Die rote Zora
Handlung
Was für ein Glück, wenn man Freunde wie Zora hat! Die braucht der zwölfjährige Branko dringend, denn als seine Mutter stirbt, ist er plötzlich ganz allein auf der Welt. Sein Vater Milan ist nie zuhause, weil er als Geiger durch die Küstenstädte Kroatiens zieht; und Brankos Großmutter schickt den Jungen wieder weg, als er bei ihr unterschlüpfen will. Nun hat Branko kein Dach überm Kopf und außerdem schrecklichen Hunger. Zum Glück nimmt ihn die rote Zora in ihre Bande auf: Ganz auf sich allein gestellt schlagen sich Pavle, der Kraft für drei hat, der kleine, schnelle Nikola, und Djuro, der einmal Bauer oder Pferdezüchter werden will, mit ihrer Anführerin Zora durchs Leben. Sie nennen sich »Uskoken«, denn sie wohnen in der alten Burgruine der echten Uskoken, slawischen Freiheitskämpfern aus früherer Zeit. Zudem sind sie genauso mutig und halten zusammen, was auch immer passiert. Tag für Tag stehlen sich die Kinder trickreich und auf abenteuerliche Weise ihr Essen zusammen, so dass sie nicht nur von den Polizisten, sondern auch vom mächtigen Fischhändler Karaman gejagt werden. Doch Zora ist viel zu schlau, sie lässt sich von niemandem einfangen oder einschüchtern – bis ein Streich der Bande zu einer Katastrophe führt und die ganze Stadt gegen sie aufbringt. Zum Glück gibt es den alten Fischer Gorian, der zu den Kindern hält und ihnen hilft …