Produktionen

Œdipe

Œdipe [sprich: Ödip] ist eine tragische Oper in französischer Sprache.
Sie ist aus dem Jahr 1936.
Der Text ist von Edmond Fleg.
Grundlage war ein Text von Sophokles [sprich: Sofokles].
Das war ein griechischer Dichter aus dem Altertum.
Darum geht es:
Es gibt eine schreckliche Vorhersehung für Ödipus:
Er wird in der Zukunft seinen Vater ermorden und mit seiner Mutter schlafen.
Seine Eltern setzen ihn deshalb als Baby aus.
Doch er überlebt und wächst bei Pflege-Eltern auf.
Doch die Vorhersehung wird wahr:
Ödipus tötet seinen Vater ohne es zu wissen.
Und er schläft mit seiner Mutter.
Weil er beide nicht kennt.
Als er die Wahrheit erfährt, bestraft er sich selbst.
Er sticht sich die Augen aus.
Ödipus findet erst Frieden, als er erkennt:
Der Kampf gegen das eigene Schicksal gehört zum Mensch-Sein dazu.
Der Komponist dieser Oper ist George Enescu.
Er ist aus Rumänien und hat in Paris studiert.
Er hat fast 20 Jahre an diesem Stück gearbeitet.
Es ist sein wichtigstes und größtes Werk.

Diese Oper ist ein einzigartiges Stück Musiktheater.
Sie wird nach fast 20 Jahren erstmals wieder in Berlin gespielt.
Der russische Regisseur Evgeny Titov [sprich: Jewgeni Titof]
hat diese Oper auf die Bühne gebracht.




Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Das ist eine Oper von Kurt Weill.
Die Oper ist in deutscher Sprache.
Sie hat 3 Akte.
Sie wurde 1930 geschrieben.
Der Text ist von Bertolt Brecht

Darum geht es:
Drei Gauner sind auf der Flucht.
Sie werden von der Polizei gesucht.
Sie fliehen in die Wüste.
Dort gründen sie eine Stadt.
Die Stadt heißt Mahagonny.
Diese Stadt soll ihre Heimat werden.
Dort soll alles möglich sein.
Es soll keinen Grenzen geben.
Man darf alles machen.
Es soll viel Geld verdient werden:
Mit dem Verkauf von Sex und Alkohol.
Aber das wird schwierig,
wenn das Geld alle ist.
Und wenn man seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann.
Es geht um Natur-Katastrophen.
Es geht um strenge Regeln.
Und um das grenzenlose Ausleben von Wünschen.
Die Stadt Mahagonny steht für das menschliche Leben.
Und für die Fehler im Leben.
Es wird mit Bildern und Vergleichen aus der Bibel gearbeitet.
Die Musik von Kurt Weill passt zur Handlung.
Sie treibt die Handlung voran.
In der Musik hört man Einflüsse aus verschiedenen Stil-Richtungen.

Die Zaubermelodika

Das ist eine Kinder-Oper von Iiro Rantala.
Sie ist in deutscher Sprache.
Sie wird das erste Mal aufgeführt.
Die Oper hat 2 Teile.

Der Text ist von Minna Lindgren.
Die deutsche Übersetzung von dem Text ist von Ulrich Lenz.
Die Komische Oper hat dieses Werk in Auftrag gegeben.
Die Kinder-Oper eignet sich für Kinder ab 6 Jahre.

Darum geht es:
Der König Sarastro leidet an Gedächtnis-Schwund.
Er kann sich an viele Dinge nicht erinnern.
Deshalb muss ein neuer König gewählt werden – oder eine Königin!

Drei Personen treten zur Wahl an:
Prinz Tamino, Prinzessin Pamina und Monostatos.
Prinzessin Pamina ist die Tochter von König Sarastro.
Prinz Tamino ist ihr Mann. Der will aber eigentlich gar nicht König werden.
Er will viel lieber mit seinen vielen Drachen spielen.
Die hält er sich als Haustiere.
Monostatos ist der Diener der Königin der Nacht.
Niemand mag ihn.
Und er selbst glaubt auch nicht an sich.

