Carmen
Opéra comique in vier Akten von Georges Bizet
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze
Karten
- Carmen ... Katarina Bradic, Stella Doufexis
- Don José ... Jeffrey Dowd, Timothy Richards
- Micaela ... Ina Kringelborn, Erika Roos
- Escamillo ... Dimitry Ivashchenko, Günter Papendell
- Zuniga ... Jens Larsen
- Manuela ... Ana Menjibar, Ana Menjibar
- Frasquita ... Anastasia Melnik, Ariana Strahl
- Mercedes ... Karolina Gumos
- Dancairo ... Stephan Boving, Peter Renz
- Remendado ... Thomas Ebenstein, Joska Lehtinen
- Morales ... Adam Cioffari, Ipca Ramanovic
- Gitarristen ... Rayko Schlee, Zamna Urista-Rojas
- Chorsolisten und das Orchester der Komischen Oper Berlin
»Diese Musik schwitzt nicht«, befand Friedrich Nietzsche über Carmen und erwählte das Werk zum Gegenentwurf zu Wagners Orchesterklang. Wenngleich die Polemik gegen den einstigen Abgott nicht ganz objektiv ausfällt, trifft Nietzsches Lob von Bizets Oper doch zentrale Punkte der Komposition. Dass diese Musik bei aller Fatalität des Geschehens dennoch ihre Leichtigkeit behält, ist nicht nur durch und durch französisch, sondern auch durch und durch Opéra comique. Dabei erzeugt ihr charakteristisches Nebeneinander von blutig endender amour fou und banaler Alltäglichkeit operettenhafte Qualitäten im besten Sinne – und macht Carmen vielleicht gerade darum zur meistgespielten aller Opern. Obwohl Georges Bizet niemals jenseits der Pyrenäen war, ist seine musikalische Vision samt ihrer exotistischen Künstlichkeit derart zum Inbegriff des Spanischen geworden, dass sich zwischen Abbild und Realität kaum unterscheiden lässt.