Andreas Homoki

Chefregisseur und Intendant

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Das schlaue Füchslein, Der Rosenkavalier, Die Fledermaus, Die Liebe zu drei Orangen, Die Meistersinger von Nürnberg, Die verkaufte Braut, La Bohème, Robin Hood

2002 wurde Andreas Homoki als Nachfolger von Harry Kupfer zum Chef­regisseur der Komischen Oper Berlin berufen. Er hatte schon zum damaligen Zeitpunkt »Falstaff« (1996), »Die Liebe zu drei Orangen« (1998) und »Die lustige Witwe« (2000) an der Behrenstraße inszeniert.
Die Spielzeit 2002/03 wurde mit »Die verkaufte Braut«, einer Koproduktion mit dem Teatro Comunale di Bologna, eröffnet. Es folgten, als Koproduktion mit dem Théâtre de la Monnaie, Brüssel, »Eine florentinische Tragödie/Der Zwerg« von Alexander von Zemlinsky und »Die Csárdásfürstin« von Emmerich Kálmán.

2003/04 übernahm Andreas Homoki - zunächst kommissarisch - die Intendanz, in die er mit Beginn der Spielzeit 2004/05 offiziell berufen wurde.
Weitere Regiearbeiten am Haus waren nun »Jewgeni Onegin«, »Der Rosenkavalier«, »Der goldene Hahn« und »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny«. Zum 60-jährigen Be­stehen der Komischen Oper Berlin in der Spielzeit 2007/08 inszenierte er »Die Fleder­maus« (September 2007), darauf »La Bohème« (April 2008). In der Spielzeit 2008/09 inszenierte er zwei Uraufführungen: die Kinderoper »Robin Hood« von Frank Schwemmer, Christian Josts »Hamlet« sowie »Die Meistersinger von Nürnberg« (September 2010).

Der aus einer Musikerfamilie stammende Andreas Homoki studierte an der Hochschule der Künste in Berlin. Schon während seines Studiums hospitierte er bei Harry Kupfer an der Komischen Oper Berlin und assistierte ihm später bei verschiedenen Gastinszenierungen, unter anderem bei den Salzburger Festspielen. Das erste feste Engagement führte Andreas Homoki 1987 an die Kölner Oper, wo er bis 1993 als Regieassistent und Abendspielleiter tätig war. In den Jahren 1988 bis 1992 war er außerdem Lehrbeauftragter für szenischen Unterricht an der Opernschule der Musikhochschule Köln. Hier folgten erste eigene Inszenie­rungen. 1992 führte ihn seine erste Gastinszenierung nach Genf, wo seine Deutung der »Frau ohne Schatten« internationale Beachtung fand. Die Inszenierung, die später auch am Pariser Théâtre du Châtelet gezeigt wurde, erhielt 1994 den franzö­sischen Kritikerpreis des Jahres.

Von 1993 bis 2002 war Andreas Homoki ausschließlich als freier Opern-regisseur tätig. In seiner Werkliste finden sich u. a. »Das Schloss« von Aribert Reimann und »Aida« (Hannover), »Der Wildschütz«, »Der Freischütz«, »Die Zauberflöte« (Köln), »Rigoletto« (Hamburg), »Orfeo ed Euridice« (Genf und Lyon), »La Traviata, »Macbeth« (Leipzig), »Elektra«, »Der Rosen­kavalier« und Verdis Requiem (Basel), »Hänsel und Gretel« (Deutsche Oper Berlin), und »Carmen«, »Capriccio«, »Lulu« (Amsterdam), »Idomeneo«, »Arabella« und »Manon Lescaut« (München, Staatsoper).
Während seiner Intendanz an der Komischen Oper Berlin waren Neu­insze­nierungen Homokis unter anderem am Théâtre du Châtelet in Paris (»Tann­häuser«, 2004), an der Bayerischen Staatsoper München (»Roméo et Juliette, 2004, und »Die Königskinder«, 2005), am New National Theatre Tokyo (»Le Nozze di Figaro«, 2003, »La Fanciulla del West«, 2007) an der Sächsischen Staatsoper Dresden (»Turandot« 2004, La Traviata, 2009) und der Hamburgischen Staatsoper (»Faust«, 2010) zu sehen.
Im April 2012 wird Andreas Homoki »Eine florentinische Tragödie« und »Der Zwerg« in Barcelona, im Juli 2012 »David et Jonathas« in Aix-en-Provence inszenieren.

Nach Abschluss der Spielzeit 2011/12 wird er die Komische Oper Berlin ver­lassen und ab 2012/13 die Intendanz des Opernhauses Zürich übernehmen.