Barrie Kosky
Regisseur / Designierter Chefregisseur und Intendant der Komischen Oper Berlin ab der Spielzeit 2012/13
Kiss me, Kate, Rigoletto, Rusalka, Sieben Songs/Die sieben Todsünden
Barrie Kosky wurde in Melbourne/Australien geboren. An der dortigen Universität studierte er Klavier und Musikgeschichte. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.
Zu seinen Inszenierungen in Australien zählen unter anderem »The Golem«, »Nabucco«, »Der fliegende Holländer« und »Wozzek« am Opernhaus Sydney, »Oedipus Rex« an der Queensland Opera, »Die Hochzeit des Figaro« und »Der Barbier von Sevilla« an der Victoria State Opera, »The Knot Garden« und »The Burlesque Tour« mit Paul Capsis beim Melbourne Spoleto Festival, »The lost Echo«, »Die Troerinnen«, »Tartuffe«, »Senecas Oedipus« und »Mourning becomes Electra« mit der Sydney Theatre Company.
1990 bis 1997 war Barrie Kosky künstlerischer Leiter der Gilgul Theatre Company, mit der er »Der Dybbuk«, »Es brennt..., Levad«, »The Wilderness Room« und »The Operated Jew« inszenierte. 1996 übernahm er außerdem die künstlerische Leitung des Adelaide Festivals. Von 2001 bis 2006 war er Intendant des Schauspielhauses Wien und führte dort Regie bei »Medea« (nominiert für den Nestroy Preis, Kategorie »Beste Regie«), »Boulevard Delirium, Dafke!!«, »Macbeth« und »Der verlorene Atem«. Seine Jazz-Version von Monteverdis »Poppea«, die beim Edinburgh International Festival, im Berliner Ensemble und im Sydney Opera House aufgeführt wurde, sowie seine Inszenierung von Claudio Monteverdis »Orfeo« bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik (Musikalische Leitung René Jacobs) und an der Staatsoper Unter den Linden Berlin fanden viel Beachtung.
Als weitere Opern- und Schauspielproduktionen in Europa folgten: »Ein Sommernachtstraum« an der Oper Bremen, »Der fliegende Holländer«, »Tristan und Isolde« sowie »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« am Aalto-Theater Essen, »Peter Grimes«, »Aus einem Totenhaus« (Faustpreis 2009 für »Beste Regie«) und Wagners »Der Ring des Nibelungen« an der Staatsoper Hannover, »Orlando Furioso« am Theater Basel, »Die schweigsame Frau« an der Bayerischen Staatsoper, »Ein Traumspiel« am Deutschen Theater Berlin sowie »Tell-Tale Heart« (»Das verräterische Herz«) beim Edinburgh International Festival und beim Sydney International Festival.
2010 inszenierte Barrie Kosky »Herzog Blaubarts Burg«/»Dido und Aeneas« an der Oper Frankfurt. »Castor et Pollux« an der English National Opera London und »Der Kaufmann von Venedig« am Schauspielhaus Frankfurt. Für »Castor et Pollux« erhielt Barrie Kosky den Laurence Olivier Award für die beste neue Opernproduktion 2011.
2003 feierte seine allseits bejubelte Inszenierung von Ligetis »Le Grand Macabre« an der Komischen Oper Berlin Premiere. Mit »Die Hochzeit des Figaro« präsentierte er seine zweite Arbeit am Haus. Es folgten Glucks »Iphigenie auf Tauris«, »Kiss me, Kate« (von der TheaterGemeinde Berlin zur »Aufführung des Jahres« gewählt), »Rigoletto« und »Rusalka«. In der Spielzeit 2011/12 inszeniert er Kurt Weills »Die sieben Todsünden«. Ab der Spielzeit 2012/13 wird er die Intendanz der Komischen Oper Berlin übernehmen.