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Armida

Heroisches Drama in fünf Akten von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Philippe Quinault
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze

Empfohlen ab 16 Jahren
2 Stunden 45 Minuten
Einführung … 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Foyer

Wir empfehlen den Besuch ab 16 Jahren.

Uraufführung 1777 - Premiere am 5. April 2009

Dass Liebende in der Oper gegen schwerste äußere Widerstände kämpfen müssen und sich doch die Macht der Gefühle wider alle Vernunft behauptet, ist uns vertraut. Was aber passiert, wenn der Herzens-Widersacher die eigene Angst ist, die Angst vor Kontrollverlust und den eigenen Abgründen?
Die schöne Armida hat, mit höllischen Zauberkräften begabt, das Heer der feindlichen Kreuzritter außer Gefecht gesetzt. Nur der kühnste der christlichen Helden, Rinaldo, hat ihr widerstanden. Zerrissen zwischen Faszination und Wut schwört sie Rache. Als sie Rinaldo endlich in ihrer Gewalt hat, ist Armida aber nicht im Stande ihn zu töten. Aus Scham über diese Schwäche lässt sie Rinaldo von ihren Dämonen »ans
Ende der Welt« bringen, ruft ›Den Hass‹ an, der sie von ihrer Liebe befreien soll, und muss schließlich doch vor den ungewohnten Gefühlen kapitulieren. Nach einer kurzen Zeit des gemeinsamen Glücks bewahrheitet sich allerdings der Fluch des ›Hasses‹:
Rinaldo, von den Rittern bei seinem Ehrgeiz gepackt, verlässt sie, um sich wieder männlichen Aufgaben zu widmen.
Gluck entwirft mit atemberaubender Dramatik und feinsten musikalischen Stimmungswechseln ein höchst spannendes psychologisches Drama, um Liebe als Gefühl zwischen Selbstaufgabe und Selbstverwirklichung zu diskutieren. Mit seiner fünften Reformoper setzen wir – nach Iphigenie auf Tauris – unsere Beschäftigung mit diesem sehr zu Unrecht vernachlässigten Komponisten fort. »Ich bekenne, dass ich gern meine Karriere mit dieser Oper beenden würde«, schrieb Gluck. Zum Glück hat er es nicht getan.

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