Die Kandidaten für den Thron müssen 3 Prüfungen bestehen.
Bei den Prüfungen geht es darum:
Wer hält es am längsten in einer heißen Sauna aus?.
Wer im eiskalten Wasser von einem zugefrorenen See?
Wer hält es am längsten auf einem Ameisen-Haufen aus?
Diese 3 Orte sind sehr typisch für Finnland.

Und dann sind da noch Papageno und Papagena.
Sie sind mit Pamina und Tamino befreundet.
Sie sind Paar und haben viele Kinder.

König Sarastro ist zwar alt,
aber noch ziemlich fit.
Am Ende gibt es eine echte Überraschung.

Das ist die Idee:
Die Oper ist eine Fortsetzung von der Oper „Die Zauberflöte“.
„Die Zauberflöte“ ist eine berühmte Oper von Wolfgang Amadeus Mozart.
Nun wird die Geschichte der Mozart-Oper weitererzählt.
Fast alle Figuren der neuen Oper gibt es auch schon in der Mozart-Oper.
Aber sie haben sich verändert.

Der kluge König Sarastro leidet zum Beispiel an Gedächtnis-Schwund.
Oder die Königin der Nacht hat einen Bart und singt mit tiefer Stimme.

Wie in der Mozart-Oper gibt es auch ein Zauber-Instrument.
Das ist keine Flöte, sondern eine Melodika.
Das ist ein Blasinstrument mit Tasten.
Es ist nicht sehr beliebt.
Auch in der Kinder-Oper will es eigentlich niemand haben.

Der finnische Jazz-Musiker Iiro Rantala und die finnische Schriftstellerin
Minna Lindgren haben sich die Geschichte ausgedacht.
Es ist ihre Fortsetzung der „Zauberflöte“.
Man muss die Mozart-Oper nicht kennen.
Man versteht die Kinder-Oper trotzdem.
Die Musik von Iiro Rantala hat schöne Melodien,
die man sich gut merken kann.
Und sie ist immer wieder voller Überraschungen.
Wie die Oper.

Katja Kabanowa

Das ist eine Oper von Leoš Janáček [sprich: Leosch Janatschek].
Die Oper hat 3 Akte.
Sie ist aus dem Jahr 1921.
Sie ist in tschechischer Sprache.
Diese Oper endet traurig.

Darum geht es:
Katja ist eine junge Ehefrau.
Sie ist nicht glücklich.
Katja sucht ein erfülltes Leben.
Sie verliebt sich in einen anderen Mann namens Boris.
Katja betrügt ihren Ehemann mit Boris.
Katja hat sehr große Schuldgefühle.
Katja ist immer auf der Flucht vor sich selbst.
Und schließlich beendet sie selbst ihr Leben.
Sie bringt sich um.


Die weibliche Hauptrolle singt Annette Dasch.
Annette Dasch ist weltweit erfolgreich.

Der tschechische Komponist Leoš Janáček lebte im frühen 20. Jahrhundert.
Er war ein großer Künstler.
Er hat den Menschen gut zugehört.
Er hat auf ihre Sprache gehört.
Er hat auf die Stimmen der Menschen geachtet.
Daraus hat er seine Musik komponiert.
Das war sein persönlicher Stil.
Man soll die Gefühle der Figuren auch in der Musik hören.
Das macht diese Oper so modern.
Und zu einem Meisterstück.

Orpheus in der Unterwelt

Das ist eine Operette von Jacques Offenbach [sprich: Schak Offenbach]
Sie ist in französischer und in deutscher Sprache.

Darum geht es:
Bei Offenbach ist die Geschichte von Orpheus in der Unterwelt etwas anders.
Hier ist nicht Orpheus, sondern Eurydike die wichtigste Figur.
Sie ist die Frau von Orpheus.
Eurydike hasst seine Musik.
Ihr Mann ist ein langweiliger Musiklehrer.

