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12 musikdramatische Tableaux von Christian Jost
Libretto vom Komponisten unter Verwendung des englisches Originaltextes und der Übersetzung von August Wilhelm Schlegel
Auftragswerk der Komischen Oper Berlin/Uraufführung
Sa | 27.06.2009 | 19:00 Uhr
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Video
Weitere Aufführungen ... 07. | 21. Juni 02. | 07. | 12. | 19. Juli 2 Stunden 40 Minuten
Musikalische Leitung ... Carl St. Clair
Inszenierung ... Andreas Homoki
Ausstattung ... Wolfgang Gussmann
Dramaturgie ... Werner Hintze
Chöre ... Robert Heimann
Lichtgestaltung ... Franck Evin
Hamlet ... Stella Doufexis
Horatio ... Tom Erik Lie
Geist ... Christoph Schröter
David Schroeder, Sascha Borris, Milos Bulajic, Markus Vollberg, Welf-Eckhart Wiencke
Claudius ... Jens Larsen
Gertrud ... Gertrud Ottenthal
Polonius ... Jürgen Sacher
Rosenkranz / 1. Clown ... Caren van Oijen
Güldenstern / 2. Clown ... Peter Renz
Ophelia ... Karolina Andersson
Laertes ... James Elliott
Uraufführung an der Komischen Oper Berlin 21. Juni 2009
Mit der Gestalt des Dänen-Prinzen Hamlet schuf William Shakespeare eine Theaterfigur, die wie kaum eine andere seit Jahrhunderten die Gemüter bewegt und Philosophen, Schriftsteller und Musiker immer wieder zu neuen Deutungen und Adaptionen des Stoffes herausfordert. Die Geschichte eines aus Machtgier geborenen Verbrechens und seiner blutigen Rache ist eben weit mehr als eine spannende Kriminalstory – in ihren Konstellationen und Vorgängen kristallisieren sich nahezu archetypisch Grundprobleme unserer Kultur und des Menschseins überhaupt heraus.
Christian Jost, der im Auftrag der Komischen Oper Berlin eine neue Version dieser unerschöpflichen Geschichte komponiert, liest Shakespeares Text als die Geschichte einer surrealen Reise ins Innere, als die Darstellung einer Person auf der langen Suche nach der Erkenntnis – wobei diese Suche in ihrer Dimension weit über die Frage hinausgeht – wer Hamlets Vater ermordet hat. Von Anfang an stand für Christian Jost fest, dass er die Titelpartie einer Sängerin übertragen wird. Auf diese Weise wird die Erfahrung des Mannes, der durch ein schockierendes Erlebnis aus allen Sicherheiten herausgetrieben und in das Chaos des Lebens geschleudert wird, der Verengung auf ein geschlechtsspezifisches Problem enthoben. Damit soll das universell Gültige, zeitlos Verbindliche dieser Figur deutlich herausgearbeitet werden, um das Werk so zu einer tiefgreifenden und erregenden Reflexion über existenzielle Grundfragen des Menschseins zu gestalten, die uns umtreiben und mit denen wir zurechtkommen müssen.
Pressestimmen ... Das gefällt bei der Premiere in der Komischen Oper allen so gut, dass nachher nicht nur die Sänger und das Inszenierungsteam, sondern auch der Komponist weit mehr Applaus ernten, als es bei Uraufführungen die Regel ist. (Der Tagesspiegel, Jörg Königsdorf)
Nach einer ähnlich bühnenwirksamen, dramaturgisch schlüssigen und sinnlich-sinnvoll geformten Musik wird man lange suchen. (Berliner Zeitung, Peter Uehling)
Carl St. Clair mischt das fabelhaft plastisch mit seinem engagierten Orchester auf, bietet beste Durchhörbarkeit für die vorzüglichen Solisten und die auch als schwarze Schatten präsenten Chorsolisten. (Die Welt, Manuel Brug)
Der Regisseur Andreas Homoki findet zu einer konzentrierten Personenführung, mit der er die Beziehungen im Raum (…) und in einigen Szenen einen albtraumartigen Sog entwickelt. (Märkische Oderzeitung, Uwe Friedrich)
Stella Doufexis weiß die Facetten des zweifelnden, verqueren Hamlets in allen Stimm(ungs)schwankungen auszusingen. Das Solistenensemble insgesamt veredelt die Uraufführung. (Berliner Morgenpost, Volker Blech)
Einhelliger Jubel für alle. Die Opernwelt ist um eine wertvolle Shakespeare-Vertonung reicher. (Klassikinfo.de, Kirsten Liese)
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