, 19:30 Uhr
Il barbiere di Siviglia 

18:30 Uhr Einführungsvortrag »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser?« (Johanna Wall, Dramaturgin)
Im Anschluss an die Vorstellung »Gibt es sie noch, die guten alte Dinge?« – Gespräch mit Philipp Meierhöfer und Dominik Köninger; Moderation: Johanna Wall


Fr, 14. Juli 2017, 19:30 Uhr
Zoroastre

18:30 Uhr Einführungsvortrag »Denn sie wissen nicht, was sie tun …« (Johanna Wall, Dramaturgin)
Im Anschluss an die Vorstellung »Spielbälle der Götter?« – Gespräch mit Nadja Mchantaf und Christian Curnyn; Moderation: Johanna Wall


Sa, 15. Juli 2017, 19:30 Uhr
Medea 

18:30 Uhr Einführungsvortrag »›Fluch dem, der den Gastfreund schlug!‹ – Freiheit als Medeas Widerstand« (Simon Berger, Dramaturg)
Im Anschluss an die Vorstellung »Die Zeit der Nacht, der Zauber ist vorbei« – Simon Berger im Gespräch mit Komponist Aribert Reimann


So, 16. Juli 2017, 19 Uhr
Der Jahrmarkt von Sorotschinzi

18 Uhr Einführungsvortrag »Der Teufel geht um! – Kontrolle durch Angst« (Ulrich Lenz, Chefdramaturg)
Im Anschluss an die Vorstellung »Kollektive Angst und ihre Profiteure« – Gespräch mit Hans Gröning, Anita Rodriguez Mendoza und Matthias Spenke; Moderation: Ulrich Lenz

Unterstützt von

Stummfilmfestival
Kino Varieté

11. bis 12. Nov 2017
© Deutsches Filminstitut - DIF e.V.
© Deutsches Filminstitut - DIF e.V.

Film, Musik und Bühnenshow!

Nachdem überwältigenden Erfolg in der Spielzeit 2015/16 gehen die Komische Oper Berlin und ZDF/arte mit dem Stummfilmfestival Kino Varieté in die nächste Runde. An zwei Abenden wird der Stummfilm so präsentiert, wie er das große Publikum zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die Kinos zog: als wilder, revueartiger Mix aus Wochenschauen, kurzen Reisedokumentationen, Werbe- und Kulturfilmen, live dargebotenen Tanz-, Gesangs- und Musikeinlagen und einem ca. 70-minütigen Hauptfilm. Die beiden Abende orientieren sich in ihrer Dramaturgie an den heute mitunter kurios wirkenden Abfolgen der damaligen Kino-Revuen und versetzen sie zugleich durch neukomponierte Filmmusiken und Liveauftritte von Künstler*innen der Komischen Oper Berlin ins Heute. Stummfilmkino als lebende Juke-Box!
Sa, 11. Nov 2017, 19:30 Uhr
Voyage Oriental
Die Abenteuer des Prinzen Achmed (Deutschland 1926)

Im ältesten abendfüllenden Animationsfilm kommt alles zusammen, was 1001 Nacht an Fabelwesen und Orientkolorit zu bieten hat. Die Meisterin des Scherenschnitts, Lotte Reiniger, führt ihren Titelhelden auf der Spur seiner Geliebten, der Dämonenherrscherin Pari Banu, und gejagt von einem bösen Zauberer quer durch das Morgenland, lässt ihn Geistern, Hexen, Zwergen, Aladin und dem Kaiser von China begegnen und schließlich – Ende gut, alles gut! – seine große Liebe finden.
Vor diesem Silhouettenfilm aus den 1920er Jahren läuft eine Auswahl von Kurzfilmen, die viel von der Faszination erzählen, die der Orient seit jeher auf den Westenausübt: Reisebilder aus Persien, Wochenschauberichte aus dem fernen Osten und kleine Filme, die erotischen Fantasien freien Lauf lassen. Dazu und dazwischen: Tanz, Gesang und Musik – okzidental-orientalische Klänge, neu komponiert von Studierenden der Zürcher Hochschule der Künste und präsentiert vom Ensemble Interkom.

Ab 22:30 Uhr Party mit DJ Yuriy Gurzhy



So, 12. Nov 2017, 19:30 Uhr
Roter Rummel
Arsenal (Ukraine 1929) 

Die sich 2017 zum 100. Mal jährende Russische Revolution bildet den historischen Hintergrund für den Hauptfilm des zweiten Abends. Der nach Kiew heimkehrende ukrainische Soldat Timosh bringt aus dem Ersten Weltkrieg nicht nur körperliche und psychische Schäden, sondern auch allerhand revolutionäre Ideen mit, die in seiner Heimatstadt und insbesondere in der Waffenfabrik »Arsenal« schnell die Runde machen.
Das Vorprogramm als szenisches Manifest des revolutionären Zeitgeistes der 1910er und 20er Jahre. Der Eröffnungsfilm Interplanetarische Revolution erzählt vom Export der Revolution auf den Mars, Dziga Vertovs Kinoprawda erinnert an die Oktoberrevolution, und last but not least überrascht Sergei Eisenstein mit einer surrealistischen Groteske. Und drumherum: Eisler-Lieder und die – gemeinsam intonierte – Internationale. Exzentriker aller Länder, vereinigt euch!

In Kooperation mit