Pluto und Jupiter kommen ins Spiel.
Pluto ist Honighändler und Schauspieler.
Jupiter ist der Vater der Götter.
Er hat immer Lust auf Sex.
Er sucht stets nach Frauen und Liebesabenteuern.
Pluto und Jupiter hören von Eurydike.
John Styx erzählt ihnen von Orpheus und Eurydike.
Pluto und Jupiter wollen Eurydike erobern.
Sie werben um die Frau.
Sie entführen sie in die Unterwelt.
Dort erleben alle wilde Abenteuer.
Und schließlich gibt es einen gemeinsamen Tanz.
Er heißt Cancan [sprich: Kangkang].
Dieser Tanz ist sehr berühmt geworden.
Und Eurydike?
Sie macht etwas Unerwartetes.
Damit hat niemand gerechnet…
Barrie Kosky hat mit dem Choreograph Otto Pichler zusammengearbeitet.
So ist eine verrückte und schöne Aufführung entstanden.
Rufus Didwiszus hat die Bühne gestaltet.
Auf dieser Bühne verändern sich die Räume.
Victoria Behr hat fantasievolle Kostüme gemacht.
Sie erinnern an die Mode aus Paris.
Der französische Schriftsteller Émile Zola hat einmal gesagt:
Die Operette von Offenbach ist voller Respektlosigkeit.
Es gibt keine Regeln.
Die amerikanische Zeitung New York Times [sprich: Nu Jork Teims] hat geschrieben:
Max Hopp spielt die Rolle wunderbar.
Und so seltsam, wie die ganze Aufführung ist.

Die Blume von Hawaii

Das ist eine Operette von Paul Abraham
Sie hat 3 Akte.
Sie ist aus dem Jahr 1931.
Der Text ist von Emmerich Földes, Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda.
Südsee, Jazz-Musik und Liebesschwüre.
All das hat Paul Abraham in dieser Operette verarbeitet.
Liebhaber von Operetten freuen sich darüber.
In der Geschichte geht es um amerikanische Soldaten auf Hawaii.
Die Musik dazu ist so exotisch wie die Insel Hawaii.
Es geht um 3 Liebespaare.
Sie finden am Ende ihr Glück.

Darum geht es:
Soldaten aus der USA haben Hawaii besetzt.
Das ist eine Insel-Kette im Pazifischen Ozean.
Hawaii ist bekannt als Paradies am Meer.
Aber dort gibt es Ärger.
Laya ist heimlich nach Hawaii gekommen.
Sie ist die letzte Prinzessin aus Hawaii.
Sie lebt in Paris,
weil die Amerikaner Hawaii erobert haben.
Nun will sie ihr Land von den Amerikanern befreien.
Sie nennt sich Suzanne Provence [sprich: Süsan Provongs].
Das ist der Name einer berühmten Sängerin.
Unter diesem Namen möchte sie das Herz von Lilo-Taro gewinnen.
Er ist ein Prinz aus Hawaii.
In ihrer Kindheit wurde beschlossen:
Die beiden sollen einmal heiraten.
Sie sollen ihr Volk in die Freiheit führen.
Aber der amerikanische Armee-Chef hat andere Pläne.
Seine freche Nichte Bessy soll Lilo-Taro heiraten.
Damit Hawaii endgültig zu den USA gehört.
Doch Lilo-Taro möchte lieber weit weg reisen.
Er will sich in niemanden verlieben.
In Europa der 1920er Jahre haben die Leute Jazz-Musik geliebt.
Das hat Paul Abraham genutzt.
Er hat die Musik mit dem Stil einer Operette kombiniert.

Orfeo ed Euridice

Diese Oper heißt „Orpheus und Eurydike“.
Sie ist von Christoph Willibald Gluck.
Sie hat 3 Teile.
Sie ist aus dem Jahr 1762.
Sie wird in italienischer Sprache gesungen.
Der Text ist von Ranieri de’ Calzabigi.
Darum geht es:
Eurydike und Orpheus sind ein Paar.
Aber Eurydike wurde entführt.
Sie ist nun in der Unterwelt.
Dort leben die Verstorbenen.
Orpheus ist ein Sänger.
Mit seinem Gesang rettet er Eurydike aus der Unterwelt.
Er darf sie aus der Unterwelt zurück ins Leben führen.
Aber er darf sie dabei nicht ansehen.
Eurydike hat Sehnsucht.
Sie möchte ihren Geliebten ansehen.
Orpheus gibt nach und schaut Eurydike an.
Das hat schlimme Folgen.
Am Ende erlöst der Gott der Liebe die beiden von ihren Leiden.
Der italienischen Sänger Carlo Vistoli singt die Rolle von Orpheus.
Er singt in der Tonlage Counter-Tenor.
Das ist eine sehr hohe Männerstimme.
Die Sängerin Nadja Mchantaf singt die Rolle von Eudrike.
Die Geschichte ist eine der schönsten Liebesgeschichten der Oper.

