Hoffmanns Erzählungen
Phantastische Oper in fünf Akten von Jacques Offenbach
Libretto von Jules Paul Barbier
Deutsche Textfassung von Gerhard Schwalbe
3 Stunden
Einführung … 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer
Uraufführung 1881 - Premiere am 4. Februar 2007
Ohne Alkohol kann Hoffmann nicht schreiben. Ohne seine Muse, die seit Jahren nicht von seiner Seite weicht, kann er nicht leben. Das will er allerdings nicht wahr haben: Tatsächlich ignoriert er schon seit Jahrzehnten erfolgreich ihre Avancen. Dass Stella, eine unvergessene Exfreundin des alternden Autors, sich nun ausgerechnet in Hoffmanns Stammlokal mit ihrem neuen Verehrer verabredet hat, gibt seinem Trinken einen weiteren Motivationsschub. Selbstmitleid, Alkohol und die Gäste des Lokals bringen ihn dazu, seine vom Scheitern geprägten Liebes- und Lebensgeschichten zu erzählen. Und so berichtet Hoffmann von Püppchen, Künstlerinnen und Edelhuren – und verliert darüber das Wesentliche aus den Augen. Thilo Reinhardts erfolgreiche Inszenierung malt kein pittoreskes Künstlerschicksal, sondern stellt den Menschen Hoffmann in den Mittelpunkt der Konzeption – und legt dadurch die eigentliche Liebesgeschichte der Oper frei.