Chorsolisten

Komische Oper Berlin, Chorsolistinnen und Chorsolisten der Komischen Oper Berlin, Foto: Andreas Mühe


Stimmbildnerin Kinderchor … Jane Richter
Mitarbeiterin des Chordirektors … Karin Maerten

Chorsolistinnen …
1. Sopran
Cornelia Berner, Ute Grabowski, Anja Kirov-Vogler, Saskia Krispin, Sonnhild Liebscher, Dörthe Maske, Gitta Mayer-Hein, Katharina Moll-Firl, Elke Sauermann, Annette Walter, Andrea Willert

2. Sopran
Andrea Gundelach-Lippek, Angelika Huhle, Anita Rodriguez Mendoza, Erdmuthe Spyra, Diemut Wauer, Judith Weinreich

1. Alt
Christina Bütow, Kerstin Bulla-Rohde, Angelika Gummelt-Tochtenhagen, Doris Katerbau-John, Jana Reh, Mechthild Sauer, Britta Süberkrüb, Judith Utke

2. Alt
Julia Bossen, Katrin Hacker, Barbara Hetzelberger, Jutta Leukert, Jane Richter, Hannah Elisabeth Sußmann


Chorsolisten ...
1. Tenor
Ingo Hoehnel, Martin Köpke, Alexander Kohl, Christian Müller-Bergh, Jan Proporowitz, Yuhei Sato, Axel Thoennes

2. Tenor
Frank Baer, Raphael Bütow, Sven Goiny, Volker Herden, Eberhard Krispin, Carsten Lau, Jürgen Witt

1. Baß
Thomas Bossen, Matthias Gummelt, Thomas Seyfarth, Matthias Spenke, Jan-Frank Süße, Michael Zernia

2. Baß
Hans-Jörg Bertram, Mathias Bock, Sascha Borris, Max Eichhorn, Thomas Jahnke, Tim Klaski, Hendrik Pitt, Stefan Stefanow

(Stand: 1. Dezember 2010)

»So viel Körpereinsatz gibt es sonst auf keiner Opernbühne«, schrieb die Zeitschrift Opernwelt über die Chorsolisten der Komischen Oper Berlin anlässlich ihrer Wahl zum Opernchor des Jahres 2007. Und diese Einschätzung ist nicht nur einer der Auszeichnungsgründe, sondern auch schon die halbe Antwort auf die Frage, warum die Chorsolisten ihren auf den ersten Blick merkwürdigen Namen tragen – denn Chor und Solo schließen sich doch eigentlich aus. Für Walter Felsensteins Konzept des realistischen Musiktheaters, das echte Menschen auf der Bühne zeigen wollte und das Szene und Musik als einander bedingende Elemente begriff, war es entscheidend, nicht nur Solisten zu haben, die ihren Aufgaben szenisch wie musikalisch gewachsen waren, sondern eben auch »Gesangskräfte, die vertragsgemäß dem Chor angehören«, so Felsenstein, »aber […] von einer darstellerischen Fähigkeit sind, die sie den Solisten gleichwertig machen« – also: die Chorsolisten der Komischen Oper Berlin. Dass sie über die Jahre nicht nur den musikalischen Leitern, sondern besonders auch ihren Chefregisseuren wie Joachim Herz, Harry Kupfer oder Andreas Homoki ans Herz gewachsen sind, ist Zeichen ihrer herausragenden sängerischen und darstellerischen Fähigkeiten. Und so würden sicherlich nicht nur die drei genannten, sondern alle Regisseure, die immer wieder mit den Chorsolisten gearbeitet haben, wie Hans Neuenfels, Peter Konwitschny oder Barrie Kosky, Felsensteins Wertschätzung teilen: »Ich betrachte den Chor der Komischen Oper als das künstlerisch wertvollste Instrument, das ich besitze«

Text: Ingo Gerlach