In dieser Oper werden Sagen aus der Antike verarbeitet.
Die Oper ist eine Vorlage für weitere Musikwerke.
Das ist kein Wunder.
Denn im Mittelpunkt steht der Gesang selbst.
Es geht um die Kraft von Kunst, Musik und Gesang.
Es wird gesagt: Im Namen der Liebe kann die Musik den Tod besiegen.

Der Regisseur ist Damiano Michieletto [sprich: Damiano Mikijeletto].
Er kommt aus Italien.
Für diese Oper kommt er zurück an die Komische Oper Berlin.
Er hat hier schon eine Märchen-Oper auf die Bühne gebracht.
Damit war er schon sehr erfolgreich.

Üçüncü Mevki - Im Wagen dritter Klasse

Das ist eine Mischung aus Konzert und Theaterstück.
Es besteht aus Gedichten und Musik.
Das Stück ist in vielen unterschiedlichen Sprachen:
Türkisch, Deutsch, Kurdisch, Griechisch, Armenisch und andere.
Das Stück wurde extra für dieses Haus geschrieben.
Für das Stück haben viele Menschen zusammen-gearbeitet:
· die Musik-Gruppe Kardeş Türküler
· der Komponist Tolga Zafer Özdemir
· der Autor und Schauspieler Cüneyt Yalaz
· viele Mitarbeitende von der Komischen Oper Berlin
Grundlage ist das Buch „Menschenlandschaften“
von dem türkischen Dichter Nâzım Hikmet.
Dieses Buch hat 4 Teile.
Es besteht nur aus Gedichten.
Darin wird von einer Fahrt mit dem Zug erzählt.
Dort begegnen uns einfache Leute.
Es geht um das Leben, die Lieben und die Leiden
von diesen Menschen
Sie reisen in der 3. Klasse.
Daher kommt der Titel des Stückes: „Im Wagen dritter Klasse“.
Auf Türkisch: „Ücüncü mevki“.
Der türkische Komponist Tolga Zafer Özdemir hat ein Musik-Stück geschaffen:
· aus den Gedichten von Nâzım Hikmet und anderen Dichtern
· aus Geräuschen und Klängen
· aus Gedichten und neuen Melodien
· aus den Liedern der Musik-Gruppe Kardeş Türküler
[sprich: Kardesch Türküler]
In etwa 90 Minuten erlebt man eine Reise durch Musik und Texte.
Dabei begegnet man immer neuen Menschen.

Die türkische Musik-Gruppe Kardeş Türküler ist weltweit bekannt.
Der Name bedeutet „Lieder der Brüderlichkeit“.
Sie spielen Musik von verschiedenen Völkern und Volks-Gruppen.
Zum Beispiel türkische, armenische, kurdische oder aserbaidschanische Lieder.
Damit wird gesagt:
Die Menschen sind verschieden.
Sie sprechen verschieden Sprachen.
Aber die Menschen sollen friedlich zusammen-leben

Schwanda, der Dudelsackpfeifer

Das ist eine Oper von Jaromír Weinberger.
Die Oper hat 2 Akte.
Die Oper ist in deutscher Sprache.
Einmal Königsthron, dann zur Hölle und wieder zurück, bitte!
So könnte man das Stück von Jaromír Weinberger zusammen-fassen.
Es wurde 1927 in Prag das erste Mal aufgeführt.
Das Stück ist eine Komödie.
Es war sofort ein Erfolg.

Darum geht es:
Pünktlich zum Essen steht Babinský auf dem Hof.
Er ist ein Räuber, aber auch ein Volksheld.
Er nimmt den jungen Dudelsack-Spieler Schwanda mit sich.

