La Bohème

Auf dem Bild: Renatus Méstaár (Colline), Günter Papendell, Timothy Richards (Rodolphe), Hans-Martin Nau (Benoit)
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S268, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Auf dem Bild: Timothy Richards (Rodolphe), Brigitte Geller (Mimi)
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S269, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Auf dem Bild: Chorsolisten, Kinderchor und Statisten der Komischen Oper Berlin
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S273, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Auf dem Bild: Hans-Otto Rogge (Alcindor), Renatus Méstaár, Christiane Karg
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S41, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Auf dem Bild: Christiane Karg, Hans-Otto Rogge (Alcindor), Renatus Méstaár (Colline)
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S270, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Auf dem Bild: Chorsolisten der Komischen Oper Berlin
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S42, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Auf dem Bild: (Marcel), Timothy Richards (Rodolphe)
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S271, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Auf dem Bild: Timothy Richards (Rodolphe), Brigitte Geller (Mimi)
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S272, Foto: Monika Rittershaus
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S265, Foto: Monika Rittershaus
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S266, Foto: Monika Rittershaus
Komische Oper Berlin, La Bohème, Bildnummer: S267, Foto: Monika Rittershaus

La Bohème

Szenen aus Henri Murgers »La Vie de Bohème« in vier Bildern von Giacomo Puccini
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

Samstag, 25.02.2012, 19:30 Uhr
1 Stunde 40 Minuten (ohne Pause)
Einführung … 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer

Uraufführung 1896 - Premiere am 6. April 2008

Wer hätte nicht schon mal davon geträumt, ein echtes Bohème-Leben zu führen? Jung und arm, aber frei und glücklich. Eine ungebundene Existenz ohne Verantwortung, fern von Ordnung und Reglements, nur im Moment, aber immer für die Kunst lebend, mit zahllosen Amouren und dem Café als Hauptquartier – und vor allem absolut unbürgerlich. Dieser Wunschtraum des etablierten Bürgers auf dem heimischen Sofa nährt sich aus Henri Murgers Episodenroman »La vie de Bohème« über das Künstler- und Studentenleben im Pariser Quartier Latin und natürlich vor allem aus Puccinis weltberühmter Oper.
Die »vier Musketiere«, der Dichter Rodolphe, der Maler Marcel, der Musiker Schaunard und Colline, der Philosoph, sind wahre Lebenskünstler. Von der Hand in den Mund lebend, triumphieren sie mit Witz und Charme über triviale Alltagswidrigkeiten wie Brennholzmangel oder ihren kleinkarierten Vermieter. Als sich Rodolphe und Mimi am Weihnachtsabend verlieben und die raffinierte Musette ihren geldgepolsterten Verehrer in die Wüste schickt, um mal wieder zu Marcel zurückzukehren, scheint das Glück perfekt. Doch Monate später treiben Eifersucht und Not die beiden ungleichen Paare zur Verzweiflung. Mimi ist schwer krank – Rodolphe unfähig, ihr zu helfen. Erst als die sterbenskranke Mimi zu Rodolphe zurückkehrt, findet sich die alte Bohème-Gemeinschaft wieder zusammen. Zu spät.
Puccini war fasziniert von dem gefühlvollen Stoff: »Da ist Menschlichkeit, da ist Empfindung, da ist Herz. Und da ist vor allem Poesie.« Wie er Alltägliches durch emotionsgeladene Musik überhöht, wie er mit wenigen kompositorischen Mitteln plastische Atmosphäre zaubert und uns in überaus sensiblen Kantilenen schwelgen lässt, ist noch heute betörend.
Andreas Homokis Inszenierung verzichtet ob der Zeitlosigkeit des Themas auf Milieuschilderung oder Detailnaturalismus: Auf der nahezu leeren Bühne konzentriert sie sich auf die Figuren und die menschliche Dimension der Geschichte, die sich schließlich als erschreckend erbarmungslos erweist.

Weitere Vorstellungen

08., 16. Feb.
02., 08., 17. Mär.

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