Orlando
Handlung
1. Akt
Der Held Orlando liebt Angelica rettungslos. Zarathustra will ihm helfen, vom vergänglichen Liebesglück zu lassen und sein Leben wieder ausschließlich dem Erfolg zu widmen. Was passiert, wenn man sich seinen Gefühlen blindlings ausliefert, führt ihm Zarathustra, unterstützt von seinem Assistenten Isabella, drastisch vor Augen. Orlando aber möchte Liebe und Heldentum verbinden. Er rettet die »Prinzessin« Isabella. Dabei beobachtet ihn Dorinda, die unter ihrer Affäre mit Medoro leidet. – Medoro und Angelica feiern ihr frisches Verliebtsein. Als Dorinda überraschend kommt, kündigt ihr Medoro seine baldige Abreise mit der »Verwandten« Angelica an und versucht, Dorindas Zweifel an seinen Gefühlen zu ihr mit warmen Worten zu beschwichtigen. Auch wenn Dorinda ihn durchschaut, liebt und hofft sie weiterhin. – Zarathustra warnt Angelica, die auf Medoro wartet, vor Orlandos Eifersucht. Kaum stürmt dieser herein, rettet Angelica die Situation ihrerseits mit einer Eifersuchts-Attacke. Orlando versucht, seine Liebe mit verschiedensten Mitteln zu beweisen. – Dorinda erwischt das Liebespaar in flagranti. Da nun auch keine tröstenden Allgemeinplätze mehr helfen, schenkt Angelica der wütenden Dorinda ein Armband, das ihr kurz zuvor Orlando verehrt hatte.
2. Akt
An diesem Armband erkennt Orlando beim nächsten Treffen mit Dorinda, dass Angelica ihn betrogen hat, und schwört tödliche Rache. – Zarathustra warnt Angelica und Medoro vor Orlandos Rachedurst und rät ihnen zur sofortigen Flucht. Angelica hat ein schlechtes Gewissen. Zur Bekräftigung ihrer Liebe schreibt Medoro ihre beiden Namen auf die Bäume und geht, um die Flucht vorzubereiten. Während Angelica melancholisch von den »grünen Wäldern« Abschied nimmt, wird sie von Orlando überrascht. Seiner Wut kann sie nur mit Zarathustras Hilfe entgehen. – Die Entdeckung der Namen hat Orlando endgültig in den Wahnsinn getrieben: Er fühlt sich wie sein eigener Schatten und halluziniert sich in die Unterwelt, wo er nicht nur den Höllenhund, sondern auch seinen Rivalen in Proserpinas Armen liegend zu sehen glaubt. Orlando wird ohnmächtig.
3. Akt
Medoro hat sich bei Dorinda versteckt, die ihn noch immer liebt. Orlando überfällt Dorinda mit Liebeserklärungen, weil er sie für seine Angebetete hält, und wirft sich gegen imaginäre Feinde in Positur. Da Dorinda die Liebe für eine äußerst merkwürdige Angelegenheit hält, sucht sie Rat bei Zarathustra. Der sieht sich wieder mal in seiner Skepsis gegenüber unkontrollierten Gefühlen bestätigt und trifft mithilfe seines Assistenten und Dorindas die letzten Vorbereitungen zur Heilung Orlandos: Dorinda macht Angelica glauben, dass Orlando Medoro ermordet hat; Orlando überfällt Angelica und tötet sie. Nun will er nur noch vergessen. Zarathustra verabreicht ihm »göttliches Wasser« zur Heilung. Als Orlando erwacht, verzweifelt er über seine vermeintlichen Morde und will sich selbst töten. Erst als sich das Liebespaar als quicklebendig erweist und Zarathustra ihn aufklärt, ist Orlando bereit, auf Angelica zu verzichten. Party!