Er reist mit Schwanda durch die große Welt.
Der junge Musikant spielt sehr gut Dudelsack.
Mit seiner Musik erwärmt er sogar das Herz einer Königin.
Ihr Herz ist eigentlich aus Eis.
Aber Schwanda bringt es mit seiner Musik zum Schmelzen.
Der Musiker bekommt auch Probleme.
Seine Ehefrau ist eifersüchtig.
Die Probleme bringen ihn sogar in die Hölle.
Mit der Hilfe von Babinský und mit Witz und Tricks rettet sich Schwanda.
Er rettet seine Seele.
Er muss nicht in der Hölle bleiben.
Am Ende kehrt Schwanda zur Liebe seines Lebens zurück.

Bis 1933 wurde das Stück in ganz Europa gespielt.
Auch in den USA wurde das Stück gespielt.
Es lief tausendfach.
Der Regisseur Andreas Homoki bringt das Stück auf die Bühne.

Die männliche Hauptrolle singt Daniel Schmutzhard.
Er singt in der Tonlage Bariton.
Die weibliche Hauptrolle singt Kiandra Howarth [sprich: Kiandra Hauwars].
Die musikalische Leitung hat Ainārs Rubiķis [sprich: Ainārs Rubikjis]
Nur ein Instrument kommt im Orchester nicht vor: ein Dudelsack.

Diese Oper von Jaromír Weinberger ist komisch.
Gleichzeitig berührt sie die Menschen sehr.
Dieses Stück war zwischen 1927 und 1933 eine der meistgespielten Opern.

Falstaff

Das ist eine Oper von Giuseppe Verdi [sprich Dschüseppe werdi].
Sie hat 3 Akte.
Die Oper ist in italienischer Sprache.
In diesem Stück treffen zwei Sachen aufeinander:
Wilde Lebenslust und ernsthaftes Nachdenken über den Sinn des Lebens.
Giuseppe Verdi hat diese Oper mit 80 Jahren geschrieben.

Darum geht es:
Sir John Falstaff ist von seiner Männlichkeit überzeugt.
Und von seiner Wirkung auf Frauen.
Aber er hat ein Problem:
Er hat nicht genug Geld.
Deshalb versucht er gleich 2 Frauen für sich zu gewinnen.
Er schreibt an 2 reiche Damen den gleichen Liebesbrief.
Diese Damen heißen Alice Ford [sprich: Älis Ford]
und Meg Page [sprich: Meg Pädsch].
Die beiden Frauen sind befreundet.
Sie merken schnell,
dass sie austrickst werden sollen.
Und sie beschließen:
Wir lassen uns nicht austricksen.
Falstaff soll etwas lernen.

In unserer Kultur geht es oft um die Vergänglichkeit des Lebens:
Bei der Geburt wird uns das Leben geschenkt.
Das Leben geht vorbei und endet mit dem Tod.
Wie können wir glücklich und zufrieden leben?
Was ist der Sinn des Lebens?
Giuseppe Verdi hat diese Oper am Ende seines Lebens komponiert.
Er zeigt uns mit der Figur Falstaff die verschiedenen Seiten des Lebens:
Lebenslust und Traurigkeit.

Barrie Kosky’s All-Singing, All-Dancing Yiddish Revue

Das ist eine Revue [sprich: Rehwüh] in jiddischer Sprache.
Jiddisch ist die etwa 1.000 Jahre alte Sprache der Juden in Europa.
Eine Revue ist eine Aufführung mit verschiedenen Musikstücken.

Dieser Abend ist die letzte Aufführung unter der Regie von Barrie Kosky.
Damit verabschiedet er sich von der Komischen Oper Berlin.
Er hat dieses Haus 10 Jahre geleitet.
Deshalb soll dieser Abend ein rauschendes Fest werden.
Die Mitwirkenden haben jahrelang mit Barrie Kosky zusammengearbeitet.
Dazu gehören Dagmar Manzel, Katharine Mehrling, Max Hopp, Helmut Baumann, die Geschwister Pfister und Ruth Brauer-Kvam und viele andere.
Sie stehen zusammen mit dem Ensemble
und mit einer kleinen Tanz-Gruppe auf der Bühne.

