Andreas Schüller
Dirigent
Die Entführung aus dem Serail
In Berlin geboren, studierte Andreas Schüller an beiden Musikhochschulen seiner Heimatstadt – unter anderem bei Sebastian Weigle und Rolf Reuter – Horn, Klavier und Dirigieren. Schon früh war Andreas Schüller in der freien Opernszene Berlins als Pianist und Dirigent tätig und brachte mit Ensembles wie der Neuen Opernbühne Berlin und dem INBOCCALLUPO-Ensemble zahlreiche Werke von Mozart wie auch zeitgenössischen Kammeropern von Britten, Casken, Hartmann und Peter Maxwell Davies zur Aufführung. Als Dirigent von Jugend- und Studentenorchestern (Sinfoniette 92, Junge Sinfonie Berlin, Akademisches Orchester Berlin, Landes-Jugend-Orchester Hessen, Julius-Stern-Kammerorchester) hat er sich darüber hinaus schon zu Studienzeiten ein breites sinfonisches Repertoire erarbeitet. 2003 wurde Andreas Schüller ins “Dirigentenforum”, einem Förderprogramm des deutschen Musikrats, aufgenommen. 2005 und 2006 war er am Staatstheater Wiesbaden als Zweiter Kapellmeister engagiert. Gastproduktionen leitete Andreas Schüller an der Komischen Oper Berlin, der Oper Graz, am Theater Osnabrück und an der Oper Köln [2009 Janáčeks Das schlaue Füchslein].
Von 2002 bis 2007 war Andreas Schüller den Salzburger Festspielen verbunden, wo er für Fabio Luis anläßlich Strauss‘ Die Liebe der Danae arbeiten durfte, in den letzten zwei Jahren als Chordirektor. So betreute er die Einstudierung der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor für Le nozze di Figaro, La clemenza di Tito, Die Entführung aus dem Serail, Der Freischütz, Bevenuto Cellini und einige Konzerte.
In der Saison 2003/2004 wurde der Dirigent an die Wiener Volksoper verpflichtet, wo er als Kapellmeister ein breitgefächertes Repertoire von über zwanzig Opern, Operetten und Balletten leitete. An diesem Haus dirigiert er nach wie vor regelmäßig, 2008 auch gefeierte Aufführungen beim Tokyo-Gastspiel. An der Oper Leipzig war Andreas Schüller von 2008/2009 bis zum Sommer 2011 als Erster Kapellmeister tätig und brachte mit dem Gewandhausorchester Leipzig Werke wie Janáčeks Jenůfa, Mozarts Don Giovanni und Die Zauberflöte, Prokofjews Romeo und Julia, Puccinis La bohème, Rossinis Il barbiere di Siviglia und Il turco in Italia, Tschaikowskis Der Nußknacker, Verdis Aida sowie Wagners Der fliegende Holländer zur Aufführung.
Konzertprogramme erarbeitete Andreas Schüller mit dem Istanbul Philharmonic Orchestra, MDR Sinfonieorchester Leipzig, Münchner Symphoniker, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Berliner Sinfonie Orchester/Konzerthausorchester, der Jenaer Philharmonie, Staatsorchester Kassel, Deutsches Filmorchester Babelsberg, sowie Landesjugendorchestern von Hessen, Schleswig-Holstein und Oberösterreich.
Seit 2005 ist Andreas Schüller musikalischer Leiter des Niederösterreichischen Festivals in Retz, das sich neben der Pflege von Kirchenopern vor allem der Literatur widmet und so einen ungewöhnlichen gattungsübergreifenden Bogen spannt, sowie seit 2008 musikalischer Leiter des Jungen Philharmonischen Orchesters Niedersachsen. 2011 dirigierte er Vorstellungen des Leipziger Balletts in Bogota sowie Konzerte des Oberösterreichischen Jugendorchesters [Dvoraks Symphonie N° 9 ] in Valencia und Linz.
In der Spielzeit 2011/2012 ist Andreas Schüller zu Gast an der Oper Köln, wo er Wagners Der fliegende Holländer dirigiert sowie an der Volksoper Wienanläßlich der Neuproduktion von Leo Falls Madame Pompadour. An der Komischen Oper Berlin steht er 2011/12 in Mozarts Die Entführung aus dem Serail am Pult.