Armida

Handlung

1. Akt
Armidas Schönheit und ihre geradezu magische Verführungskraft hat das feindliche Heer besiegt und außer Gefecht gesetzt. Ihre Freundinnen Phénice und Sidonie feiern den weiblichen Triumph, nur Armida selbst ist voller Wut und Hass, weil einzig Rinaldo, der kühnste der feindlichen Helden, ihren Reizen widerstanden hat. Schlimmer noch, Armida wird von einem Alptraum gequält, sich in dem Augenblick in Rinaldo zu verlieben, als er sie erstechen will.
Ihr Onkel Hidraot wünscht sich, dass Armida heiratet, aber sie hat Angst vor der Macht der Liebe und möchte unabhängig bleiben.
Als der schwer verwundete Aronte berichtet, dass Rinaldo inzwischen alle Gefangenen befreit hat, beschließt Armida, sich an ihm zu rächen und ihn eigenhändig zu töten.

2. Akt
Der Krieger Rinaldo will ein Held sein und überall für Gerechtigkeit kämpfen. Obwohl Artemidoro ihn vor Armidas Verführungskünsten warnt, sieht sich Rinaldo außer Gefahr. Armida und ihr Onkel Hidraot vollziehen ein Ritual, um sich Rinaldo gefügig zu machen. Rinaldo erscheint und ist bezaubert vom Bild eines Liebesparadieses. Auf Armidas Geheiß verführen ihn Sidonie und Phénice. Als Armida ihn schließlich töten will, bringt sie es jedoch nicht übers Herz. Aus Scham über diese »Schwäche« wünscht sie sich zusammen mit Rinaldo »ans Ende der Welt«.

3. Akt
Armida hat sich »in die Wüste« zurückgezogen, ganz verwirrt darüber, wie sich ihre Wut in Liebe verwandeln konnte. Phénice und Sidonie sind begeistert, dass Armida selbst den freiheitsliebenden Rinaldo bezwingen konnte. Sie selbst jedoch hält ihre und Rinaldos Liebe nicht für gleichwertig: Während sie überwältigt ist, scheint ihr Rinaldo nur oberflächlich betört zu sein. Wenngleich ihre Freundinnen Gleichmut und Selbstbeherrschung als Ideal in Liebesdingen propagieren, kämpft Armida mit den ihr ungewohnten Gefühlen.
Um ihren Stolz und ihre Unabhängigkeit zu bewahren, ruft sie schließlich ›Den Hass‹ zu Hilfe. Er soll ihr die Liebe aus dem Herzen reißen. Im letzten Moment erhebt Armida jedoch Einspruch. Wütend prophezeit ihr ›Der Hass‹, dass Rinaldo sie bald verlassen wird. Trotz ihrer Angst ist Armida nun bereit, sich ihrer Liebe zu Rinaldo hinzugeben.

Pause

4. Akt
Zwei Krieger, Ubaldo und der dänische Ritter, sind unterwegs, um Rinaldo aus dem Liebeszauber zu befreien und zu seinen heldischen Aufgaben zurückzuführen. Um selbst der weiblichen Verführung zu widerstehen, erklären sie die Liebe zur Illusion.

5. Akt
Auch wenn Armida schon Unheil ahnt, beschwört sie noch einmal gemeinsam mit Rinaldo ihre Leidenschaft. Als sie ihren Geliebten für kurze Zeit verlässt, erscheinen die beiden Krieger, packen Rinaldo bei seinem Ehrgeiz und drängen ihn zum Aufbruch. Rinaldo eröffnet Armida, dass die Pflicht ihn zwingt, sie zu verlassen. Armida ist verzweifelt, der alte Hass und das Verlangen nach Rache flammen wieder auf. Aber sie entscheidet sich schließlich für einen anderen Weg.

Pressestimmen

mehr

Interview

mehr