Die Musik stammt hauptsächlich aus den 1950er und 1960er Jahren.
In dieser Zeit verbrachten viele Juden aus New York [sprich: Nu Jork]
ihre Ferien in den Catskill Mountains [sprich: Kät-Skill Mauntens].
Das ist ein Gebirge nördlich von New York.
Deshalb gab es dort viele jüdische Angebote zur Unterhaltung.
Die Revue besteht aus vielen Musiknummern von damals.
Sie sind lustig und berührend zugleich.
Sie klingen nach Jazz und Swing.
Sie klingen auch nach traditioneller jüdischer Musik.
Sie sind lustig, berührend, verrückt und sentimental.
Sie sind aus Ausdruck von Lebensfreude.

Komische Oper Festival

1.— 10. Juli 2022

9 Tage Oper für alle Sinne!
Sie haben in dieser Spielzeit eine Premiere verpasst?
Oder vielleicht sogar mehrere?
Dann freuen Sie sich das Komische Oper Festival.
Dabei stellen wir alle neuen Stücke aus dieser Spielzeit vor.
Das ist ein besonderes Erlebnis.
Es ist ein Fest für alle Sinne:
Es gibt Oper zum Sehen, Hören und Genießen.
Und Oper für den Kopf.

Jeden Abend erwartet Sie Musik in der Eingangshalle.
Sie bekommen ein Begrüßungs-Getränk.
Es gibt eine Einführung in das Stück des Abends.
Nach jeder Vorstellung gibt es spannende Gespräche
mit den Künstlern und Künstlerinnen.
Die 3 Dramaturgen der Komischen Oper erklären viele Stücke.
Und sie erklären Stücke aus den letzten 10 Jahren.
Damit schauen Sie noch einmal auf die Zeit,
in der Barrie Kosky die Komische Oper geleitet hat.
Es ist ein Rückblick auf viele Höhepunkte.

Orpheus

Das ist eine Oper von Claudio Monteverdi
Die Komponistin  Elena Kats-Chernin hat sie neu instrumentiert.
Der Text ist von Alessandro Striggio dem Jüngeren.
Die Oper wird in deutscher Sprache aufgeführt.
Die deutsche Übersetzung hat Susanne Felicitas Wolf geschrieben.

Darum geht es:
Orpheus ist eine sehr bekannte Sagen-Gestalt aus der Antike.
Er ist ein berühmter Sänger.
Sein Gesang ist unglaublich schön.
Damit kann er sogar wilde Tiere beruhigen.
Er verliebt sich in Eurydike und heiratet sie.
Kurz nach der Hochzeit wird Eurydike von einer Schlange gebissen und stirbt.
Orpheus ist sehr unglücklich und beschließt,
in die Unterwelt hinabzusteigen.
Er will die Götter des Totenreichs auffordern:
Gebt mir meine Frau zurück!
Sein Gesang soll ihm dabei helfen.
Orpheus’ Reise durch ist eine Reise zu sich selbst:
Orpheus erfährt etwas über sich selbst.

Seit der Spielzeit 2012/13 ist Barrie Kosky Leiter der Komischen Oper Berlin.
Die erste Produktion ist dieser Spielzeit war die Oper Orpheus.
Die Oper ist kraftvoll und farbenfroh.
Dazu trägt auch die besondere Instrumentierung bei.
So bezeichnet man die Verteilung der Stimmen auf die einzelnen Instrumente.
Diese Verteilung ist neu und ungewöhnlich.
Die Verteilung hat sich Elena Kats-Chernin überlegt.
Sie ist eine bekannte usbekisch-australischen Komponistin.
Die Berliner Zeitung schreibt über die Oper:
Sie ist eine Zauberwelt, ein Rausch:
unwirklich und wunderschön zugleich.


Jeden Abend erwartet Sie Musik in der Eingangshalle.
Sie bekommen ein Begrüßungs-Getränk.
Es gibt eine Einführung in das Stück des Abends.
Nach jeder Vorstellung gibt es spannende Gespräche
mit den Künstlern und Künstlerinnen.
Die 3 Dramaturgen der Komischen Oper erklären viele Stücke.
Und sie erklären Stücke aus den letzten 10 Jahren.
Damit schauen Sie noch einmal auf die Zeit,
in der Barrie Kosky die Komische Oper geleitet hat.
Es ist ein Rückblick auf viele Höhepunkte.

