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Idomeneo

Dramma per musica in drei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Giambattista Varesco
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze 

Karten
3 Stunden 15 Minuten

Troja ist zerstört, die Kämpfer kehren nach Hause zurück, aber die Götter schenken den Siegern keinen Frieden. Die Flotte des Idomeneo gerät auf der Fahrt nach Kreta in einen fürchterlichen Sturm und in seiner Todesangst schwört der König dem Meeresgott, ihm den ersten Menschen zu opfern, der ihm nach seiner glücklichen Rettung begegnet. Dieser Mensch ist sein eigener Sohn Idamantes. Mit einer List versucht Idomeneo, seinem Sohn den Tod auf dem Altar zu ersparen, und bringt dadurch Volk und Reich in größte Gefahr. Endlich erkennt Idamantes, was er zu tun hat, und entschließt sich, sein Leben für den Frieden des Landes und seines Vaters hinzugeben.
Die Geschichte des Vaters, der sein eigenes Kind opfern muss, gehört zu den Urmythen der Menschheit. Er liegt auch den biblischen Geschichten von Abraham und Isaak sowie von Jephta und seiner Tochter zugrunde, die in der christlichen Lehre als Aufforderung zur demütigen Unterordnung unter die göttliche Macht gedeutet wurden. Mozart ignoriert diese Tradition und stellt sich ganz auf die Seite der Menschen, die gegen die göttliche Übermacht rebellieren und in der schwersten Bedrückung um die Bewahrung ihrer Würde und Menschlichkeit ringen: Ein Thema, das den jungen Komponisten außerordentlich fasziniert haben muss, denn nie wieder hat er eine Musik von so glühender Leidenschaft, so aufwühlender Kraft und so bestechendem Farbenreichtum komponiert.

Schau herab, grausamer Gott! Hier bin ich! Mein Tod muss dir genügen! Denn wenn du ein anderes, ein unschuldiges Opfer forderst, dann tust du Unrecht! Du darfst das nicht verlangen!
Idomeneo im 2. Akt

Vorstellungen

16., 20., 26. Jun.
01. Jul.

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