Don Pasquale

Handlung

1. Akt
Der alte Don Pasquale lebt mit seinem Neffen Ernesto zusammen. Ernesto weigert sich, eine Frau nach Pasquales Vorstellungen zu nehmen, sondern besteht darauf, die mittellose Norina zu heiraten. Nun will der Alte selbst noch eine Familie gründen. Sein Arzt Malatesta hat die ideale Frau für ihn gefunden: jung, schön und gerade aus dem Kloster entlassen – seine eigene Schwester Sofronia nämlich. Pasquale kann es kaum erwarten, das Mädchen kennenzulernen.
Vorher fragt er Ernesto letztmals, ob er auf Norina verzichten wolle, doch Ernesto bekräftigt seine Liebe. Pasquale erklärt ihm daraufhin, er werde denn selbst heiraten und ihn enterben. Ernesto erfährt erschüttert, dass Malatesta – mit dem auch er, Ernesto, eng befreundet ist – dem Plan zugestimmt und sogar seine Schwester als Braut zur Verfügung gestellt hat. – Norina amüsiert sich über die sentimentale Liebe. Sie weiß genau, wie man Gefühle manipuliert. Gerade, als sie Ernestos Abschiedsnachricht erhält – als Enterbter glaubt er ihr kein angemessenes Leben ermöglichen zu können und gibt sie daher frei –, kommt Malatesta und erläutert ihr seinen Plan: Norina soll als Sofronia verkleidet Pasquale zum Schein heiraten und ihm dann das Leben zu Hölle machen. Damit will er Pasquale eine Lehre erteilen und seine Erlaubnis für die Heirat zwischen Norina und Ernesto erlangen.

2. Akt
Ernesto ist todunglücklich und will auswandern. Seine einzige Hoffnung ist, dass Norina glücklich werde, mit wem auch immer. – Pasquale bereitet sich auf die Begegnung mit seiner Zukünftigen vor. Malatesta stellt ihm seine angebliche Schwester vor; Pasquale ist hingerissen. Ein falscher Notar ist zur Stelle, so dass die Ehe gleich besiegelt werden kann. Pasquale fügt dem Ehevertrag noch eine Klausel hinzu, derzufolge seine Frau Teilhaberin seines gesamten Besitzes wird. In diesem Moment erscheint Ernesto, der sich von seinem Onkel verabschieden will und entdeckt, dass sich hinter Pasquales Braut Sofronia seine eigene Geliebte Norina verbirgt. Gerade noch, bevor Ernesto die Maskerade Norinas verrät, kann Malatesta ihm die Intrige erklären. Kaum ist der Kontrakt unterschrieben, verwandelt sich die zarte Sofronia in eine verschwenderische Theaterliebhaberin, die gar nicht daran denkt, mit ihrem alten Gatten Zärtlichkeiten auszutauschen – im Gegenteil, sie verlangt sogar, dass Ernesto ihr Gesellschaft leistet. Pasquale weiß nicht, wie ihm geschieht.

3. Akt
Pasquale ist am Boden zerstört. Seine vermeintliche Frau wirft sein Geld zum Fenster hinaus und will spät abends noch das Haus verlassen. Er verbietet er es ihr, doch sie lacht ihn nur aus und schickt ihn ins Bett. Es kommt zu einem Streit, bei dem Norina soweit geht, Pasquale zu ohrfeigen. Er ist tief getroffen. Auch Norina merkt, dass sie eine Grenze überschritten hat. – Pasquale findet einen Beweis für Sofronias Untreue und vereinbart mit Malatesta einen Plan, sie und ihren Liebhaber in flagranti zu erwischen. Den ihr angedrohten Rausschmiss erwidert sie mit dem Hinweis, dass das Haus inzwischen auch ihr gehöre. Malatesta lässt sich von Pasquale freie Hand geben und provoziert Sofronia mit der Aussicht, dass ab sofort eine andere Frau im Hause das Sagen haben werde: Norina nämlich, die Ernesto nun doch heiraten dürfe. Als Pasquale verlangt, Norina möge sogleich kommen, wird das Spiel aufgelöst: Sofronia gibt sich als Norina zu erkennen und Malatesta gesteht die Intrige. Pasquale erkennt, dass seine Träume nicht zu verwirklichen waren, und wünscht den anderen: »Werdet so glücklich, wie ihr’s verdient.«

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