Die Zauberflöte

Die Zauberflöte ist eine Oper von Wolfgang Amadeus Mozart.
Sie ist aus dem Jahr 1791.
Der Text ist von Emanuel Schikaneder.
Die Oper hat 2 Akte.
Für die Oper hat die Komische Oper Berlin mit der
Deutschen Oper am Rhein zusammengearbeitet.

Darum geht es:
Auf der Flucht vor einer gefährlichen Riesenschlange wird Tamino von den 3 Damen der Königin der Nacht gerettet.
Sie zeigen Tamino ein Bild von Pamina.
Das ist die Tochter der Königin der Nacht.
Tamino verliebt sich sofort in Pamina.
Aber die Tochter der Königin der Nacht wird entführt.
Tamino will sie befreien.
Zum Schutz gegen Gefahren bekommt Tamino ein Geschenk: eine Zauberflöte.
Gemeinsam mit seinem neuen Freund Papageno besteht er viele Gefahren.
Er muss 3 Prüfungen bestehen.
Die Zauberflöte hilft ihm dabei.
Dann kann Tamino endlich Pamina befreien und in seine Arme schließen.

Tanzende Stern-Bilder, fliegende Schmetterlings-Knaben
und die Königin der Nacht als riesige Spinne:
Seit vielen Jahren sind junge und alte Menschen von der Zauberflöte
der Komischen Oper Berlin begeistert.
Die Inszenierung ist von Barrie Kosky.
Er hat sie zusammen mit der Theatertruppe »1927« gemacht.
Sie ist sehr besonders:
Manchmal spielen die Sänger ihre Rollen wie in einem Stumm-Film.
Auf einer riesigen Leinwand laufen Zeichentrick-Filme.
Die Sänger sind Teil dieses Films.
Sie bewegen sich mitten in dieser riesigen Filmprojektion.
Diese Mischung aus echten Sängern und Zeichentrick-Film
begeistert seit vielen Jahren das Publikum.
Und nicht nur in Berlin, sondern auf der ganzen Welt.
Die Inszenierung war schon in Madrid, Helsinki, Paris, Peking, Tokyo, New York
und vielen anderen Orten zu sehen.

Die Perlen der Cleopatra

Die Perlen der Cleopatra ist eine Operette in deutscher Sprache.
Sie hat 2 Akte.
Die Uraufführung fand 1923 in Wien in Österreich statt.
Oscar Straus hat die Musik zu der Operette geschrieben.
Der Text ist von Julius Brammer und Alfred Grünwald.
Darum geht es:
Die Operette spielt vor etwa 2000 Jahren in einer Hafenstadt in Ägypten.
Cleopatra ist die Königin von Ägypten.
Sie hat viele Probleme:
Der Nil ist der größte Fluss in Ägypten und hat bald kein Wasser mehr.
Darum gibt es eine Dürre in dem Königreich.
Dann gibt es noch einen Aufstand.
Eine Gruppe von Rebellen will Cleopatra als Königin stürzen.
Darum ist die Stimmung von Cleopatra schlecht.
Damit ihre Stimmung wieder besser wird,
wünscht sie sich eine kleine Liebelei.
Sie löst Liebesperlen in Wein auf und junge Männer trinken den Wein.
So will Cleopatra die Männer für eine Liebelei gewinnen.

Dagmar Manzel ist eine bekannte deutsche Schauspielerin.
Sie spielt die Rolle der Cleopatra.
Cleopatra ist eine Frau,
die als Königin von Ägypten sehr viel Macht haben will.
Gleichzeitig ist sie eine Frau,
die sich nach Liebe sehnt.
Dagmar Manzel spielt die Rolle sehr komisch.
Die Operette ist sehr schwungvoll und reißt das Publikum mit.

Michael Endes »Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer«

Das ist eine Kinder-Oper in 2 Akten.
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer ist ein sehr bekanntes Kinderbuch.
Das Buch hat Michael Ende geschrieben.
Susanne Felicitas Wolf hat daraus den Text für eine Kinder-Oper gemacht.
Elena Kats-Chernin hat die Musik dazu geschrieben.
Die Kinder-Oper ist in deutscher Sprache.
Sie eignet sich für Kinder ab 6 Jahre.

