Pique Dame

Pressestimmen

Berliner Morgenpost
Tschaikowskys »Pique Dame«, sonst nicht gerade ein Glückspilz im Repertoire, errang sich in der Komischen Oper geradezu einen Triumph. Die Aufführung ist bis zum Schluss mit Spannung geladen. Sie rollt ab wie ein Kino-Thriller. Sie versteht aufzuwühlen, zu erschrecken, zu faszinieren. Sie macht von Takt zu Takt darauf neugierig, wie es wohl weitergeht auf dem Weg in den Abgrund.

dpa
Die Starsopranistin Anja Silja ist bei der Premiere von Peter Tschaikowskys Oper »Pique Dame« an der Komischen Oper Berlin mit Ovationen gefeiert worden. Die Sängerin stand im Mittelpunkt der Premiere und sorgte für die bewegendsten Momente in der Neuproduktion des Regisseurs Thilo Reinhardt, die ebenfalls großen Zuspruch fand.
Gefeiert wurden neben Silja auch Mirko Janiska als Lisas Verlobter Jeletzki sowie sein Freund Tomski (Philip Horst) sowie das Orchester unter Leitung von Alexander Vedernikov.

Berliner Zeitung
Im Vertrauen auf diese erzählerischen Kräfte der Musik liegt eine der Stärken der Inszenierung von Thilo Reinhardt. Der Regisseur stellt die Geschichte weder in plattem Realismus noch in überdeutend brechender Bebilderung auf die Bühne, sondern sucht einen Weg, der die Musik von der Bühne her sprechen lässt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Für Reinhardt ist »Pique Dame« die musikalische Beschreibung einer Psychose. (…) In der Psychologie ist Reinhardt, sind auch die singenden Darsteller der Komischen Oper Berlin ziemlich gut. Die Spannung zwischen den Figuren ist hoch, jeder Gang, jeder Blick durchdacht und alles echtes Musiktheater, nicht kostümiertes Konzert.

Nürnberger Zeitung
Hier geben alle ihr Bestes und das Drama entfaltet sich aus und im Geiste der Musik! Dass sich zur nachhaltigen Regie ein sensationelles Dirigat des Moskauer Bolschoi-Direktors Alexander Vedernikov gesellt, verstärkt den überragenden Eindruck.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Sängerisch horcht man bei den kleinen Rollen auf: Thomas Ebenstein als Tschekalinski, Jan Martinik als Surin haben leichte, elegante und klar deklamierende Stimmen. Karolina Gumos als Polina wartet mit einem schlank geführten, doch warm leuchtenden Alt und hoher Textvertändlicheit auf. Kor-Jan Dusseljee als Hermann liegt das irr-apathische Spiel bemerkenswert gut. (…)
Natürlich ist Anja Silja als alte Gräfin der Star des Abends. Sie schwelgt in ihren Erinnerungen als moskowitische Venus von Paris wie eine Bilderbuch-Diva - das muss man gesehen und gehört haben.

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