Salon extra

Gaming – Kunst oder Kinderspiel?
Auf der Suche nach Berührungspunkten zwischen Oper und digitalen Games
Theorie trifft auf Unterhaltung und Kunst auf Wissenschaft – dieses Mal allerdings nicht im Foyer der Komischen Oper Berlin, sondern live im Netz! In Anknüpfung an das von der Kulturstiftung des Bundes geförderte, gemeinsam mit dem Berliner Ensemble umgesetzte digitale Projekt »Spielräume!« veranstaltet die Komische Oper Berlin außerhalb der üblichen Reihe, aber in altbewährter Weise unterstützt von der Unternehmensgruppe Gegenbauer das Salongespräch »Gaming – Kunst oder Kinderspiel?« mit der Medienkulturwissenschaftlerin Jun.-Prof. Dr. Melanie Fritsch von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf, der Game-Designerin Cornelia Geppert (CEO und Art Director von Jo-Mei Games) und dem Projektleiter »Spielräume!« an der Komischen Oper Berlin, Joscha Neumann – passend zum Inhalt digital im World Wide Web. Auch hierbei soll keineswegs auf eine variierende Gesprächsdramaturgie und allerlei Interventionen, ganz im Sinne einer spielerischen Atmosphäre, verzichtet werden. Let’s play!
Mit einem Jahresumsatz von weltweit 159 Milliarden Euro, davon allein in Deutschland 6 Milliarden, ist die Gaming-Branche ein boomender Wirtschaftsfaktor. Das Produktionsbudget der teuersten Videospiele liegt in der Größenordnung von Hollywood-Blockbustern, ihre Reputation als reine Kindersache, Spielerei oder bloße Gewaltverherrlichung allerdings deutlich darunter. Als künstlerische Kreationen oder gar als eigenes Kunstgenre werden Videogames bislang weniger wahrgenommen. Dabei gibt es inzwischen zahlreiche überaus kreative, ästhetisch wie inhaltlich anspruchsvolle Games. Ihre Gestaltungsprozesse ähneln denen einer Theaterproduktion: Auch beim Gaming müssen Räume gestaltet, Kostüme designed, Charaktere kreiert, Plots entwickelt und in den allermeisten Fällen sogar eine eigene, den Spannungsverlauf unterstützende Musik komponiert werden. Wer sind die Macher*innen, die hinter all diesen Prozessen stehen? Inwiefern nehmen sie selbst sich als Künstler*innen war? Warum ist das gemeinsame Spielen im Theater und in der Oper allgemein als Grundbedingung eines gelungenen Abends anerkannt, beim Gaming aber allzu oft der Grund für das Aberkennen jeglicher künstlerischer Qualität? Was verbindet Gaming und Oper? Und auf welcher künstlerisch-kreativen Ebene können sich die beiden Genres womöglich gegenseitig befruchten?

GÄSTE
Jun.-Prof. Dr. Melanie Fritsch (Juniorprofessorin für Medienkulturwissenschaft mit Schwerpunkt Game Studies und angrenzende Gebiete an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf)
Cornelia Geppert (CEO und Art Director beim Berliner Indie-Studio Jo-Mei Games)
Joscha Neumann (Projektleiter „Spielräume“ an der Komischen Oper Berlin)

MODERATION
Ulrich Lenz, Rainer Simon (Komische Oper Berlin)

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Mon 22 Mar 202119:30 — 20:30
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