Darum geht es:
Jim ist ein Waisenkind und lebt auf der kleinen Insel Lummerland.
Auf der Insel leben auch Lukas der Lokomotivführer,
ein König und 2 weitere Bewohner.
Weil die Insel für 5 Bewohner zu klein geworden ist,
verlassen Jim und Lukas die Insel.
Mit der Lokomotive Emma fahren sie in die weite Welt hinaus.
Auf ihrer abenteuerlichen Reise entdecken sie fremde Länder.
Sie finden neue Freunde.
Sie überstehen gemeinsam viele Gefahren.
Am Ende retten sie sogar eine Prinzessin:
Die Prinzessin Li Si wurde von der Drachendame Frau Mahlzahn gefangen gehalten!

Der »Zigeuner«baron

Das ist eine Operette von Johann Strauss.
Sie ist aus dem Jahr 1885.
Es ist eine Operette in 3 Akten.
Den Text hat Ignaz Schnitzer nach der Erzählung Saffi
von Mór Jókai geschrieben.
Die Operette ist in deutscher Sprache.

Darum geht es:
Graf Homonay zeigt Barinkay den Besitz von Barinkays Vater.
Barinkay war im Exil und kehrt nun in seine Heimat zurück.
Auf seinem Besitz lebt eine Gruppe,
die von den anderen gemieden wird.
Sie werden als „Zigeuner“ bezeichnet.
Zu diesen anderen zählen der Schweinezüchter Zsupán, seine Tochter Arsena, deren Erzieherin Mirabella und ihr Sohn Ottokar.
Zsupán will das Land von Barinkay haben.
Deshalb will er seine Tochter Arsena mit Barinkay verheiraten.
Arsena weist Barinkay aber ab.
Ihr Mann muss mindestens ein Baron sein.
Die „Zigeuner“ erklären Barinkay zu ihrem Anführer.
Barinkay nennt sich selbst nun Zigeunerbaron.
Er hält noch einmal um die Hand von Arsena an.
Arsena will aber keinen Zigeunerbaron.
Barinkay fühlt sich zu Saffi hingezogen.
Saffi ist bei den „Zigeunern“ aufgewachsen.
Zsupán und seine Leute sind beleidigt
Graf Homonay: Die Männer sollen in den Krieg zu ziehen.
Die Frauen bleiben alleine zurück.
Dabei kommen sie sich ein wenig näher.
Barinkay kehrt am Ende als Held zurück.
Er und Saffi heiraten.

In der Operette geht es um das Thema Heimat.
Wo fühlen sich Menschen zu Hause?
Es geht auch um verschiedene Menschen-Gruppen und ihre Kulturen.
Wie können Menschen gut zusammenleben,
ohne bestimmte Gruppen auszugrenzen?
Es geht um Liebe,
die solche Grenzen überwinden kann.
Und es geht um Menschen,
die zu all dem verschiedene Meinungen haben.

Die Operette ist voll von Widersprüchen.
Darum wird viel darüber diskutiert.
Dabei geht es auch um das Wort „Zigeuner“.
Dieses Wort wurde oft in einem negativen Sinn gebraucht.
Viele Menschen fühlen sich durch dieses Wort ausgegrenzt und beleidigt.
Darum sagen manche:
Das Wort „Zigeuner“ soll man nicht mehr sagen.

Das Stück ist aus dem 19. Jahrhundert.
Aber die Themen darin sind auch heute noch sehr aktuell.

Darum hat der Regisseur Tobias Kratzer eine besondere Idee:
Er macht die Widersprüche in dem Stück zum Thema seiner Inszenierung.
Er will dazu auffordern, über diese Themen zu diskutieren.
Deshalb stellt er die negative Figur von Graf Homonay
in den Mittelpunkt der Handlung.
Homonay ist sehr altmodisch und glaubt an die alte Ordnung.
Das erzeugt Widerspruch:
Bei den anderen Figuren auf der Bühne und vielleicht auch beim Publikum.
Am Ende muss Homonay erkennen:
Die alte Ordnung gibt es nicht mehr,
die Welt hat sich verändert.
Alle anderen freuen sich über das neue Gefühl von Gemeinschaft.
Homonay bleibt alleine zurück.

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