Die Schneekönigin
Handlung
Erstes Bild
Gerda und Kay spielen Die schöne Prinzessin und der tapfere Prinz. Die Großmutter erzählt von der Schneekönigin hoch im Norden, in deren Palast die Menschen langsam zu Eis erstarren. Gerda und Kay vertreiben die düstere Stimmung mit ihrem Lieblingslied von der blauen Rose. Plötzlich spürt Kay einen stechenden Schmerz in der Brust. Der geht schnell vorüber, aber Kay ist verändert.
Zweites Bild
Kay findet die Spiele der anderen Kinder albern, er beschäftigt sich lieber mit Zahlen und Geometrie. Er ist nämlich ein Ass im Kopfrechnen, sogar mit Brüchen! Die Schneekönigin taucht auf und Kay folgt ihr.
Drittes Bild
Gerda sucht nach Kay. Die Vögel haben gesehen, dass er zum Fluss gegangen ist. Der Fluss weiß aber auch nichts Genaues. Da macht sich Gerda allein auf die Suche nach ihrem Freund.
Viertes Bild
Gerda kommt zu einem seltsamen Garten, in dem sie eine einsame, unglückliche Frau trifft, die sie gern bei sich behalten möchte. Gerda bleibt viele Tage und wird dann erst durch das Blau der Hyazinthe an das Lied von der blauen Rose und an Kay erinnert. Sie macht sich wieder auf den Weg.
Fünftes Bild
Gerda trifft auf einen Raben, dem sie von Kay berichtet. Der Rabe erzählt, dass die Prinzessin gerade einen Jungen geheiratet hat, der im Kopfrechnen sehr gut ist. Zum Glück ist es aber nicht Kay. Das Prinzenpaar macht Gerda Mut und schenkt ihr eine Kutsche und viel Gold für ihren langen Weg.
Sechstes Bild
Der Rabe kutschiert Gerda durch einen Wald. Als sie von Räubern überfallen werden, macht er sich aus dem Staub. Die Räuber klauen Kutsche und Gold und wollen Gerda zum Mittag braten, aber als sie ihre Geschichte erzählt, werden alle von Mitleid überwältigt. Ihre Anführerin schenkt Gerda ihr Rentier, das sie Richtung Norden tragen soll.
Siebtes Bild
In Lappland treffen sie auf eine seltsame Frau, die erzählt, dass der Teufel einen bösen Spiegel hergestellt hat, und dass Kay wohl einen Splitter davon im Herzen hat, das nun vereist. Sie zeigt den Weg zur Schneekönigin, auf dem Gerda in einen schlimmen Schneesturm gerät, der sie nicht aufhalten kann. Sie findet Kay, aber der scheint sie nicht mehr zu kennen. Da bricht Gerda in Tränen aus, und etwas Unerwartetes geschieht: Die Tränen erwärmen Kays schon fast vereistes Herz und spülen den Spiegel-Splitter hinaus. Und so findet die ganze Geschichte zu einem guten Ende.